Olympia 2026: Das sind die Highlights der Winterspiele

Die Olympische Winterspiele finden bis zum 22. Februar 2026 in Italien statt. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

Das musst du bei den olympischen Winterspielen 2026 unbedingt mitbekommen haben.
Quelle: IMAGO / Imagn Images

Die Olympischen Spiele 2026 sind in vollem Gange und schon jetzt liefern die Athlet*innen Drama, Spannung und jede Menge Gänsehautmomente. Doch was waren die Olympia-Highlights? 

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Eiskunstlauf hautnah: Der Mann hinter den viralen Olympia-Bildern

Während wir die Olympischen Spiele meist aus der Distanz am Fernseher verfolgen, verbirgt sich hinter den spektakulärsten Bildern oft ein enormes körperliches Geschick. Ein Name ging dabei besonders viral: Jordan Cowan. Er ist der Grund, warum die Momente im Eiskunstlauf in diesem Jahr so dynamisch und nahbar wirkten wie nie zuvor. Das Besondere: Cowan steht selbst auf Schlittschuhen und gleitet mit der Kamera in der Hand über das Eis. Dass er früher selbst Profi-Eisläufer war, erkennt man an seiner beeindruckenden Technik – er bewegt sich nahezu lautlos und stabil zwischen den Athlet*innen. Auch wenn er während der offiziellen Wertung aus Sicherheitsgründen noch nicht auf der Fläche stehen durfte, fing er unmittelbar nach den Auftritten Emotionen ein, die bisherigen TV-Kameras verborgen blieben. Diese neue Perspektive feierte bei Olympia Premiere und gibt uns das Gefühl, selbst mit auf dem Eis zu stehen. 

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Warum „Zugvögel“ auf Skiern über den olympischen Hang gleiten

Es ist ein Bild, das fast schon meditativen Charakter hat: 16 Helfende fahren in einer makellosen Dreiecksformation die Piste hinunter. Doch was aussieht wie ein synchronisiertes Show-Event, ist für den Erfolg der Wettkämpfe unerlässlich. Ein „Rutschkommando“ sorgt dafür, dass die Piste für die Profis in einem perfekten Zustand bleibt. Genau wie Zugvögel nutzen sie die Formation, um maximale Effizienz zu erzielen. Ihre Aufgabe? Den lockeren Neuschnee glatt und fest zu rutschen, also wie eine „menschlichen Pistenwalze“. Das Internet zeigt sich begeistert von den Bildern hinter der offiziellen Kulisse von Olympia: „Die Teilnehmenden der Olympischen Winterspiele und alle Freiwilligen und Helfende haben mein Herz so glücklich gemacht, besonders angesichts der aktuellen Lage in der Welt. Es sind kleine Dinge, aber sie bedeuten so viel.“

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Eine leere, verschneite Leinwand in eine Rennstrecke verwandeln

Zu Olympia gehören natürlich nicht nur die Athlet*innen, sondern auch alle die, die mitwirken, arbeiten, Verantwortung tragen, organisieren und Co. Um die Wettkämpfe vorzubereiten, muss einigen erledigt werden, dass jede Menge Mut und sportliches Können verlangt. Um beispielsweise die Schneepiste in eine Wettkampfstrecke zu verwandeln, fahren Helfende auf Skiern die Piste runter und sprühen mit Farbe alle relevanten und notwendigen Markierungen und Linien mit Farbe auf den Schnee. Dafür muss man nicht nur präzise Sprühen, sondern auch Ski fahren können. Die Leistung begeistert die Online-Fans: „Das sind die Behind-The-Scene-Hintergründe, von denen ich nie wusste, dass ich sie brauchte.“ 

Das Eishockey-Team der USA ehrt einen verstorbenen Spieler.
Quelle: IMAGO / Newscom World

US-Eishockey-Team ehrt Johnny Gaudreau nach Olympia-Sieg

Bei der Feier ihres Olympiasiegs in Mailand richtete die US-Eishockey-Nationalmannschaft ihre Gedanken an einen, der nicht mehr dabei sein kann: Johnny Gaudreau. Nach dem 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen Kanada drehten Kapitän Auston Matthews, Zach Werenski und Matthew Tkachuk Ehrenrunden auf dem Eis, jedes Mal mit Gaudreaus Trikot Nummer 13.

Für das offizielle Siegerfoto holte das Team die Kinder von Gaudreau, Noa und Johnny Jr., aufs Eis und schloss sie in die Jubeltraube ein. Matthews erklärte: „Dass wir das so umsetzen konnten, gewinnen konnten, sein Trikot auf dem Mannschaftsfoto zu sehen war und seine Kinder dabei waren – wir denken natürlich an ihn. Es ist einfach etwas Besonderes, wie sehr er so viele von uns beeinflusst hat.“

Während des gesamten Turniers hing Gaudreaus Trikot in der US-Umkleide. Gaudreau war im August 2024 gemeinsam mit seinem Bruder Matthew bei einem Radunfall ums Leben gekommen. Er wäre mit 31 Jahren ein aussichtsreicher Kandidat für das Olympiateam gewesen und hatte in seiner NHL-Karriere 763 Spiele und 743 Scorerpunkte erzielt.

Seine Witwe Meredith saß beim Finale zusammen mit Gaudreaus Eltern auf der Tribüne. Werenski ergänzte: „Wir sahen sie dort oben und wollten die ganze Familie mitnehmen, aber wegen der Absperrungen war das schwierig – also haben wir uns entschieden, die Kinder mitzunehmen.“

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Trump gratuliert US-Eishockeyteam nach Olympia-Sieg – provokantes Meme macht die Runde

Nach dem Triumph der US-Eishockeyspieler über Kanada im Olympia-Finale meldete sich auch Donald Trump zu Wort. Zunächst gratulierte er via X: „Gratulation an unser großartiges US-Eishockeyteam. Sie haben Gold gewonnen. Wow. Donald J. Trump.“ Begleitend teilte er ein Foto von sich mit einem Eishockey-Schläger beim Empfang der Stanley-Cup-Sieger Florida Panthers. Ein zweites, brisanteres Bild zeigte dann einen Weißkopfseeadler auf Beutezug, zusammen mit einem alten Post des ehemaligen kanadischen Premierministers Justin Trudeau, in dem dieser 2025 schrieb: „Ihr könnt nicht unser Land nehmen – und ihr könnt nicht unser Spiel nehmen.“ Das Weiße Haus provozierte damit Kanada subtil und feierte zugleich die „Revanche“ nach dem Sieg der US-Stars.

Trump griff außerdem die Gelegenheit zudem zu einem Videoanruf in die Kabine der Olympiasieger auf. US-Trainer Mike Sullivan berichtete: „Er hat seinen Respekt ausgedrückt und gratuliert. Wir sind alle stolze Amerikaner, das war ein großartiger Moment.“ Kapitän Auston Matthews bestätigte: „Ein unvergesslicher Augenblick für uns alle.“

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Eileen Gu lacht über Reporter-Frage: „Lächerlich“

Freestyle-Ski-Star Eileen Gu hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 zweimal Silber gewonnen und reagierte auf die Frage nach fehlendem Gold mit einem höhnischen Lachen. „Ich bin die erfolgreichste Freeskierin der Geschichte. Ich denke, das ist Antwort genug“, sagte sie in der Pressekonferenz. „Wie soll ich das sagen? Eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen, ist für jeden Sportler eine lebensverändernde Erfahrung. Das fünfmal zu schaffen, ist exponentiell schwieriger.“

Gu, die für China startete, zeigte sich unbeeindruckt von den hohen Erwartungen: „Und dann die Situation mit den zwei verlorenen Medaillen. Aber um ganz ehrlich zu sein, finde ich diese Sichtweise irgendwie lächerlich. Ich zeige mein bestes Skifahren. Ich mache Dinge, die buchstäblich noch nie zuvor gemacht wurden. Und ich finde, das ist mehr als gut genug. Aber danke.“

Eileen Gu gewann Olympia-Gold. Doch der Moment wurde von einem traurigen Ereignis überschattet.
Quelle: IMAGO / Xinhua

Eileen Gu gewinnt Olympia-Gold – unter Tränen bei der Pressekonferenz

Freestyle-Ski-Star Eileen Gu hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien die Halfpipe gewonnen. Hinter ihr landeten Fanghui Li und Zoe Atkin auf den Plätzen zwei und drei. Gu dominierte den Wettbewerb souverän mit 94,75 Punkten und erklärte unmittelbar nach dem Triumph: „Ich habe der Welt gezeigt, was das Frauen-Skifahren derzeit zu bieten hat.“

Doch der Mega-Erfolg wurde schnell von einer traurigen Nachricht überschattet: Gu erfuhr kurz nach der Siegerehrung, dass ihre Großmutter verstorben war. Bei der Pressekonferenz erschien sie deshalb verspätet und erklärte unter Tränen: „Meine Großmutter war ein sehr wichtiger Teil meines Lebens. Sie war so eine Kämpferin, war so mutig und hat ihr Leben immer selbst in die Hand genommen.“

Über ihr Versprechen an die Großmutter sagte sie: „Ich habe ihr nicht versprochen, dass ich gewinnen würde, aber ich habe ihr versprochen, mutig zu sein, so wie sie mutig war. Deshalb spreche ich immer wieder davon, auf mich selbst zu setzen, mutig zu sein und Risiken einzugehen.“

Gu betonte, wie schwer diese Zeit sei: „Ich hoffe, dass sie stolz auf mich ist. Aber es ist auch eine sehr schwierige Zeit für mich. Ich entschuldige mich wirklich für meine Verspätung, aber das waren die Gründe dafür.“

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Sportreporterin Danika Mason betrunken am Mirko 

Die australische Sportreporterin Danika Mason hat Ende Februar während der Berichterstattung von den Winterspielen in den italienischen Alpen für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. In einem Live-Schaltgespräch für die Morgensendung eines großen Senders wirkte die Moderatorin sichtlich angetrunken, sprach undeutlich und schweifte thematisch ab. Sie erwähnte unter anderem die Kaffeepreise vor Ort, die sie als völlig in Ordnung empfand, verglich sie mit denen in den USA und stellte dann plötzlich verwirrte Fragen zu Leguanen, ohne dass der Zusammenhang klar wurde. Offenbar reagierte sie damit auf einen Scherz oder Kommentar aus dem Studio in Sydney.

Der Moderator vor Ort lachte herzlich mit und versuchte die Situation später mit dem eisigen Wetter zu erklären: Bei solchen Temperaturen könne man die Lippen kaum noch bewegen.

Der Clip verbreitete sich super schnell in den sozialen Netzwerken und sorgte international für Aufmerksamkeit.

Am nächsten Tag entschuldigte sich Mason am Ende ihres Berichts offen bei den Zuschauer*innen: „Es ist mir nur ein bisschen peinlich. Ich habe die Situation völlig falsch eingeschätzt. Ich hätte keinen Alkohol trinken sollen, vor allem nicht unter diesen Umständen – es ist kalt, wir befinden uns in der Höhe, und dass ich nicht zu Abend gegessen hatte, hat die Sache sicher nicht besser gemacht.“

Moderator Daniel Weiss werden objektisierende Bezeichnungen und Kommentare vorgeworfen.
Quelle: IMAGO / Ingo Kutsche

Kommentator Daniel Weiss erntet Shitstorm nach Kommentar

Ein Satz von Daniel Weiss sorgt bei der Olympia-Übertragung in der ARD für Kritik. Während des Auftritts der georgischen Eiskunstläuferin Anastasia Gubanova sagte er: „Meine Herren da draußen, es tut mir echt leid, sie ist leider schon vergeben. Verheiratet mit einem ehemaligen finnischen Eiskunstläufer.“

Die Aussage kam nicht sonderlich gut an. Unternehmerin Cordelia Röders-Arnold kritisierte auf Instagram: „Wenn ihr Sportkommentatoren seid, kommentiert den Sport.“ Statt die starke Leistung Gubanovas – 71,77 Punkte, persönliche Bestleistung – zu würdigen, werde ihr Liebesleben thematisiert. „Was ich sehe: Eine Athletin. Höchstleistung. Stärke. Was der Kommentator sieht: Wifey-Material.“

Viele User*innen stimmten ihr zu und warfen der Übertragung sexistische Untertöne vor. So schreibt eine Userin: „Überhaupt waren die Läuferinnen den ganzen Abend lang ,Ladies‘ und ,Mädels‘ und ,bezaubernd‘. Aber spätestens bei dem Kommentar, den du beschreibst, bin ich auch vom Sofa gekippt.“ Auch Verständnis von der Seite der Männer ist zu finden: „Danke, dass du es ansprichst. Wir (und damit meine ich fast ausschließlich hetero cis Männer) sind oftmals zu unbedacht in unseren Äußerungen“, lautet ein Kommentar.

Weiss reagierte inzwischen selbst: „Sie hat recht: Das war eine schlechte Formulierung von mir, die absolut unpassend war und das tut mir leid.“ Zugleich betonte er, er wolle nicht nur den Sport, sondern auch „den Menschen dahinter“ zeigen.
 
 
 

Deutschland hat bei der Staffel leider keine Medaille bekommen.
Quelle: IMAGO / Fotostand

Franziska Preuß verlässt Stadion nach Staffel-Pleite

Große Enttäuschung für Franziska Preuß bei der Olympia-Staffel in Antholz. Dabei begann ihr Rennen stark: Im Liegendanschlag blieb sie fehlerfrei und übernahm sogar die Führung. Doch beim Stehendschießen folgte dann der Einbruch. Zwei Fehler, zwei weitere Fehlschüsse mit den Nachladern: Strafrunde. Statt Medaillenkurs übergab sie nur auf Rang elf an Janina Hettich-Walz. Am Ende wird Deutschland Vierter. Nach dem Rennen suchte sie sofort Abstand, sprach als Einzige nicht im TV und verließ mit gepackter Tasche das Stadion. Voigt sagte später: „Wir wollten eine Medaille. Das schmerzt sehr.“ Über ihre Teamkollegin meinte sie: „Die eine braucht Trost, die andere Abstand.“

Sportdirektor Felix Bitterling hatte Preuß bewusst von der Schlussposition genommen, um Druck rauszunehmen. Startläuferin Julia Tannheimer brachte das Team stark ins Rennen, Hettich-Walz kämpfte sich nach vorn, Voigt blieb fehlerfrei, doch es reichte trotzdem nicht fürs Podest.

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Peinlicher Schiri-Fehler sorgt für Wirbel bei Kanada-Sieg

Kanada steht nach einem 4:3 nach Verlängerung gegen Tschechien im Olympia-Halbfinale, doch ein folgenschwerer Fehler der Unparteiischen überschattet das Viertelfinale. Rund acht Minuten vor Schluss, beim Stand von 2:2, standen bei Tschechien plötzlich sechs Feldspieler auf dem Eis, erlaubt sind nur fünf plus Torwart. TV-Bilder zeigen klar einen Wechselfehler in der eigenen Zone. Die Schiedsrichter griffen nicht ein. Die Szene hatte direkte Konsequenzen: Nach erfolgreicher Verteidigung erzielten die Tschechen im selben Spielzug das 3:2. Das Tor zählte, obwohl laut Regelbuch eine Zwei-Minuten-Strafe wegen zu vieler Spieler fällig gewesen wäre. Kanada rettete sich noch in der regulären Spielzeit zum 3:3 und entschied die Partie schließlich in der Overtime. Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack: Ohne das irreguläre Tor hätte das Spiel womöglich einen anderen Verlauf genommen und Kanada hätte sich die kräftezehrende Verlängerung sparen können.

Leon Draisaitl benutzt ungewöhnlichen Senf-Trick gegen Muskelkrämpfe.
Quelle: IMAGO / HMB-Media

Senf-Kur auf der Bank: Leon Draisaitls skurriler Geheimtrick gegen Krämpfe

Das olympische Viertelfinale am Mittwoch endete für die deutsche Eishockey-Auswahl mit einer bitteren 2:6-Niederlage gegen die Slowakei. Doch während das sportliche Aus die Schlagzeilen dominiert, sorgt eine Szene um Kapitän Leon Draisaitl für Erstaunen. Im Gruppenspiel gegen die USA wurde der NHL-Star der Edmonton Oilers dabei beobachtet, wie er auf der Bank zu einer ungewöhnlichen Erfrischung griff: einer kleinen Tüte Senf. Was nach einer verlorenen Wette aussieht, hat einen medizinischen Hintergrund. Gegenüber Eurosport erklärte Draisaitl: „Senf ist total gut gegen Krämpfe. Der wirkt meiner Meinung nach am besten. Wenn ich das Gefühl habe, dass es zu einem Krampf kommen könnte, bin ich da ein bisschen proaktiv und haue mir das rein.“ Was skurril wirkt, hat eine wissenschaftliche Basis: Die im Senf enthaltene Essigsäure regt die Durchblutung der beanspruchten Muskulatur an und könnte dabei helfen Krämpfe zu verhindern.

Amber Glenn ist bei der Wertung in Tränen ausgebrochen.
Quelle: IMAGO / Kyodo News

Tränen statt Traumstart bei Amber Glenn

Amber Glenn reiste als Mitfavoritin nach Italien und verließ bereits das Kurzprogramm tief enttäuscht. Beim geplanten dreifachen Rittberger patzte die US-Amerikanerin, das Element wurde nicht gewertet. Statt Medaillenkurs: Rang 13 und fast zehn Punkte Rückstand auf Bronze. Als die Wertung erschien, brach sie sichtbar zusammen und weinte im Kiss-and-Cry-Bereich. Der Moment wiegt für sie besonders schwer, da ihr Weg hierhin alles andere als leicht war. In ihrer Jugend kämpfte sie mit Depressionen, Angstzuständen und einer Essstörung. In einem Porträt des Magazins Time sagte sie rückblickend: „Ich dachte, ich komme nirgendwo hin … ich wollte gar nichts mehr.“ Die toxische Vergleichskultur im Eiskunstlauf habe ihre Krise verstärkt. Kurz vor dem Auftritt bekam Glenn sogar noch prominente Unterstützung: Popstar Madonna schickte ihr eine Videobotschaft zur Kürmusik „Like a Prayer“: „Ich war absolut überwältigt … hol dir dieses Gold!“ Doch sportlich erfüllte sich dieser Wunsch nicht.

Unter den Zuschauer*innen fieberten unter anderem auch Ilia Malinin, Snoop Dogg und Halle Bailey mit. 

Christopher Grotheer beendete seine Karriere, ohne, dass seine Frau es wusste,
Quelle: IMAGO / Funke Foto Services

Grotheer beendet Karriere – seine Frau weiß von nichts

Als Christopher Grotheer im Deutschen Haus gefeiert wird, läuft ausgerechnet ein Song mit der Zeile „Bronze, Silber und Gold hab’ ich nie gewollt“. Für jemanden, der jahrelang alles auf olympische Medaillen ausgerichtet hat, wirkt das fast ironisch. Denn kurz zuvor hatte der Skeleton-Olympiasieger im ARD-Interview sein Karriereende verkündet. „Es ist immer noch ein bisschen hart zu sagen, aber das war heute mein Karriereende“, erklärte Grotheer nach seinem letzten Rennen , einem Bronze-Lauf gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerin Jacqueline Pfeifer. Für sie ein emotionaler Moment: „Ich habe jetzt schon zweimal geweint… Er hat alles erreicht, was man erreichen kann.“ Die Entscheidung fiel laut Grotheer extrem spontan. „Ich habe mit ,Jacka’ angefangen – jetzt hört es so auf“, sagte er. Künftig wolle er höchstens noch mit Tochter Elsa rodeln – „aber nicht mehr mit dem Kopf voran“. Überraschend kam die Nachricht auch für Ehefrau Mary-Ann. Während der Feier bekam sie Glückwunsch-Nachrichten aufs Handy, doch sie wusste von nichts. „Das war totale Überrumpelung, mir kamen Tränen der Freude“, erzählte sie. Statt Ärger überwog Erleichterung: „Mir ist eine Last von den Schultern gefallen.“

Zum Abschluss richtete Grotheer eine Liebeserklärung an sie: „Meine Frau hat mir ermöglicht, meinen Traum zu leben. Ich bin überglücklich.“ 

Lindsey Vonn teilte nach ihrem Sturz ein Statement, das es in sich hat.
Quelle: IMAGO / ZUMA Press Wire

Nach Horrorsturz: Lindsey Vonn teilt Statement

Nach ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt von Cortina hat sich Lindsey Vonn erstmals aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet. In einem emotionalen Instagram-Statement deutete die 41-Jährige ihr Karriereende an: „Es war kein Ende wie im Bilderbuch oder im Märchen, es war einfach das Leben.“

Die US-Amerikanerin erklärte, dass letztlich nur „fünf Zoll“ über ihr Schicksal entschieden hätten. Um diese umgerechnet knapp 13 Zentimeter sei sie zu nah an ein Tor geraten, habe sich mit dem Arm verfangen und die Kontrolle verloren. Die Folge war eine komplexe Schienbeinfraktur, die weitere Operationen nach sich ziehen wird. Kritik an ihrem Start trotz gesundheitlicher Vorbelastung wies sie dabei klar zurück: „Mein Kreuzbandriss und andere Verletzungen aus der Vergangenheit hatten nichts damit zu tun.“ Trotz der massiven Schmerzen blickt Vonn ohne Bitterkeit auf ihr Comeback zurück: „Ich bereue nichts.“ Es sei ein unglaubliches Gefühl gewesen, im Starthaus noch einmal eine echte Siegchance gespürt zu haben. Das Scheitern gehöre für sie zum Mut dazu: „Manchmal fallen wir. Manchmal brechen unsere Herzen. Manchmal erreichen wir nicht die Ziele, die wir uns stecken. Doch das ist auch die Schönheit des Lebens. [...] Der einzige Fehler im Leben ist es, Dinge nicht zu probieren.“

Während Vonn selbst philosophisch blieb, sprachen ihr Umfeld und Expert*innen bereits von einem endgültigen Abschied. Ihr Vater Alan Kildow stellte klar: „Sie ist 41 Jahre alt und das ist das Ende ihrer Karriere. Es wird keine weiteren Skirennen für Lindsey Vonn geben.“ Auch ARD-Experte Felix Neureuther bezeichnete den Auftritt in Italien als ihren „Last Dance“ und wünschte ihr eine vollständige Genesung für ein normales Leben nach dem Leistungssport.

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„Mein Bein ist in Trümmern“ – Lindsey Vonn gibt Verletzungs-Update

Lindsey Vonn meldet sich nach ihrem schweren Sturz mit eindringlichen Worten auf Instagram bei ihren Fans. Die frühere Ski-Königin zeigt auf Social Media, wie ernst ihre Lage wirklich ist. Nach ihrer Rückkehr in die USA erklärte sie, die Verletzung gehe weit über einen einfachen Bruch hinaus. „Meine Verletzung war deutlich ernster als nur ein gebrochenes Bein“, schrieb sie. „Mein Bein ist immer noch in Trümmern, aber ich bin endlich zu Hause.“ Dazu veröffentlichte sie Aufnahmen ihres Rücktransports vom Flughafen in Venedig. Vonn blickt ihrem Zustand überraschend positiv entgegen: „Ich freue mich ernsthaft über die nächste OP“, erklärte sie. Dabei werde ein Fixateur entfernt, was ihr wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit geben soll.

Agnes Reisch spricht bei dem olympischen Spielen über ein wichtiges Thema.
Quelle: IMAGO / Eibner

Skispringerin spricht über Periode – und wird dafür kritisiert

Die deutsche Skispringerin Agnes Reisch verzichtete am Samstag, den 14.02 auf ihren dritten Trainingssprung – einen Tag vor dem Medaillenwettkampf. Grund: Menstruationsbeschwerden. „Ich habe heute meine Tage bekommen. Dann bin ich immer super ängstlich“, erklärte sie offen. Eine Entscheidung, die eigentlich nur eins zeigt: verantwortungsbewusstes Handeln. Wer bei Angstzuständen und körperlicher Anspannung trotzdem von der Großschanze springt, riskiert ernsthafte Verletzungen. Teamkollegin Selina Freitag lobte Reisch: „Meine Gesundheit und mein Körper gehen vor.“ Doch viele Reaktionen in den sozialen Medien unter einem Instagram-Post waren ziemlich negativ. Nutzerinnen und Nutzer warfen Reisch vor, Ausreden zu erfinden oder „peinlich“ zu sein. Manche empfahlen sogar, die Pille zu nehmen, um den Zyklus den Wettkämpfen anzupassen – völlig ohne Blick auf mögliche Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Thromboserisiko: „Ich hörte mal, dass solch natürliche Bremsen mit der Gabe der Pille über 6 bis 8 Wochen, solche ,Probleme‘ löst“, schreibt beispielsweise ein User. Die Debatte zeigt ein grundsätzliches Problem: Unwissen und Ignoranz gegenüber Frauenkörpern im Sport. Zwar dürfen Skispringerinnen nun endlich wie ihre männlichen Kollegen von der Großschanze starten, echte Gleichberechtigung bedeutet aber mehr: die Realität von Frauen ernst nehmen. In einer BBC-Umfrage gaben 60 % der Athletinnen an, dass die Periode ihre Leistung beeinflusst. 40 % fühlten sich unwohl, mit Trainer*innen darüber zu sprechen. Wer Sportlerinnen auffordert, Beschwerden zu ignorieren, verlangt im Kern, den eigenen Körper unsichtbar zu machen und gefährdet so Gesundheit und Sicherheit.

Schockierende Szenen: Atle Lie McGrath lief nach seinem Aus wütend in den Wald.
Quelle: IMAGO / Xinhua

Nach dem Aus: McGrath verschwindet im Wald

Für Atle Lie McGrath lief es bei den Olympischen Spielen richtig bitter. Der Norweger führte im Slalom, als ihm ein Fehler unterlief: Er berührte eine Stange und schied damit aus. Frustriert schleuderte er seine Skistöcke weg, schnallte die Ski ab und rannte einfach Richtung Wald.

„Es war ein total surrealer Moment. So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte McGrath später. „Ich brauchte einfach Abstand. Ich dachte, dass ich Ruhe finde, aber die Fotografen und die Polizei haben mich im Wald entdeckt.“ Der Slalom hatte für ihn emotional eine besondere Bedeutung: Nur zehn Tage zuvor war sein Opa gestorben. „Normalerweise kann ich Niederlagen gut einordnen, aber diesmal war alles anders. Ich habe jemanden verloren, den ich sehr liebe. Das macht es besonders schwer“, erklärte der Norweger. Schon bei der Team-Kombination trug er einen schwarzen Trauerflor am Arm, zwei Tage später wurde er im Riesenslalom Fünfter. „Sportlich gesehen war das mein schlimmster Moment“, sagte McGrath. „Es ist nicht der schlimmste Moment meines Lebens, aber wohl der härteste in meiner Karriere. Ich brauche Zeit, um das zu verarbeiten.“ Ob er in diesem Winter noch einmal im Weltcup startet, ist unklar.

Deutschland verpasst wegen schlechtem Wetter eine Medaille.
Quelle: IMAGO / Ulrich Wagner

Skisprung-Drama: Abbruch kostet Deutschland Bronze

Ist das bitter! Deutschlands Super-Team verpasst am Montag, den 16.02 eine mögliche Skisprung-Medaille, weil der Wettbewerb wegen heftigen Schneefalls vorzeitig beendet wurde. Philipp Raimund und Andreas Wellinger fehlen am Ende winzige 0,3 Punkte auf Bronze. Gold geht an Österreich, Silber an Polen, Bronze an Norwegen. Im neuen Format springt jeder Athlet dreimal. Kurz vor den letzten sechs Sprüngen wird das Wetter chaotisch: dichter Schneefall und Aufwind sorgen für extreme Bedingungen. Raimund nutzt den Rückenwind und segelt auf starke 136 Meter – Deutschland darf plötzlich vom Treppchen träumen. Doch als Polens Kacper Tomasiak bei schwierigen Verhältnissen landet, greift die Jury durch: Abbruch, gewertet wird nach Durchgang zwei. Raimund zeigt sich frustriert und hätte sich eine Fortsetzung gewünscht: „Sie hätten weitermachen sollen. Das wäre der spannendste Wettkampf überhaupt geworden. Ich habe gezeigt, dass ich die Schanze geknackt habe. Es ist einfach nur Scheiße. Es sind sehr viele Sachen unglücklich gelaufen. Die hätten doch auch 15 Minuten warten können. Aber die Jury entscheidet.“ Auch Bundestrainer Stefan Horngacher hadert mit der Entscheidung. Er erklärt im Interview: „Ende gut, gar nix gut. So ist es eben. Aber warum die nicht warten, ich verstehe es nicht. (...) Jetzt brauch ich ein Frust-Bier.“ Zu diesem Zeitpunkt liegt Deutschland hauchdünn hinter Bronze – ein Rückstand, der im letzten Durchgang noch aufzuholen gewesen wäre.

Beim Spiel von Schweden gegen Kanada kam es zu einem Schummel-Vorwurf.
Quelle: IMAGO / TT

Eklat beim Curling: Schummelei-Vorwürfe bei Schweden vs. Kanada

Beim olympischen Curling-Match zwischen Kanada und Schweden eskalierte ein Streit um angebliches falsches Spiel. Nach dem 8:6-Sieg der Kanadier von Team Brad Jacobs warfen die Schweden dem Sportler Marc Kennedy vor, einen Stein nach der „Hog Line“ nochmals berührt zu haben, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Kennedy reagierte auf dem Spielfeld sofort wütend: „Ich habe das nicht ein einziges Mal gemacht.“ Schwedens Oskar Eriksson blieb bei seinem Vorwurf: „Ich zeige dir nach dem Spiel ein Video, wo es zwei Meter über der Linie ist.“ Kurz darauf rief Kennedy laut: „Come on, Oskar. Just f**k off!“ – übersetzt: „Komm schon Oskar, verpiss dich einfach!“

Die World Curling Federation (WCF) schaltete sich sofort ein. Sie stellte ein einer Erklärung klar, dass ein erneutes Berühren des Steins vor der Linie erlaubt ist. Ein Regelverstoß von Kennedy wurde nicht festgestellt, er wurde nur wegen der ruppigen Ausdrucksweise verwarnt. Schweden-Kapitän Niklas Edin betonte nach dem Spiel: „Wir haben keinen Grund, zu lügen. Alle Spiele werden gefilmt, es gibt viele Kameras. Wenn sie sagen, sie hätten den Stein berührt, stimmt das wahrscheinlich.“ Kennedy erklärte, wie der Focus zitiert: „Es wird hitzig da draußen, es ist immer ein Kampf. Wir haben schon unzählige Male gegeneinander gespielt.“

Nach den Schummel-Vorwürfen gegen Kanada sollen neue Überwachungsregeln gelten. Doch die kommen nicht wirklich gut an.
Quelle: IMAGO / Bildbyran

Curling-Chaos bei Olympia: Kennedy kritisiert neue Überwachung

Nach dem Curling-Eklat bei den Olympischen Spielen sorgt Kanadas Marc Kennedy für neue Diskussionen. Der Spieler hatte zuletzt Schummeleien vorgeworfen bekommen, weil er angeblich den Stein mehrfach berührt haben soll. Daraufhin kündigte der Weltverband WCF an, bei kommenden Spielen zwei Offizielle zu stationieren, die jede Steinabgabe genau beobachten sollen. Kennedy findet das problematisch: „Es ist unglücklich, dass Athletinnen und Athleten mitten im Wettbewerb an etwas ändern müssen, woran sie seit acht oder zehn Jahren arbeiten.“ Auch Kanadas Trainer Paul Webster kritisierte den Zeitpunkt der Maßnahme: „Wir versuchen hier während Olympia etwas schnell zu reparieren. Ich halte das für den falschen Weg.“ In den ersten Spielen nach der Anpassung kam es immer wieder zu Diskussionen und Sanktionen. Bereits einen Tag später lockerte der Weltverband die neue Regel wieder: Die beiden Schiedsrichter sollen nun nur noch auf Antrag der Teams die Abgaben kontrollieren. Webster unterstrich die Kritik: „Keiner der Offiziellen hat das je in einem Lehrgang gelernt. Wir sind nicht bei einem Turnier in Saskatchewan, wir sind bei Olympischen Spielen.“

Benoit Richaud ist ein Choreograph für den Eiskunstlauf.
Quelle: IMAGO / Belga

Jacken-Wechsel macht Benoit Richaud zum Olympia-Phänomen

In der Milano Ice Skating Arena sorgt ein Mann für fast genauso viel Aufmerksamkeit wie die Läufer auf dem Eis: Benoit Richaud. Der französische Star-Choreograf ist bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Dauereinsatz – und wird nebenbei zum Social-Media-Liebling. Nach beinahe jeder Kür sitzt er in der Kiss-and-Cry-Zone neben anderen Athlet*innen. Das Kuriose: Er trägt jedes Mal eine andere Teamjacke. Der Grund ist simpel: Richaud betreut 16 Eiskunstläufer*innen aus 13 Nationen. Entsprechend wechselt er im Minutentakt die Farben, mal Frankreich, dann Georgien, Kanada oder die USA. Videos dieser schnellen Outfit-Transformation verbreiten sich rasant, Memes feiern seine „logistische Meisterleistung“. Richaud nimmt den Wirbel gelassen: „Die Leute lachen, weil ich normalerweise immer Schwarz trage. Jetzt sind alle überrascht, mich in verschiedenen Farben zu sehen“, verrät er im BBC-Podcast „More than the Score“. Die Jacken deponiert er strategisch bei seinen Sportler*innen, um blitzschnell reagieren zu können. Zu seinen bekanntesten Schützlingen zählen Adam Siao Him Fa, Nika Egadze sowie das deutsche Duo Minerva Hase und Nikita Volodin.

Das norwegische Langlauf-Team wurde wegen eines Regelverstoßes bestraft.
Quelle: IMAGO / Revierfoto

Norwegens Langlauf-Team verstößt gegen die Regeln

Sie gewinnen und sorgen trotzdem für Diskussionen: Norwegens Langlauf-Stars um Johannes Høsflot Klæbo haben bei den Winterspielen bislang jeden Wettbewerb dominiert. Nach dem Staffelrennen rückte jedoch nicht nur die sportliche Überlegenheit in den Fokus, sondern ein Regelverstoß, der Fragen nach Fairness aufwarf. Laut Berichten testete ein norwegischer Servicemitarbeiter kurz vor dem Start Skier auf einer bereits gesperrten Loipe. Dadurch erhielt das Team zusätzliche Informationen über die Streckenbedingungen: ein Vorteil, den andere Nationen nicht hatten. Finnlands Topläufer Iivo Niskanen reagierte nach seinem Rennen mit deutlichen WOrten: „Es ist schon interessant, wenn die Loipen um Viertel nach elf gesperrt sind und ich neben dem Zaun stehe, während die Norweger die Skier testen. Vielleicht halten sich die von der FIS ja nicht mehr so an die Regeln …“ Der Weltverband International Ski and Snowboard Federation bestätigte den Verstoß und verhängte eine vergleichsweise milde Strafe: Beim nächsten Rennen darf Norwegen einen Servicetechniker weniger einsetzen. Der norwegische Verband erklärte: „Im Zusammenhang mit dem Skitest … hat einer unserer Skitechniker einen Fehler begangen. Der Skitechniker hat den Zeitpunkt der Sperrung der Loipe missverstanden.“

Zusätzlichen Zündstoff lieferte ein Vorfall aus dem Sprint: Eine norwegische Wachsmaschine durfte trotz ursprünglichen Verbots eingesetzt werden – aufgrund einer kurzfristigen Sondergenehmigung, über die andere Teams offenbar nicht informiert wurden. Deutschlands Sportdirektor Peter Schlickenrieder fand klare Worte: „Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Versagen der FIS-Verantwortlichen – zum wiederholten Male. Das ist einfach nur bitter.“

Die deutsche Biathlon-Staffel bekommt nach zwölf Jahren ihr verdientes Gold.
Quelle: IMAGO / Xinhua

Spätes Olympia-Gold: Deutsche Biathlon-Staffel nach zwölf Jahren geehrt

Ein ungewöhnlicher Moment olympischer Geschichte: Zwölf Jahre nach den Spielen von Sotschi bekommt die deutsche Biathlon-Staffel doch noch ihr Gold. Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp wurden nun bei einer feierlichen Zeremonie in Antholz ausgezeichnet. Für drei der vier Athleten ist es rückblickend der einzige Olympiasieg ihrer Karriere: Entsprechend emotional fiel der Moment aus. Der Ursprung liegt im Jahr 2014. Damals gewann Russland die Staffel, Deutschland wurde knapp geschlagen. Jahre später brachte eine Nachanalyse die Wende: Evgeny Ustyugov wurde 2020 positiv auf ein verbotenes Steroid getestet. Nach einem langen sportjuristischen Verfahren wurde die russische Staffel disqualifiziert, Deutschland rückte offiziell auf Rang eins vor. Das International Olympic Committee entschied, die neue Medaillenvergabe im Rahmen aktueller Winterspiele zu feiern. Auch organisatorisch lief die Neuverteilung symbolträchtig: Die alten Silbermedaillen wanderten weiter an Österreich, Bronze an Norwegen – Deutschland erhielt neue Goldmedaillen. Lesser kommentierte schmunzelnd im TV: „Ich denke mal nicht, dass das die Medaillen der Russen sind. Es sind keine Kratzer dran.“ 

Quentin Fillon Maillet hat eine ganz besondere Ankündigung.
Quelle: IMAGO / Xinhua

Gold und Baby-News: Fillon Maillet feiert Sieg 

Der Franzose Quentin Fillon Maillet gewann in Antholz den olympischen Sprint über zehn Kilometer mit einem nahezu perfekten Rennen: zweitbeste Laufzeit, fehlerfreies Schießen. Doch die emotionalste Szene spielte sich nach dem Zieleinlauf ab. Im Interview bei France Télévisions überraschte Fillon Maillet mit einer sehr persönlichen Nachricht: „Ich widme dieses Ergebnis meiner Partnerin, weil wir beide ein Kind erwarten. Sie hat mich in dieser Zeit unermüdlich unterstützt. Sie ist ein wundervoller Mensch.“ Für ihn und seine Partnerin Lydie ist es das erste gemeinsame Kind.

DOSB-Präsident Thomas Weikert geht gegen Hasskommentare vor.
Quelle: IMAGO / Chai v.d. Laage

Schutz für deutsche Olympia-Athleten: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hasskommentare

Die Olympischen Winterspiele sind nicht nur eine sportliche Bühne, sondern auch Ziel vieler digitaler Angriffe: Gegen Verfasser*innen von Hasskommentaren gegen deutsche Athlet*innen hat die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen eingeleitet. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) meldete, dass bereits über 1300 problematische Zuschriften und Kommentare identifiziert wurden. DOSB-Präsident Thomas Weikert betonte die Verantwortung für den Schutz der Athleten: „Wer für Deutschland antritt, verdient größtmöglichen Schutz“, so Weikert laut MDR. Um Sportler*innen vor unmittelbarer Konfrontation mit Beleidigungen, Drohungen oder rassistischen und sexistischen Inhalten zu bewahren, setzt der DOSB ein KI-System ein. Dieses analysiert Nachrichten in Echtzeit und filtert automatisch die problematischen Inhalte heraus.

Max Langenhan drückt nach seinem Gold-Sieg den Kanzler am Telefon weg.
Quelle: IMAGO / Xinhua

„Weggewischt“: Rodel-Olympiasieger Max Langenhan lässt den Kanzler warten

Nach seinem ersten Olympiasieg am Sonntag (08.02.2026) war Max Langenhan gerade in bester Gesellschaft, zumindest digital. Während er sich nämlich ein „cooles“ Gratulationsvideo der TV-Promis Carmen und Robert Geiss ansah, leuchtete plötzlich eine unbekannte Nummer auf seinem Display auf. Die Reaktion des frischgebackenen Champions? Kurz und schmerzlos: „Ich habe den Anruf so weggewischt“, gestand Langenhan lachend. Erst später wurde ihm klar, wen er da gerade eiskalt weggedrückt hatte: Es war Bundeskanzler Friedrich Merz höchstpersönlich, der dem neuen Rodel-König gratulieren wollte. Langenhan selbst nimmt diesen „kleinen Fauxpas“ mit Humor.  Trotz des verpassten Telefonats war der Kanzler nicht nachtragend. Auf Social Media würdigte Merz den Erfolg des Thüringers als „sensationelles Ergebnis“. Langenhan ließ sich von dem prominenten Intermezzo ohnehin nicht aus der Ruhe bringen. Am Donnerstag legte er mit der Teamstaffel direkt nach und sicherte sich seine zweite Goldmedaille.

Skeleton-Athlet Vladislav Heraskevych trägt eine Botschaft auf seinem Helm.
Quelle: IMAGO / GEPA pictures

Ukrainischer Skeleton-Pilot trotzt IOC-Verbot 

Der ukrainische Skeleton-Athlet Vladislav Heraskevych setzt ein Zeichen für seine im Krieg getöteten Freunde – selbst wenn es ihm bei den Olympischen Spielen in Cortina eine Disqualifikation einbringen könnte. Beim ersten Trainingslauf im Skeleton fuhr er Bestzeit, stieg aus dem Schlitten und hielt seinen Helm dann 30 Minuten lang in den Händen. Der Kopfschutz zeigt Bilder von 20 getöteten ukrainischen Sportler*innen, die Heraskevych persönlich kannte. Das IOC verbot diesen Helm, da politische Botschaften laut Olympischer Charta nicht erlaubt sind. Heraskevych ließ sich davon nicht einschüchtern, wie die welt ihn zitiert: „Ich werde diese Athlet*innen nicht verraten. Diese Athlet*innen haben ihr Leben geopfert. Wegen dieses Opfers kann ich hier sein, also werde ich sie nicht verraten“, erklärte er.

Er betont, dass ihm Menschenleben wichtiger sind als Medaillen: „Die Medaille ist wertlos im Vergleich zu Menschenleben und der Erinnerung an diese Athleten.“ Sollte das IOC ihn zwingen, den Helm zu ändern, stünde er vor Problemen: „Im Skeleton geht es um Hundertstelsekunden. Ich habe nur dieses Modell. Ein anderer Helm würde nicht passen, ich hätte keine Zeit, ihn anzupassen.“ Am Donnerstag, den 12.02. wurde der Sportler tatsächlich disqualifiziert.

Auch Felix Loch mischt sich im die Debatte um Wladyslaw Heraskewytsch ein.
Quelle: IMAGO / Eibner

„Am Ende geht es nicht um Politik.“ Helm-Streit eskaliert – auch Ex-Olympiasieger meldet sich zu Wort

Der Streit um den Gedenkhelm von Skeleton-Athlet Wladyslaw Heraskewytsch hat bei den Winterspielen eine riesige Welle ausgelöst. Kurz vor seinem Wettkampf wurde der Ukrainer ausgeschlossen, nachdem das Internationale Olympische Komitee seinen Helm mit Porträts gefallener ukrainischer Sportler als regelwidrig einstufte. Für Heraskewytsch ist das unverständlich: „Ich glaube weiterhin, dass der Helm keine Regeln verletzt“, sagte er im ZDF und betonte, er wolle die Abgebildeten nicht „betrügen“.

Die Szene bewegte auch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die unter Tränen erklärte: „Leider haben wir keine Lösung gefunden.“ Gleichzeitig verteidigte sie die Richtlinien zur Meinungsäußerung als Balanceakt.

Aus der Ukraine folgte heftige Kritik. Präsident Selenskyj schrieb auf Instagram: „Die olympische Bewegung sollte Kriege beenden, nicht Aggressoren stärken. Wir sind stolz auf Wladyslaw. Mut zu haben ist mehr wert als jede Medaille.“ Auch der deutsche Rodel-Olympiasieger Felix Loch stellte beim ZDF klar: „Am Ende geht es nicht um Politik. Er will nur seine Freunde und die Gefallenen ehren. Ich habe dabei Gänsehaut bekommen.“

Heraskewytsch kündigte an, vor den Court of Arbitration for Sport zu ziehen. Der Konflikt ist damit noch lange nicht vorbei.

Wurde das ukrainische Team stummgeschaltet?
Quelle: IMAGO / Eibner

Verdacht auf Zensur überschattet Olympia

Im olympischen Eiskanal sorgt nicht nur der Sport für Schlagzeilen, sondern erneut die Politik. Nach einem Lauf setzte die ukrainische Rodel-Staffel ein stilles Solidaritätszeichen für ihren zuvor disqualifizierten Skeleton-Kollegen. Gemeinsam gingen die sechs Rodler*innen auf die Knie und reckten ihre Helme in die Höhe. In der Leaders Box wollten die Athlet*innen anschließend offenbar auch eine Botschaft in Richtung Kameras senden, doch im TV war davon kaum etwas zu hören. Schnell entstand der Verdacht, der Ton könnte bewusst gedrosselt worden sein. ZDF-Moderator Jochen Breyer erklärte: „Da rufen die was. Man hört aber, dass der Ton runtergepegelt ist.“ Experte Johannes Ludwig sprach von einem Vorgang, der „schon äußerst fragwürdig“ wirke und erinnerte an die Bedeutung der Meinungsfreiheit. Breyer legte nach: Sollte ein Eingriff erfolgt sein, „grenzt das ja tatsächlich schon an Zensur“

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Biathlon-Star Sturla Holm Laegreid beichtet Seitensprung live im TV

Eigentlich hätte der 10. Februar 2026 für Sturla Holm Laegreid ein Tag der ungetrübten Freude sein sollen: Bei den Olympischen Winterspielen in Antholz sicherte sich der norwegische Biathlon-Star im 20-Kilometer-Einzel die Bronzemedaille – sein zweites Edelmetall nach Olympia 2022. Doch der sportliche Erfolg wurde jäh von einem privaten Drama überschattet. Unmittelbar nach dem Rennen brachen im Interview mit dem norwegischen Sender NRK alle Dämme. Unter Tränen legte Laegreid ein pikantes Geständnis ab und gab öffentlich zu, seiner Freundin fremdgegangen zu sen: „Vor sechs Monaten habe ich die Liebe meines Lebens kennengelernt. Die schönste, wundervollste Person auf der Welt. Und vor drei Monaten habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen und sie betrogen. Und das habe ich ihr vor einer Woche gestanden. Es war die schlimmste Woche meines Lebens.“

Sturla Holm Laegreid bereute seinen Gefühlsausbruch schon kurz nach dem Geständnis.
Quelle: IMAGO / Xinhua

„Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt“: Sturla Holm Laegreid reagiert nach Geständnis

Trotz der Selbstkritik an dem gewählten Zeitpunkt gibt es für Sturla Holm Laegreid einen klaren Grund, warum er sein Privatleben so drastisch vor die Kameras zerrte: Er möchte seine Beziehung retten. Nur wenige Stunden nach dem Tränenausbruch in Antholz reflektierte der Sportler sein Verhalten und gestand ein: „Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt“. Viele Fans und Zuschauer*innen waren von den Aussagen irritiert. Die negative Resonanz auf sein Timing kann er mittlerweile nachempfinden: „Ja, das verstehe ich sehr gut, und ich sehe es jetzt selbst im Nachhinein“, so Laegreid zur Kritik an seinen Aussagen.

Hinter dem hochemotionalen TV-Auftritt steckte jedoch ein verzweifelter Versuch, seine Ex-Freundin zurückzugewinnen. Der Biathlon-Star betonte, dass er trotz des Fehltritts die Hoffnung noch nicht begraben habe: „Ich bin noch nicht bereit aufzugeben. Ich hoffe, dass das zeigt, wie sehr ich sie liebe. Ich trage die Konsequenzen für das, was ich getan habe und bereue es von ganzem Herzen“, so Laegreid weiter.

Die Ex-Freundin von Biathlet Sturla Holm Lægreid äußert sich.
Quelle: IMAGO / TT

Ex-Freundin äußert sich zu Liebesschwur bei Olympia

Die Ex-Freundin des norwegischen Biathleten Sturla Holm Lægreid zeigt wenig Verständnis für dessen öffentliche Liebeserklärung bei den Olympischen Spielen. „Das ist schwer zu verzeihen“, sagte sie der norwegischen Zeitung Verdens Gang über die Untreue des Bronzemedaillengewinners. „Selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt.“ Sie betonte: „Ich habe mir nicht ausgesucht, in dieser Position zu sein, und es ist schwer zu ertragen. Wir hatten Kontakt und er kennt meine Meinung dazu.“

Sie nutzte die Gelegenheit auch, um sich bei ihrer Familie, Freundinnen und Unterstützerinnen zu bedanken: „Danke an alle, die mich aufgefangen haben und mir beigestanden haben, auch denen, die mich nicht kennen, aber mit mir gefühlt haben.“ 

Ilia Malinin macht einen Backflip auf dem Eis. Dieser führte lange zu Punktabzug.
Quelle: IMAGO / ZUMA Press

Ilia Malinin bringt lange verbotenen Backflip wieder aufs Eis

Ilia Malinin stiehlt in Mailand auf dem Eis allen die Show. Nach einem fehlerfreien Kurzprogramm führt der US-Amerikaner das Feld mit 108,16 Punkten an, ein deutlicher Vorsprung vor seinem Rivalen Yuma Kagiyama. Doch es waren nicht nur die Punkte, die für Begeisterung sorgten, sondern ein ganz spezieller Moment: Malinin zeigte einen Rückwärtssalto, der bis vor kurzem noch streng verboten war. Jahrzehntelang verbannte der Weltverband ISU das Element wegen der hohen Verletzungsgefahr aus den Stadien. Wer es trotzdem wagte, wie Surya Bonaly 1998, wurde mit Punktabzug bestraft. Erst seit dieser Saison ist der Backflip wieder erlaubt. Er zählt zwar offiziell nicht als technisches Element, wertet aber die Choreografie massiv auf und bringt die Halle natürlich zum Kochen. Und das ist genau das Ziel, denn Eiskunstlauf hatte jahrelang mit sinkenden Quoten zu kämpfen. Die ISU erkannte, dass der Sport im Vergleich zu Extremsportarten oder TikTok-Trends zu „verstaubt“ wirkte. Der Backflip ist das ultimative Show-Element, das junge Zuschauer anzieht.

Gleich mehrere Sportler*innen hatten einen schweren Unfall im Halfpipe-Wettbewerb.
Quelle: IMAGO / justpictures.ch, IMAGO / AAP

Mehrere schwere Unfälle im Halfpipe-Wettbewerb

Der Halfpipe-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen wurde erneut von einem schweren Unfall überschattet. Die chinesische Snowboarderin Liu Jiayu überschlug sich in der Qualifikation und blieb zunächst regungslos im Schnee liegen. Rettungskräfte kümmerten sich mehrere Minuten um die Ex-Weltmeisterin, bevor sie unter Applaus mit einem Schlitten abtransportiert wurde. Über ihren Gesundheitszustand gab es zunächst keine Informationen. Zuvor hatte bereits Cameron Bolton aus Australien im Training einen schweren Sturz erlitten. Er brach sich zwei Halswirbel. „Vor ein paar Tagen habe ich beim Training einen Fehler gemacht und den Preis dafür bezahlt. Ich habe mir mehrere Brüche im Nacken und Rücken zugezogen, aber die Bänderverletzungen verschlimmern die Situation und machen sie ernster“, erklärte Bolton über Social Media. Die australische Chef de Mission Alisa Camplin berichtete in Livigno, Bolton sei trotz der Verletzung guter Dinge und werde von seiner Frau begleitet: „Cam wollte seinen Teamkollegen klarmachen, was passiert ist, dass es ihm gut geht und er gut versorgt wird.“

Ein Skandal erschüttert die olympischen Winterspiele.
Quelle: IMAGO / Xinhua

Skispringen im Skandal: P***s-Injektionen zweifeln an Glaubwürdigkeit

2026 erschüttert ein bizarrer Skandal das Skispringen: Berichten zufolge lassen sich Athleten mithilfe von Hyaluronsäure-Injektionen im Genitalbereich vergrößern, um im Anzug einen Vorteil zu erlangen. Ein größerer Schritt ermöglicht nämlich ein tieferes Ansetzen des Anzugs, was die erlaubte Stofffläche vergrößert. Mehr Stoff bedeutet mehr Tragfläche und potenziell entscheidende Meter in der Luft. Eine offizielle Bestätigung gibt es dazu bisher nicht.  Die WADA reagierte bereits auf die Vorwürfe. Präsident Witold Banka erklärte in Italien: „Ich versichere Ihnen, dass ich dieser Sache nachgehen werde.“ Generaldirektor Olivier Niggli ergänzte bei der BBC: „Wenn etwas ans Licht kommen sollte, würden wir prüfen, ob es mit Doping zu tun hat.“ AuchFIS-Materialchef Mathias Hafele zeigt sich entschlossen, die Integrität des Sports zu schützen: „Es ist das A und O, dass es keine Ausnahmen gibt, sonst funktioniert das ganze System nicht“, sagte er beim tagesspiegel.

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US-Rodlerin Sophia Kirkby sucht bei Olympia ihr Valetines-Date

Bei den Olympischen Winterspielen steht für die US-Rodlerin Sophia Kirkby mehr als nur der sportliche Erfolg auf dem Spiel. Sie nutzt die große Bühne auch für die Suche nach der großen Liebe. Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein vermarktet sie sich auf Instagram bereits „als die begehrteste Junggesellin im olympischen Dorf.“ 

Nachdem sie ihre olympische Premiere im Doppelsitzer absolviert hat, richtet sich ihr Fokus auf ein ganz anderes Ereignis: den Valentinstag. Da dieser zeitlich genau in die Spiele fällt, möchte sie ihre Fans an ihrem Abenteuer teilhaben lassen. „Ich bin Single und dachte, es wäre interessant für die Leute, das Dating-Leben einer Olympionikin während der Spiele mitzuerleben. Es passt perfekt, denn der Valentinstag fällt mitten in die Spiele“, so Kirkby. Nach ihrem Wettkampf plant sie, die verbleibende Zeit im Dorf voll auszukosten und sich „etwa anderthalb Wochen Zeit gibt, einfach mal als Erwachsene auf einem Spielplatz zu sein“. Dazu gehört für sie auch die Nutzung von Dating-Apps. Bei der Suche nach dem passenden Gegenstück hat die Sportlerin bereits eine humorvolle Vorauswahl getroffen und einige Disziplinen aussortiert: „Beim Rodeln kenne ich schon alle. Bobfahren – das mache ich nicht noch mal. Skeleton – ich glaube, die haben alle Freundinnen. Beim Curling – ich weiß nicht, wie die Athleten so sind, aber ich stelle mir einfach lauter Väter vor“, erklärte die US-Rodlerin. Sollte sich unter den Sportkollegen kein passender Kandidat finden, weitet sie ihren Suchradius gerne aus. „Wenn ich also keine Olympioniken finde, bin ich sehr offen für Dates mit Fans“, betonte Kirkby, die sich damit quasi als Live-Version einer „Olympia-Bachelorette“ inszeniert.

Philipp Raimund gewinnt Gold. Doch ein Skandal aus der Vergangenheit lässt ihn nicht los.
Quelle: IMAGO / Kyodo News

Philipp Raimund gewinnt Gold – doch ein Gedanke lässt ihn nicht los

Obwohl die Trainingsleistungen der deutschen Skispringer bereits auf Edelmetall hoffen ließen, übertraf das Endergebnis selbst die kühnsten Erwartungen: Philipp Raimund ist Olympiasieger. Mit beeindruckenden Sätzen auf 102 und 106,5 Meter sprang er zu Gold (und zu 30.000 Euro Prämie). Während Silber an den Polen Kacper Tomasiak ging, teilten sich Ren Nikaido (Japan) und Gregor Deschwanden (Schweiz) den Bronzerang. Der Triumph löste pure Ekstase aus. In seiner gewohnt forschen Art brüllte der nun als „Gold-Hille“ oder „Rai uno“ gefeierte Raimund ein ungläubiges „Ach du Scheiße, Alter!“ in den Nachthimmel, während selbst der sonst so ruhige Bundestrainer Stefan Horngacher auf dem Trainerturm völlig die Fassung verlor.

Trotz des Goldrausches blieb ein Moment der Wehmut nicht aus. Die einstige enge Freundschaft zum Norweger Marius Lindvik ist seit dem „Anzugskandal“ von Trondheim Geschichte. Lindvik war 2025 WM-Silber aberkannt worden, nachdem ein Video Manipulationen an seinem Material enthüllt hatte. Raimund fand deutliche Worte für die Enttäuschung über seinen ehemaligen Kumpel, denn er hätte diesen Olympiasieg gerne mit ihm gefeiert: „Ich hatte ihn wirklich als Freund betrachtet. Aber nach dem Vorfall in Trondheim fühlte es sich wie ein Verrat an, wie ein Schlag ins Gesicht.“  Besonders das menschliche Verhalten nach dem Skandal belastet den frischgebackenen Olympiasieger bis heute: „Wir waren ziemlich gut befreundet, bevor das alles passiert ist. Wir haben zusammen Videospiele gespielt und zusammen live gestreamt. Aber ich habe nie eine Entschuldigung oder Ähnliches bekommen. Das macht mich aus menschlicher Sicht etwas traurig.“

Marius Lindvik äußert sich zum Bruch mit Philipp Raimund
Quelle: IMAGO / NTB

„Den Mund in den Medien ein bisschen zu weit aufgemacht“: Marius Lindvik zum Bruch mit Philipp Raimund

Im Rahmen der Pressekonferenz nach seinem Silber-Gewinn mit dem Mixed-Team bezog Marius Lindvik am Dienstag, den 10.02.2026 gegenüber t-online Stellung zum unterkühlten Verhältnis zwischen ihm und seinem ehemaligen deutschen Weggefährten Philipp Raimund. Der Norweger ließ dabei keinen Zweifel daran, dass die Verantwortung für das Ende ihrer Verbundenheit beim deutschen Top-Athleten liege. „Wir waren enge Freunde“, unterstrich Lindvik, verwies jedoch auf einen entscheidenden Wendepunkt: „Nach letzter Saison hat er den Mund in den Medien ein bisschen zu weit aufgemacht. Danach wollte ich nicht mehr so eng mit ihm befreundet sein. Es ist auf jeden Fall traurig.“

Auf der anderen Seite signalisierte der deutsche Skisprung-Star zwar grundsätzliche Gesprächsbereitschaft, knüpfte diese jedoch an eine Entschuldigung. Er räumte ein, dass Fehler zum Menschsein dazugehören würden: „Wenn einer von ihnen zu mir käme und sagen würde: ‚Hey, es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist', dann würde ich ihnen wahrscheinlich verzeihen und sagen: ,Hey, wisst ihr was, wir sind auch nur Menschen, so etwas passiert eben. Wir konzentrieren uns einfach gemeinsam auf die Zukunft.‘“

Die Sportlerin und Influencerin Jutta Leerdam gewinnt Gold bei Olympia. Zuvor sorgte sie mit Skandalen für Wirbel.
Quelle: IMAGO / Xinhua

Umstrittene Eisschnellläuferin Jutta Leerdam gewinnt Goldmedaille

Jutta Leerdam hat es geschafft: Die niederländische Eisschnellläuferin feierte bei den Olympischen Winterspielen in Italien den bisherigen Höhepunkt ihrer Laufbahn. Über ihre Paradestrecke, die 1.000 Meter, sicherte sich die Sportlerin die Goldmedaille und verwandelte den Frust von Peking – wo sie vor vier Jahren noch knapp mit Silber gescheitert war – in puren Triumph. Mit einer neuen olympischen Rekordzeit von 1:12,31 Minuten ließ sie der Konkurrenz keine Chance. Doch die Niederländerin ist auch neben dem Sport bekannt: Mit fünf Millionen Instagram-Follower*innen ist sie ein globaler Social-Media-Star. Zudem ist sie mit dem US-Influencer und Boxer Jake Paul liiert, der sie lauthals auf der Tribüne anfeuerte. Trotz ihrer sportlichen Ausnahmestellung bleibt Leerdam umstritten, insbesondere in ihrer niederländischen Heimat. Ihr exzentrischer Lebensstil sorgt immer wieder für Diskussionsstoff: Für Schlagzeilen sorgte sie bereits bei der Anreise, als sie – anders als ihre Teamkolleginnen – im Privatjet zu den Spielen flog. Zudem belastete eine Mediensperre das Verhältnis zur Öffentlichkeit, da sie im Vorfeld der Entscheidung jeglichen Kontakt zur schreibenden Presse verweigerte, um sich vollends auf ihren Wettkampf zu fokussieren.

Sie und auch andere Sportlerinnen zeigen sich selbstbestimmt und freizügig im Netz!

Lea Wagner und Sven Hannawald sind nach dem Sieg von Raimund völlig losgelöst.
Quelle: IMAGO / Sportfoto Rudel

Emotionale Szenen im TV: Tränen der Freude bei Wagner und Hannawald

Nicht nur die Fans an der Schanze, auch das Moderations-Duo der ARD zeigte sich vom sensationellen Gold-Flug Philipp Raimunds völlig überwältigt. Als die Kamera nach dem nervenaufreibenden Finale zu Lea Wagner und Sven Hannawald schaltete, war die Rührung greifbar. „Wir können es, glaube ich, selbst noch nicht so richtig fassen“, gestand Wagner mit stockender Stimme. Experte Sven Hannawald bemerkte die Tränen seiner Kollegin sofort und rief in Richtung des Kommentators Tom Bartels: „Tom, ich sehe Pipi in den Augen!“ Wagner, die sich die Augen mit ihren Winterhandschuhen trocknete, machte aus ihren Gefühlen keinen Hehl: „Ja, ich habe ein bisschen geweint.“ Auch Hannawald selbst war außer sich vor Begeisterung über den Coup des Oberstdorfers: „Sensationell! Dass man so etwas erleben kann, wirklich sensationell.“

Für Lea Wagner war dieser Sieg besonders bewegend, da sie an die schwierigen Momente Raimunds während der Vierschanzentournee erinnerte. Damals war er gesundheitlich angeschlagen und weit hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben. Doch schon damals bewies er seinen Fokus auf das große Ziel: „Er hat uns angeguckt und mit seiner krächzenden Stimme gesagt: ‚Naja, es gibt ja noch ein Highlight. Es gibt ja noch Olympia diese Saison‘“, erinnerte sich Wagner. Dass Raimund dieses mutige Versprechen eingelöst hat, sorgte für Fassungslosigkeit und Bewunderung im Studio gleichermaßen: „Und jetzt macht er das“, staunte die Moderatorin über den neuen Olympiasieger.

Die Outfits bei der Olympia-Eröffnunsfeier kommen bei den Fans nur teilweise gut an.
Quelle: IMAGO / Romans Koksarovs

Die Outfits der Deutschen bei der Eröffnungsfeier

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind eröffnet und die Eröffnungsfeier wurde schnell auch zur Modenschau der Nationen. Gefeiert wurde nicht nur in Mailand, sondern auch in Livigno, Predazzo und Cortina, wo Teams aus aller Welt mit auffälligen Looks einliefen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam jedoch das deutsche Team. Schwarzer Poncho, Anglerhut und rote sowie goldene Akzente sorgten für ordentlich Diskussionen. Einige Zuschauer*innen fühlten sich eher an einen Angelausflug erinnert als an Olympia. Das Team nahm den Spott allerdings sehr gelassen und spielte mit: In einem Video ist zu sehen, wie Bob-Anschieber Joshua Tasche beispielsweise die Angel-Kritik bei der Parade humorvoll nachspielte, indem er sich wie ein zappelnder Fisch auf den Boden legte, während seine Kolleg*innen imaginäre Angeln nach ihm auswarfen. Bobpilot Adam Ammour kommentierte hier nur augenzwinkernd: „Das deutsche Angelteam ist bereit für Olympia.“

Neben den Outfits geraten auch die Freund*innen der Stars ins Rampenlicht.

Der Sohn von Francesca Lollobrigida sorgte bei den olympischen Spielen für Schmunzeln.
Quelle: IMAGO / HMB-Media

Sohn stiehlt Eisschnellläuferin Francesca Lollobrigida die Show

Mailand erlebt ein echtes Olympia‑Märchen: Francesca Lollobrigida gewinnt Gold, und das ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag. Für die Italienerin ist es der größte Triumph ihrer Karriere, nachdem sie in dieser schwierigen Saison sogar daran gedacht hatte, alles hinzuschmeißen und aufzuhören. Kaum stand ihr Sieg fest, verschwand Lollobrigida aus der Halle. Ohne Schlittschuhe sprintete sie durch die Katakomben. Ziel: ihr Sohn Tommaso. Der Kleine wartete draußen, doch nach dem historischen Erfolg, Italiens erstem Gold bei diesen Spielen, bekam er natürlich die ersten Umarmungen. Beim nachfolgenden Interview hielt sie ihn auf dem Arm und erklärte gerührt: „Ich widme diese Medaille meinem Sohn.“ Die Olympiasiegerin betonte außerdem: „Die Medaille ist eine Botschaft, dass man als Mama nicht auf den Sport verzichten muss.“ Doch das ist noch nicht alles. Tommaso stiehlt seiner Mutter die Show und sorgt für das süßeste Interview jemals. Er macht Geräusche ins Mikrofon und hampelt sichtlich erfreut im Arm seiner Mutter herum. 

Auch ihre Schwester verdient definitiv eine Medaille. Ein Video zeigt, wie sie nach dem Sieg ihrer Schwester mit Tomasso im Arm sprintet, um diesen so schnell wie möglich bei seiner Mutter abzugeben. „Definitiv Gold verdient!“ oder „Hat jemand Taschentücher?“ lauten einige Kommentare. 

Auch die Stars sorgten im Internet für Aufsehen.

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