Hefe selber machen: So geht's!

Hefe ist gerade in den Supermärkten ausverkauft? Kein Problem! Mit diesem einfachen Rezept kannst du dir deine Hefe ganz einfach selber machen!

Hefe ist oft ausverkauft, doch man kann sie ganz einfach selber machen
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Hefe selber machen? Klingt viel zu aufwendig, oder? Doch das ist es nicht!

Zwar gehört die Hefe nicht zu den Grundnahrungsmitteln, wie zum Beispiel Nudeln, Reis oder Brot, ist aber dennoch oftmals ausverkauft und nicht mehr in den Supermärkten erhältlich. Sie ist nämlich ein wichtiger Bestandteil, um zuhause zum Beispiel frisches Brot zu backen. 

Vor allem jetzt zu Zeiten der Corona-Krise scheint die Welt auf dem Kopf zu stehen. Friseure und Nagelstudios haben zu, Restaurants sind geschlossen und die Menschen horten zuhause Klopapier und Co. - und eben auch Hefe. 

Wie du sie dir selbst machen kannst, verraten wir dir auf den nächsten Seiten!

Die Frau macht ihre eigene Hefe
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Diese Zutaten brauchst du für deine DIY-Hefe

Der Vorteil von selbstgemachter Hefe ist, dass Menschen, die die industriell gefertigte Hefe nicht vertragen, diese besser vertragen. Außerdem ist Hefe vegan. Aber wunder dich nicht: Selbstgemachte Hefe sieht etwas anders aus, als die aus dem Kühlregal.

Du brauchst ganz genau drei Zutaten, um dir deine Hefe selbst zu machen, nämlich Obst, Zucker und Wasser.

Um Hefe zu züchten, eignen sich die meisten Obstsorten, da sich in diesen viel Hefe finden lässt. Zucker wird benötigt, damit die kleinen Hefe-Organismen wachsen können. Alternativ kannst du hier auch Honig verwenden. Das Wasser brauchst du, um die Hefe anzusetzen. Dafür kannst du auch ganz normales Leitungswasser oder stilles Mineralwasser nehmen. 

Ansonsten brauchst du noch ein Gefäß bzw. eine große Flasche mit Schraubverschluss. 

Man braucht einige Zutaten für die Hefe
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Rezept für eine 700 ml Flasche

Wenn du also eine Flasche Hefe selber machen willst, brauchst du folgende Dinge:

4 Esslöffel Rosinen (ungeschwefelt)
1 Teelöffel Zucker (alternativ kannst du auch Honig nehmen)
500 ml Wasser (lauwarm)
eine 700 ml Flasche (am besten sterilisiert und mit Drehverschluss)

Auf der nächsten Seite geht's zur Schritt-für-Schritt-Anleitung!

Für die Hefe-Herstellung muss man Schritt 1 und 2 beachten.
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1. Schritt

Zunächst füllst du die Rosinen in eine Flasche und gibst dann den Zucker hinzu. Anschließend füllst du die Flasche mit Wasser auf, verschließt sie und schüttelst alles gut durch. Am Ende sollte es sich aufgelöst haben. 

2. Schritt

Nun stellt du das Hefewasser an einen warmen, aber schattigen Platz. Am besten beträgt die Temperatur 25-30 Grad. Es braucht dann bis zu acht Tagen, damit das Hefewasser fertig ist. In der Zeit ist es wichtig, dass du das Hefewasser jeden Morgen und jeden Abend kurz schüttelst und danach kurz den Deckel öffnest, damit die überschüssigen Gase entweichen können.

Dann machst du mit Schritt 3 weiter:

Auf der Hefe entstehen kleine Bläschen
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3. Schritt

Zu Beginn kannst du an der Wasseroberfläche deines Hefewassers kleine Bläschen beobachten, die in den nächsten Tagen immer deutlicher werden. Das bedeutet, dass die Hefe sich vermehrt und der natürliche Gärungsprozess in der Flasche läuft - das ist ein gutes Zeichen! Irgendwann werden keine neuen Blasen mehr aufsteigen, was bedeutet, dass dein Hefewasser fertig ist. Wunder dich nicht, wenn es ein wenig vergoren riecht, das ist ganz normal. Nur muffig oder unangenehm sollte es nicht riechen! 

Das solltest du tun, wenn es muffig riechen sollte:

Manchmal entsteht Schimmel auf der Hefe
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Schimmelige Hefe

Es kann manchmal passieren, dass die Hefe während des Gärungsprozesses oder aber auch durch falsche Lagerung schimmelt oder sie Schlieren entwickelt. Wenn das passiert, solltest du das Hefewasser entsorgen und direkt von vorne beginnen. Leider lässt sich nicht kontrollieren, welche Mikroorganismen im Hefewasser sind, die sich zu Schimmel entwickeln, deswegen kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass die Hefe nicht schimmelt. Das ist also völlig normal; du schmeißt das Hefewasser dann einfach weg und beginnst nochmal von vorne - schwierig ist es ja nicht! 

Wie benutzt du nun das Hefewasser? 

Flüssige Hefe kann man zum Beispiel beim Backen von Brot verwenden
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So verwendest du deine Hefe

Die flüssige Hefe ist natürlich etwas anders als die, die du im Tiefkühlregal im Supermarkt bekommst, dennoch kannst du sie ganz einfach weiter verarbeiten. Zum Beispiel, wenn du Brotteig zubereiten willst, um dein eigenes Brot zu backen:

Hier ersetzt dein Hefewasser die Wassermenge, die im Rezept für das Brot steht. Wenn du also zum Beispiel 200 ml Wasser brauchst und einen halben Würfel Hefe, nimmst du einfach 200 ml Hefewaser.

Auf der nächsten Seite erfährst du, wie lange deine Hefe haltbar ist

Flüssige Hefe ist bis zu zwei Monate haltbar.
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Wie lange ist flüssige Hefe haltbar?

Dein Hefewasser solltest du im Kühlschrank aufbewahren, dort hält es sich bis zu zwei Monate. Wenn etwas übrig bleibt, kannst du es sogar dazu nutzen, neue sogenannte "wilde Hefe" anzusetzen. 

So geht's:

Du nimmst dafür etwa 200 ml von dem Hefewasser und gibst neue ungeschwefelte Rosinen und einen Teelöffel Zucker hinzu. Dann füllst du den Rest der Flasche wieder mit Wasser auf, schüttelst und und und... Das ganze Prozedere beginnt wieder von vorne, nur mit dem Unterschied, dass das Hefewasser beim zweiten Mal schneller fertig wird und man es schon nach zwei bis drei Tagen verwenden kann.