5 Mythen, die frischgebackene Mamas nicht glauben sollten

Es kursieren einige Mythen über Mamas, die sich rund um die ohnehin schon verunsichernde Zeit nach der Schwangerschaft drehen.

Als Mutter gibt es viele Mythen, mit denen man sich nach der Schwangerschaft rumärgern muss
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Als brächte eine Schwangerschaft, besonders wenn es die erste ist, nicht schon genügend Verunsicherungen mit sich, müssen sich frischgebackene Mamas mit Mythen rund um die Zeit nach der Entbindung auseinandersetzen. Um mehr Licht ins Dunkle zu bringen, haben wir euch hier die häufigsten, potentiellen Irrtümer zusammengestellt.

Mythen, die Mamas frisch nach der Geburt verunsichern können

Rund um die Schwangerschaft und die direkt an die Schwangerschaft anschließende frühe Elternzeit ranken sich viele Mythen, die werdende Eltern nur noch mehr verunsichern als sie es nicht eh schon sind. Dabei sind die Antworten auf die Fragen, die in den Mythen verwoben sind, gar nicht mal so uneindeutig. Es gibt aber auch weitere Dinge, die frische Mütter auch auf andere Menschen etwas seltsam erscheinen lassen.

Ein Mythos als Mutter ist, dass man nach der Schwangerschaft keine Tampons verwenden darf
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1. "Nach der Schwangerschaft keine Tampons verwenden"

Werdende bzw. frischgebackene Mütter fragen sich, wie es nach der Geburt in Sachen Periode aussieht. Im Anschluss an die Geburt, wenn auch der Wochenfluss aufgehört hat, setzt die normale Regelblutung wieder ein. Dies ist der Fall, wenn sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert hat. Wie lange der Zeitraum ist, in dem die Periode wieder einsetzt, ist schwer zu sagen, da es von Frau zu Frau variiert (wenn nicht gestillt wird frühestens aber nach fünf Wochen). Setzt die Periode aber bereits wieder sehr früh ein, so sollten Mütter mindestens sechs Wochen nach der Entbindung erst wieder Tampons oder Menstruationstassen verwenden. Das liegt an der erhöhten Infektionsgefahr in den Wochen nach einer natürlichen Geburt. Sobald der Wochenfluss aufgehört hat und mindestens sechs Wochen verstrichen sind, können Mütter also ohne Probleme wieder anfangen Tampons, Menstruationstassen - oder was auch immer die favorisierte Methode für die Monatshygiene ist - zu verwenden.

Ein Mythos ist, dass die Vagina nach der Schwangerschaft ausgeleiert ist
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2. "Die Vagina leiert nach der Schwangerschaft aus"

Da sich die Vagina bei der Geburt sehr stark dehnt, etwa um bis zu das zehnfache, geht man im ersten Moment womöglich davon aus, dass sich der Zustand nach der Geburt nicht großartig verändert. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn die Vagina kann sich genauso gut, wie sie sich ausdehnen kann, auch wieder zusammenziehen. Auch schon schneller, als man denkt: Eine Stunde nach der natürlichen Geburt hat sich das Organ bereits wieder so weit zusammengezogen, dass man kaum glauben kann, dass dort eben noch ein Baby durchgepasst hat. Der vollständige Rückbildungsprozess dauert noch etwa sechs Wochen. Dann gibt es keinen Unterschied mehr zu der Zeit vor der Geburt. Es leiert also nichts auf die Dauer aus. Es kommt eher auf den Kopf und auf den Beckenboden an, wie gut es nach der Schwangerschaft im Bett läuft.

Ein Mythos als Mutter ist, dass Beckenbodentraining nicht hilft gegen Blasenschwäche oder Inkontinenz
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3. "Beckenbodentraining bringt nicht viel"

Es hält sich der Mythos, dass Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft nicht viel bringt. Den Mythos können wir ebenfalls nicht bekräftigen. Nach einer Geburt ist der gesamte Unterleib der Frau geweiteter und bildet sich erst nach und nach wieder zurück. Mit dem Beckenbodentraining sollte man nicht direkt nach dem Ende der Schwangerschaft beginnen. Es wird empfohlen, frühestens acht Wochen nach der Schwangerschaft das Training, am besten in einem eigens dafür geschaffenen Rückbildungskurs, wieder aufzunehmen. Und das hilft dann auch wirklich dabei, den Beckenboden wieder in die Ursprungslage zu versetzen und somit bspw. das unkontrollierte Ablassen von Urin zu verhindern.

Ein Mythos als Mutter ist es, dass man in der Zeit nach der Schwangerschaft nicht verhüten braucht
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4. "Nach der Geburt braucht man nicht verhüten"

Ein Gerücht, mit dem sich frischgebackene Mütter konfrontiert sehen, ist jenes, dass man direkt nach der Schwangerschaft keinen Geschlechtsverkehr haben sollte. Das Gerücht können wir bekräftigen. Bevor das Kind auf die Welt kommt, sollten sich werdende Eltern schon mal mit der richtigen Verhütung auseinandergesetzt haben. Direkt nach der Geburt hat man so viel um die Ohren, dass kaum Zeit bleibt, sich darum zu kümmern, dass die Mutter gleich wieder schwanger wird. Bei der Verhütung in der Stillzeit sollte man auf das Kondom setzen. Man kann natürlich noch mit anderen Methoden verhüten, das Problem ist allerdings die erhöhte Infektionsgefahr und da ist das Kondom die beste Verhütung nach der Schwangerschaft. Die Dauer der Verhütung mit Kondom sollte dabei 6-8 Wochen fortgesetzt werden.

Ein Mythos nach der Schwangerschaft ist, dass man schnell wieder abnimmt
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5. "Nach der Geburt nimmt man schnell wieder ab"

Das wäre, um die Antwort schon mal vorneweg zu nehmen, zu schön um wahr zu sein. Nach der Geburt kann die frischgebackene Mama sich darauf einstellen, locker fünf bis sieben Kilo an Körpergewicht abzunehmen. Dazu gehören das Baby selbst, die Plazenta, das Fruchtwasser sowie das Blut, was die Mutter während der Geburt verliert. Nachdem das alles aus dem Körper raus ist, ist es für eine Mutter genauso schwer, Gewicht zu verlieren, wie für eine Frau, die nicht unbedingt gerade Mutter geworden ist.


Damit sind fünf der am weitesten verbreiteten Mythen für Mamas hoffentlich ein Stück weit zumindest aus der Welt geschafft. Wenn du wissen willst, wie du dich als Mutter machst, schaue nach, wie du deinem Sternzeichen zufolge sein wirst.