Dehnungsstreifen: Woher sie kommen und wie du sie wieder loswirst

Nicht nur schwangere Frauen bekommen sie: Dehnungsstreifen.

Dehnungsstreifen hat sogut wie jeder Mensch.
Quelle: IMAGO / Westend61

Eigentlich wissen wir ja, dass Dehnungsstreifen nicht schlimm sind...

Wir wissen auch, dass so gut wie jede Frau früher oder später in ihrem Leben welche bekommen wird. Die berühmte Donauwelle auf Brust, Po, Bauch und Beinen versuchen wir mit allerlei Wundermitteln und verrückten Sportübungen zu bekämpfen.

Auf den nächsten Seiten erklären wir dir, was Dehnungsstreifen überhaupt sind, wie sie entstehen und wie du sie wieder loswerden kannst (wenn du willst). 

Wodurch werden Dehnungsstreifen verursacht?
Quelle: IMAGO / agefotostock

Was sind Dehnungsstreifen? 

Ob wir Dehnungsstreifen bekommen, hängt davon ab, wie stark unser Bindegewebe ist. Denn: Die Streifen sind feine Risse im Bindegewebe unserer Haut. Lasst euch nicht davon verwirren, wenn sie bei eurer BFF anders aussehen. Wirken sie wie bläulich-rote Würmer auf der Haut, bedeutet das nur, dass die Risse erst vor Kurzem entstanden sind. Eine weiße Färbung hingegen heißt: Die Risse sind schon verheilt und somit schon etwas älter. 

Lest auf den nächsten Seiten, wie die Risse entstehen und was ihr tun könnt, um sie wieder loszuwerden. 

Auch Männer können Dehnungsstreifen bekommen, allgemein sind sie ganz normal
Quelle: IMAGO / agefotostock

Wann bekomme ich Dehnungsstreifen? 

Gemeinhin werden Dehnungsstreifen mit Schwangerschaftsstreifen gleichgesetzt. Doch der Begriff ist etwas irreführend: Zwar ist es bewiesen, dass fast 90 Prozent der Frauen, die schwanger waren, Risse auf Brust, Bauch, Po und Beinen haben. Aber die Streifen tauchen häufig schon viel früher auf - und zwar bekommen sie rund 70 Prozent der Frauen bereits in der Pubertät. Aber auch Männer sind nicht davor geschützt - stolze 40 Prozent von ihnen sind betroffen! Das heißt für dich also: Aufatmen! Denn so gut wie jeder Mensch ist einmal von Dehnungsstreifen betroffen. Ist auch logisch. Die Risse im Bindegewebe entstehen nämlich immer dann, wenn sich unser Körper stark - und das innerhalb kurzer Zeit - verändert. Also wenn wir in der Pubertät wachsen, zunehmen, abnehmen oder eben, wenn wir schwanger sind. 

Wie du die Dehnungsstreifen loswirst, erfährst du auf den nächsten Seiten. 

Es gibt einige Tricks um Dehnungsstreifen verblassen zu lassen.
Quelle: IMAGO / agefotostock

Wie werde ich Dehnungsstreifen los? 

Eins vorneweg: Die Dehnungsstreifen werden zwar im Laufe der Zeit immer heller und dadurch auch immer unsichtbarer; ganz verschwinden werden sie aber nie mehr. Zum Arzt musst du trotzdem nicht. Wir verraten dir ein paar einfache Tricks, mit denen du die Risse fast ganz loswerden kannst. 

Mit Vitamin-A-Cremes kann man Dehnungsstreifen verschwinden lassen.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Vitamin A

Cremes, die reich an Vitamin A sind, helfen bei der Rückbildung von Narben und damit auch von Dehnungsstreifen. Das hat sogar eine Studie bestätigt. Besonders wirksam ist das Cremen, wenn die Streifen noch frisch sind. Cremes mit einem hohen Vitamin-A-Anteil bekommt ihr in der Drogerie und in Apotheken. 

Zuckerpeelings können gegen Dehnungsstreifen helfen.
Quelle: IMAGO / ingimage

Zucker 

Ja, wir lieben Zucker, denn er schmeichelt nicht nur unserer Seele, sondern tatsächlich auch unserer Haut! Bei Dehnungsstreifen hilft ein Peeling aus Zucker. Dazu einfach etwas Zucker, Öl und Zitronensaft zu einer Masse verrühren - und fertig ist das Peeling, das übrigens auch ein super Ersatz für Rasierschaum ist. Noch dazu duftet es einfach herrlich! Für das Einreiben solltest du dir Zeit nehmen: Zehn Minuten sind perfekt und eine super Ausrede für eine extralange Dusche! Übrigens: Die beste Wirkung entfaltet das Peeling, wenn du weißen Zucker und Mandelöl verwendest.  

Was außerdem hilft, erfährst du auf den nächsten Seiten. 

Mit Aloe Vera kann man gegen Dehnungstreifen vorgehen.
Quelle: IMAGO / Addictive Stock

Aloe Vera

Wir wissen schon länger, dass Aloe Vera eine wahre Wunderwaffe für unsere Haut ist. Die kleine grüne Pflanze hilft nicht nur gegen Sonnenbrand, sondern auch gegen Dehnungsstreifen. Dafür mischt du Aloe-Vera-Gel mit Vitamin E und Vitamin A (aus Kapseln) und reibst das auf deine Haut, bis es eingezogen ist. Anschließend wäschst du das überschüssige Aloe Vera mit lauwarmem Wasser von deiner Haut. Solange die Dehnungsstreifen frisch sind, solltest du die Anwendung täglich wiederholen. Nur so erreichst du ein optimales Ergebnis. 

Falls dir all diese natürlichen Mittel nicht helfen und du sehr unglücklich mit deinen Dehnungsstreifen bist, sogar Schmerzen hast, dann kannst bzw. solltest du in einem letzten Schritt auch einen Arzt aufsuchen. Auf den nächsten Seiten erklären wir dir, ab wann das Sinn macht und welche Möglichkeiten es gibt. 

In gewissen Fällen sollten Frauen, die Dehnungsstreifen haben, eine Ärztin aufsuchen.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Wann muss ich zum Arzt? 

Meistens sind Dehnungsstreifen ein rein kosmetisches Problem. Das heißt aber nicht, dass sie nicht trotzdem manchmal medizinische Behandlung brauchen. In erster Linie handelt es sich um winzige Wunden unter deiner Haut - und die können sich, wie alle anderen Wunden auch, entzünden. Du bemerkst das durch folgende Anzeichen: Deine Haut ist angeschwollen und sie fühlt sich warm an. Auch wenn du Schmerzen hast, solltest du lieber zum Arzt gehen. 

Auch wenn es medizinisch nicht notwendig ist, kann sich ein Besuch beim Arzt in Ausnahmefällen lohnen. Wir erklären dir auf den nächsten Seiten, wann! 

Chirurgisch kann man gegen Dehnungsstreifen vorgehen, das ist allerdings nicht unbedingt empfehlenswert.
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Chirurgie 

Auch wenn es nicht natürlich ist und ein Eingriff nicht gut für deinen Körper ist, wollen wir dir diese Möglichkeit nicht vorenthalten. Im Moment gibt es zwei Methoden: Zum einen den sogenannten "Pulse Laser". Hierüber solltest du allerdings nur nachdenken, wenn deine Dehnungsstreifen noch frisch sind. Ältere Streifen hingegen können mittels Microdermabrasion chirurgisch behandelt werden. Hierbei wird deine äußere Hautschicht mit winzigen Kristallen beschossen und so entfernt. Das fördert das Wachstum neuer Haut - ganz ohne Dehnungsstreifen. 

Doch bei all den Behandlungsmöglichkeiten dürft ihr eine Sache nicht vergessen: Fast alle von uns - auch die Männer - haben Dehnungsstreifen. Und wie kann etwas, dass jeder Mensch hat, unschön sein?