Olympia 2026: Das sind die Medaillen-Prämien der Stars im großen Nationen-Vergleich

Von steuerfreien Beträgen in Deutschland bis zum 700.000-Euro-Jackpot in Singapur – wir zeigen das Ranking der Prämien für Olympia-Gewinner*innen.

Die Olympischen Winterspiele 2026 finden vom 6. bis zum 22. Februar in Mailand und Cortina d'Ampezzo statt.
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Wenn im Februar 2026 das olympische Feuer in Mailand und Cortina d’Ampezzo brennt, geht es für die Athlet*innen um weit mehr als nur sportliche Unsterblichkeit. Während der Ruhm ewig währt, variiert der finanzielle Segen nach dem Podestplatz gewaltig. Je nach Heimatland winken den Wintersport-Stars entweder symbolische Anerkennungen oder lebensverändernde Summen. Doch welche Nation ist bei Olympia am spendabelsten, hat sich das im Vergleich zu 2024 geändert? Wer zahlt die höchste Prämie für eine Medaille? Wir haben für euch das exklusive Ranking erstellt: Hier erfahrt ihr, wo unsere deutschen Stars im internationalen Vergleich landen und welcher Staat seine Helden und Heldinnen fast zu Millionären macht.

Die neuseeländische Snowboarderin Zoi Sadowski-Synnott gewann die Silbermedaille bei Olympia 2026.
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#1 Neuseeland

Wer mit einer Olympiamedaille zurück nach Neuseeland kommt – den erwartet kein großer Geldregen. Die Prämien haben hier eher symbolischen Charakter – kein Land zahlt weniger. In Einzeldisziplinen erhalten Goldmedaillen–Gewinner*innen gerade einmal 5.000 NZ-Dollar (ca. 2.800 €). Silber wird mit 3.000 NZ-Dollar (ca. 1.680 €) und Bronze mit 2.000 NZ-Dollar (ca. 1.120 €) honoriert. Bei Team-Events (ab fünf Personen) steigt die Gesamtsumme zwar auf 25.000 NZ-Dollar (ca. 14.000 €) für das gesamte Team an. Aber kein neuseeländisches Team hat sich für Olympia 2026 qualifiziert!

Österreichs Olympia–Medaillengewinner*innen werden in der Heimat in Gold aufgewogen.
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#2 Österreich

In der Alpenrepublik setzt man auf Beständigkeit und Sachwerte. Die Medaillen–Prämien werden in Form von „Wiener Philharmoniker“–Goldmünzen ausgezahlt. Ein Olympiasieg ist 20.000 Euro wert, Silber bringt 17.000 Euro und Bronze 14.000 Euro ein. Da der Goldpreis stetig schwankt, könnte der reale Wert der Münzen über die Jahre sogar steigen. Es ist eine charmante Tradition, die den Erfolg der Skistars buchstäblich in Gold aufwiegt.

Skispringer Philipp Raimund gewinnt das erste deutsche Olympia–Gold .
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#3 Deutschland

Die Deutsche Sporthilfe zahlt deutschen Athlet*innen für einen Sieg in Mailand und Cortina 30.000 Euro. Skispringer Philipp Raimund, der die erste deutsche Goldmedaille holte, kann sich freuen: Die Prämie ist steuerfrei. Für Silber gibt es 20.000 Euro, für den dritten Platz 10.000 Euro. Obwohl Deutschland eine Wintersportnation par excellence ist, rangiert die Bundesrepublik damit international nur im unteren Drittel. Kritiker*innen bemängeln oft, dass die Einmalzahlungen im Vergleich zum jahrelangen Trainingsaufwand kaum ins Gewicht fallen. 

Jeder Olympiateilnehmende aus den USA kann sich freuen: 200.000 US-Dollar (ca. 185.000 €) sind ihnen schon sicher.
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#4 USA

Das US-Team zahlt für Gold 37.500 US–Dollar (ca. 34.700 €), für Silber 22.500 US–Dollar (ca. 20.800 €) und für Bronze 15.000 US–Dollar (ca. 13.900 €). Was die Amerikaner*innen jedoch besonders macht, ist die zusätzliche Absicherung: Jeder Teilnehmende – völlig unabhängig vom sportlichen Erfolg – erhält eine langfristige Unterstützung im Wert von 200.000 US–Dollar (ca. 185.000 €) durch eine private Stiftung. Während die Erfolgsprämien im Mittelfeld liegen, bietet diese soziale Komponente eine Sicherheit, von der Sportler*innen in anderen Nationen oft nur träumen. 

Die Schweizer Olympia–Teilnehmenden erhalten stabile Medaillen-Prämien.
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#5 Schweiz

Bei Swiss Olympic (der Dachverband des Schweizer Sports und das Nationale Olympische Komitee der Schweiz) herrscht Klarheit: Ein Olympiasieg wird mit 40.000 Schweizer Franken (ca. 42.500 €) belohnt. Wer auf dem zweiten Platz landet, darf sich über 30.000 Franken (ca. 31.900 €) freuen, während Bronze immerhin noch mit 20.000 Franken (ca. 21.300 €) vergütet wird. Die Schweiz liegt damit stabil im europäischen Mittelfeld. Für die Wintersport-Asse der Skination ist dies ein willkommener Bonus, auch wenn die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz die Kaufkraft der Prämie schnell relativieren können.

Die Medaillenprämien der französischen Sportler*innen sind auf konstant hohem Niveau.
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#6 Frankreich

Die Grande Nation zeigt sich spendabel und hält das Niveau der Sommerspiele von Paris 2024. Wer 2026 in Italien Gold für Frankreich holt, streicht stolze 80.000 Euro ein. Silber-Gewinnende erhalten mit 40.000 Euro genau die Hälfte, während Bronze mit 20.000 Euro dotiert ist. Damit katapultiert sich Frankreich in die Spitzengruppe der europäischen Gehaltsliste und setzt ein deutliches Zeichen für die staatliche Wertschätzung seiner olympischen Helden und Heldinnen. 

Der Olympia–Gastgeber lässt sich nicht lumpen: Für italienische Medaillen gibt es bis zu 180.000 Euro.
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#7 Italien

Wer bei den Heimspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo triumphiert, hat finanziell fast ausgesorgt. Italien zahlt seinen Goldmedaillen-Gewinner*innen beachtliche 180.000 Euro. Auch die weiteren Plätze sind hoch dotiert: 90.000 Euro für Silber und 60.000 Euro für Bronze. Der Gastgeber will sichtlich motivieren und sorgt dafür, dass ein Erfolg vor heimischer Kulisse nicht nur emotional, sondern auch finanziell ein absolutes Karriere-Highlight darstellt. 

Mit einem Olympia–Goldmedaillengewinn wäre Ski–Fahrer Faiz Basha aus Singapur Millionär.
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#8 Singapur

Einsam an der Spitze thront Singapur – der Jackpot der Winterspiele. Kein Land bietet mehr für goldenes Edelmetall: 1.000.000 Singapur-Dollar (ca. 690.000 €). Eine Wahnsinns–Summe, die der Stadtstaat aber nicht oft ausschütten wird. Denn Singapur schickt mit Skifahrer Faiz Basha nur einen einzigen Athleten ins Rennen. Der 23–Jährige hat zwar zwei Versuche, er startet im Riesenslalom und Slalom, die Wahrscheinlichkeit auf einen Platz ganz oben auf dem Podest ist aber so klein wie sein Heimatland. Dennoch: Sollte die Sensation gelingen, würde Basha über Nacht zum „Olympiamillionär“ (in lokaler Währung). Ein Ansporn, der weltweit seinesgleichen sucht! Ski Heil, Faiz Basha!

In der olympischen Goldmedaille 2026 ist nur noch sechs Gramm Gold enthalten.
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Doch was ist das begehrte Edelmetall eigentlich wert, wenn man die staatlichen Prämien einmal ausklammert? Überraschenderweise ist olympisches Gold schon lange nicht mehr „echt“: Die letzte Medaille aus reinem Gold wurde 1912 in Stockholm verliehen. Heute besteht der Siegertraum primär aus 500 Gramm Silber, überzogen mit einer hauchdünnen Schicht aus lediglich sechs Gramm Gold.
Trotzdem dürfen sich die Athleten und Athletinnen 2026 über einen Rekordwert freuen. Aufgrund der rasant gestiegenen Rohstoffpreise liegt der reine Materialwert einer Goldmedaille mittlerweile bei rund 2.000 Euro – das ist fast doppelt so viel wie noch bei den Sommerspielen in Paris 2024. Ein schöner Bonus, auch wenn für die meisten Champions der ideelle Wert ohnehin unbezahlbar bleibt und ein Verkauf wohl für niemanden infrage kommt.

Pinterest Pin Deutschland zahlt schlecht: Diese Summen bekommen die Sportler für einen Olympia-Sieg