Pulverwaschmittel löst sich nicht auf: Das sind die Gründe

Wer zu Pulverwaschmittel greift, sollte die Gründe kennen, weshalb es sich nicht richtig auflöst oder Rückstände hinterlässt

Bei vielen löst sich Pulverwaschmittel nicht richtig auf, sodass sie lieber zu Flüssigmittel greifen.
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Viele werden es sicher kennen. Die ewige Suche nach dem richtigen Waschmittel. Hierbei steht man vor der Wahl, ob man Flüssig- oder Pulverwaschmittel wählt. Flüssigmittel ist besonders deswegen beliebt, weil es keine weißlichen Waschmittelrückstände auf den gewaschenen Textilien hinterlässt und es löst sich problemlos auf. Das liegt vor allem daran, dass Flüssigwaschmittel weitestgehend nicht nur auf Inhaltsstoffe wie Bleichmittel, sondern auch Wasserenthärter verzichten. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die saubere Anwendung sowie die unkomplizierte Dosierung. Klingt erst einmal überzeugend. Doch gerade für Menschen mit sensibler Haut oder Allergien kann das Flüssigwaschmittel schnell zum Problem werden, denn die Stoffe, welche die Haltbarkeit des Waschmittels verlängern sollen, rufen häufig Hautirritationen hervor. Daher lohnt es sich, einen genaueren Blick auf das gute alte Waschpulver und die Gründe dafür zu werfen…

Pulverwaschmittel eignet sich besonders für Menschen mit sensibler Haut.
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Zu Waschpulver zählt nicht nur die pulverförmige Variante, sondern auch die kleinen Perlen oder Tab-Versionen. Im Gegensatz zu Flüssigwaschmittel enthält Waschpulver in den meisten Fällen Bleichmittel. Diese wirken sich positiv auf die Fleckenentfernung und den Erhalt weißer Wäsche aus. Wer das Pulver bei über 60 Grad anwendet, kann so zudem Keime in den Textilien beseitigen. Da Waschpulver auf Konservierungsstoffe verzichtet, eignet es sich besonders für Menschen mit sensibler Haut. Das große Problem bei Waschpulver ist jedoch, dass es häufig Waschmittelrückstände auf der Wäsche hinterlässt. Das sieht bei dunklen oder gefärbten Textilien sehr unschön aus.

Doch dagegen gibt es 5 Tipps und Tricks, sodass du bedenkenlos zu Waschpulver greifen kannst.

Die richtige Temperatur ist wichtig, damit sich das Pulverwaschmittel auflöst.
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Tipp 1: Wähle die richtige Temperatur

Damit sich Waschpulver richtig auflösen kann, benötigt es eine höhere Temperatur beim Waschen. Solltest du zur Pulver-Variante greifen, stelle mindestens eine Temperatur von 40 Grad ein. 

Nicht nur die Temperatur spielt eine wichtige Rolle…

Das Pulverwaschmittel kann sich durch eine Überdosierung nicht richtig auflösen.
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Tipp 2: Vermeide eine Überdosierung

Häufig bleiben Rückstände auf deinen Textilien zurück, wenn du zu viel Pulver nimmst. Achte also darauf, dass du dein Waschpulver nicht überdosierst. Viel hilft eben nicht gleich viel. 

Auch die Waschmittelkammer sollte nicht unbeachtet bleiben…

Die Waschmittelkammer sollte immer trocken sein, damit sich das Pulver nicht verklumpft.
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Tipp 3: Die Waschmittelkammer sollte trocken sein

Es klingt so banal, doch trotzdem vergisst man das schnell. Auch die Waschmittelkammer sollte trocken sein, sonst bilden sich hier schnell Klümpchen, die am Ende an den Textilien haften bleiben. Achte also darauf, dass die Kammer trocken ist, bevor du Waschpulver hineingibst. 

Das Pulver löst sich trotzdem nicht auf? Dafür gibt es einen tollen Trick!

Wenn du dein Pulverwaschmittel einen Tag vorher in Wasser auflöst, bleiben keine Rückstände zurück.
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Tipp 4: Das Waschmittel vorher auflösen

Solltest du immer noch Rückstände an deinen Textilien haben, solltest du das Pulver einen Tag vor dem Wäschewaschen in einem Gefäß mit Wasser auflösen. So bleiben hinterher definitiv keine Klümpchen an deinen Textilien haften. 

Auch die Wasserhärte solltest du nicht unbeachtet lassen...

Die Wasserhärte spielt beim Auflösen des Waschpulvers eine wichtige Rolle.
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Tipp 5: Hartes Wasser

Wenn das Wasser in deiner Gegend zu hart ist, bietet es sich an, zum Waschpulver einen Esslöffel Waschsoda oder Natron hinzuzugeben. Ermittle hierfür zuerst die Wasserhärte, um entsprechend die Menge des Sodas anzupassen.

Wo kann man das Waschpulver gegebenenfalls noch einfüllen?

Das Waschpulver kann auch direkt in die Waschtrommel gegeben werden.
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Tipp 6: In die Trommel geben

Es besteht auch die Möglichkeit, das Waschpulver direkt in die Trommel zu geben. Sollten Rückstände an deinen Textilien haften bleiben, kannst du das Pulver einfach kurze Zeit vorher in Wasser auflösen!

Hast du bei der Waschpulverkammer auch das Problem mit der blauen Sperre?

Die blaue Klappe verhindert, dass Flüssigreiniger vorzeitig in die Trommel läuft.
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Tipp 7: Die blaue Sperre entfernen

Gerade bei neueren Waschmaschinen tritt häufig das Problem mit der blauen Sperre ein. Vielleicht hast du auch schon einmal gesehen, dass es bei manchen Maschinen eine blaue Klappe gibt. Viele fragen sich sicherlich, welchen Zweck die Klappe haben soll. Tatsächlich ist sie ziemlich praktisch, denn sie soll verhindern, dass Flüssigreiniger vorzeitig in die Trommel läuft. So weit, so gut.

Aber wie verhält es sich denn nun bei Waschpulver?

Entfernst du die blaue Sperre, kann das Pulverwaschmittel mit dem Wasser in die Wäsche gespült werden.
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Wählst du ein Waschpulver, musst du die Klappe beiseite schieben. Das geht, indem du die Klappe entweder herausnimmst oder sie nach vorne ziehst, dann nach oben klappst und anschließend kannst du sie ganz einfach nach hinten schieben. Dadurch kann dein Pulver ganz einfach mit dem Wasser in die Wäsche gespült werden. 

Jetzt solltest du keine ärgerlichen Rückstände mehr auf deinen Textilien haben. Mit den Tipps löst sich jedes Waschpulver auf!