Deutsche Stars, die offen über ihre Depressionen sprechen

Depressionen sind ein ernstzunehmendes Thema, das auch berühmte Persönlichkeiten treffen kann. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen.

Auch viele deutsche Stars leiden an Depressionen.
Quelle: IMAGO / HOFER

In den letzten Jahren hat das öffentliche Gespräch über psychische Gesundheit deutlich an Bedeutung gewonnen. Besonders in Deutschland rücken Prominente zunehmend in den Fokus, wenn es darum geht, offen über Depressionen und andere seelische Erkrankungen zu sprechen. Diese Stars nutzen ihre Bekanntheit, um ein Tabu zu brechen, das lange Zeit viele Menschen zum Schweigen gezwungen hat. 

Der Artikel behandelt Depression, Suizidgedanken und psychische Belastungen. Personen, die sich emotional instabil fühlen, wird empfohlen, vorsichtig zu sein oder sich Unterstützung zu suchen.

#1 Sarah Connor

Sarah Connor spricht offen über ihre Ängste und psychischen Belastungen. Trotz ihres Erfolgs zeigt sie sich als verletzliche Frau. „Es gibt Zeiten, wo es mir völlig egal ist. Aber dann gibt es auch Zeiten, in denen ich wahnsinnig unsicher bin und verletzlich oder traurig oder angeschlagen“, erklärt sie im Interview mit Prominent, wie auch Vox zitiert. „Dann nehme ich mir alles zu Herzen: Jeden Kommentar, jede Schlagzeile.“ Nach der Doku-Serie über sie und Ex Marc Terenzi im Jahr 2004, fiel sie nach der Geburt von Sohn Tyler in ein Burnout. „Jetzt denkt die ganze Welt, ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt, aber warum bin ich dann so traurig? Warum geht es mir so beschissen?“, erklärt sieDie Geburt ihrer Tochter Summer mit Herzfehler brachte dann eine Wende: „Als Summer geboren wurde, ging es mir besser. Meine Angstattacken gingen weg, meine Einsamkeit.“ 

Auch Wincent Weiß spricht offen über seine Depressionen.
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#2 Wincent Weiß

Wincent Weiss zählt zu den erfolgreichsten Popstars Deutschlands, doch hinter dem Erfolg verbargen sich schwierige Jahre. Trotz ausverkaufter Konzerte geriet der Sänger mental an seine Grenzen. Offen spricht er darüber, dass Depressionen für ihn „keine Tabuthemen“ sind. Jahrelang war Weiss im Dauerstress, ständig unterwegs, ohne sich Pausen zu gönnen. Erst die Corona-Pandemie stoppte dieses Tempo abrupt. In der Talkshow „Kölner Treff“ erzählte er: „2019 ist es bei mir mental den Bach runtergegangen, weil ich nie eine Pause gemacht habe.“ Die Zwangspause habe ihm zwar geholfen, sich selbst wieder näherzukommen, brachte aber auch Einsamkeit mit sich. „Stille – da merkt man erstmal, wie einsam man ist“, sagt er. Plötzlich allein, kamen Ängste auf, die er zuvor verdrängt hatte. Trotz Awards und Erfolg spürte er keine Freude mehr: „Ich habe das alles nicht mehr gefühlt.“ Hilfe fand Weiss schließlich in einer Therapie.

Bruce Darnell hat schon schwere Zeiten hinter sich.
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#3 Bruce Darnell

Bruce Darnell kämpft schon seit seiner Kindheit mit Depressionen – lange, ohne es selbst benennen zu können. Im Interview mit stern.de sprach der TV-Star offen über seine Vergangenheit und einen überlebten Suizidversuch. „Eigentlich kämpfe ich schon mein ganzes Leben lang mit Depressionen“, sagt er. Aufgewachsen ohne Liebe und Sicherheit, hörte er früh Sätze wie: „Du bist wertlos, Du bist gar nichts.“ Mit 19 verließ er dann sein Elternhaus in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Doch die innere Leere blieb. Nach außen spielte er stark, innerlich wurde es aber immer dunkler. „Der Himmel draußen war so dunkel, die Menschen auf der Straße waren grau“, beschreibt er seinen Zustand. Depressionen waren für ihn ein Tabu, aus Angst vor Verurteilung. Schließlich eskalierte die Situation: „Warum bringe ich mich nicht um?“ Nach einem schweren Autounfall überlebte er wie durch ein Wunder. Erst danach suchte sich Darnell Hilfe, akzeptierte seine Erkrankung und begann eine intensive Therapie. Heute betont er, wie wichtig Offenheit, Freunde und Unterstützung sind.

Auch Stefanie Giesinger spricht offen über ihre mentale Gesundheit.
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#4 Stefanie Giesinger

Stefanie Giesinger hat sich seit ihrem GNTM-Sieg 2014 stark verändert. Heute ist sie nicht nur Model und Influencerin, sondern auch Unternehmerin – und vor allem eine Stimme für mentale Gesundheit. Nach außen lief alles erfolgreich, innerlich kämpfte sie jedoch lange mit sich selbst. „Seit 2017 hatte ich Phasen, in denen ich viel geweint habe“, erzählt sie im COSMO-Interview. Eine Therapie empfand sie zunächst nicht als notwendig, denn Depressionen galten für sie als Tabu. Erst 2019 brachte eine professionelle Diagnose Klarheit – und Erleichterung. „Das war für mich befreiend. Weil ich endlich wusste, was mit mir los ist.“ Zwei Jahre dauerte es, bis es ihr besser ging. Heute geht sie offen mit ihren Emotionen um, auch öffentlich in ihrem Podcast „G Spot“. Ihr Ziel: Tabus brechen und ehrliche Gespräche ermöglichen. „Ich glaube, dass wir auf der Welt sind, um einander zuzuhören, Erfahrungen und Emotionen zu teilen und daran zu wachsen.“ Dabei hilft ihr sogar Humor: „Das Leben ist unperfekt – und genau das macht es aus.“

Cathy Hummels hat schon viel durchmachen müssen.
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#5 Cathy Hummels

Cathy Hummels spricht offen über ihre Depressionen und möchte das Tabu rund um psychische Erkrankungen brechen. Schon mit 15 Jahren litt sie darunter: „Ich war ständig traurig, habe viel geweint, mich isoliert und war in der Schule eher eine Außenseiterin“, wie n-tv zitiert. Zwei Jahre lang hatte sie kaum Freunde und wurde gemobbt – eine prägende, schwere Zeit. Besonders hart traf es sie mit 24 Jahren: „Ich habe meinen Mann sehr geliebt und wollte mich um alles immer perfekt kümmern, aber das ging so nicht weiter.“ Nach der Geburt ihres Sohnes Ludwig lernte sie, ihre eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Heute geht es ihr wieder gut, unterstützt durch Therapie, Antidepressiva, Sport, Yoga und bewusste Selbstfürsorge: „Man muss sich um sich kümmern, um seinen Körper und seine Seele, und achtsam mit sich umgehen, um glücklich zu sein.“ Über Instagram und Interviews will sie zeigen: Depression kann jeden treffen – Ruhm, Geld oder Schönheit schützen nicht. „Das ist meine Mission.“

Mandy Capristo stand lange unter Dauerstress. Das merkte sie an ihrer mentalen Gesundheit.
Quelle: IMAGO / Eventpress

#6 Mandy Capristo

Auch Mandy Capristo spricht offen über die Depressionen, die sie in den vergangenen Jahren belasteten. Nach Jahren im Rampenlicht und dauerhaftem Stress kam 2021 zu ihren Panikattacken auch eine depressive Phase hinzu. „Seit ich 16 war, war ich ständig auf Reisen, auf Bühnen, unter Leuten. Plötzlich war das nicht mehr möglich. Es war schwierig, weil ich Lust hatte, das alles zu machen, aber es funktionierte nicht“, erzählt sie im Interview mit Bunte. Die Einschränkungen trafen sie hart, weil sie ihr aktives Leben und ihre Arbeit als Musikerin liebte. Die Depression verschärfte die ohnehin belastende Situation, machte die Freude am Alltag schwer greifbar und brachte Gefühle der Leere und Hilflosigkeit mit sich. Therapie, bewusste Selbstfürsorge und Pausen halfen ihr schließlich, wieder Stabilität zu finden. Rückblickend sagt Capristo: „Auf diese Erfahrung hätte ich verzichten können“, betont aber, dass die Auseinandersetzung mit der Depression für sie ein wichtiger Schritt zur Heilung war.

Auch Nora Tschirner spricht offen über ihre Erfahrungen mit Depressionen.
Quelle: IMAGO / Sven Simon

#7 Nora Tschirner

Nora Tschirner trafen die Depressionen schon früh: „Meine erste depressive Episode hatte ich schon mit 18, aber vor zehn Jahren kam der Tiefpunkt“, erzählt die Schauspielerin im April 2021 in der SZ. Symptome wie Antriebslosigkeit, Schlaflosigkeit, Angst und Lustlosigkeit bestimmten ihren Alltag. Ihre erste Therapie begann sie mit 25 Jahren, später folgten dann eine stationäre Behandlung und ein Jahr Psychopharmaka. „Ich hatte keinen Halt mehr. Ich war allein mit mir“, beschreibt Tschirner ihr Gefühl der Hilflosigkeit. Die Depression habe ihr das Gefühl vermittelt, etwas stimme nicht mit ihr. „Ich hatte den Kontakt zu mir verloren, und sie war die Erste, die sich getraut hat, mich drauf aufmerksam zu machen, mein Mahnmal quasi – ein sprücheklopfender, nerviger, aber wohlmeinender Freund.“ Mittlerweile sei sie aber frei von Symptomen, setze auf ein stabiles Umfeld und regelmäßige Selbstfürsorge. „Mit Freunden reden oder Zeit mit meinen Pferden verbringen“ helfe ihr, ihre mentale Gesundheit zu bewahren.

Kurt Krömer heißt mit bürgerlichem Namen Alexander Bojcan.
Quelle: IMAGO / BREUEL-BILD
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#8 Kurt Krömer

Alexander Bojcan, besser bekannt als Kurt Krömer, kämpfte auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit schweren Depressionen. In seinem Buch „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst“ beschreibt er den langen Weg aus der Krankheit, unter der er viele Jahre litt. „Ich habe gemerkt, dass diese Kunstfigur gar nicht mehr existiert. Ich habe mich aus ihr herausgeschlichen. Ich bin zwar Kurt Krömer. Aber das ist (nur) mein Künstlername“, sagt er, wie deutschlandfunk zitiert. Zwischen Klinikaufenthalten arbeitete er weiter als Komiker, denn die Bühne bot ihm Flucht aus der Dunkelheit: „Wenn Sie auf eine Bühne gehen, sitzen da 2.000 Leute – die unangenehmen Dinge des Lebens hast du auf der Bühne nicht.“ Besonders die Verantwortung als alleinerziehender Vater und ein frühes Burnout verschärften seine Depression. Nachdem er 2021 öffentlich über seine Erkrankung sprach, erhielt er Tausende Nachrichten. „Da war mir klar: Du musst die Geschichte aufschreiben.“ 

Jan Leyk leidet schon seit Jahren an Depressionen.
Quelle: IMAGO / nicepix.world

#9 Jan Leyk

Jan Leyk, bekannt aus „Berlin – Tag & Nacht“ und „Promi Big Brother“, kämpfte mit Burnout und Depressionen – so offen, dass er seinen emotionalen Zusammenbruch 2019 sogar auf Instagram teilte. Ein altes Schwarz-Weiß-Video zeigte, wie er mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde. „Ärzte sprechen von Hypersensibilität, Depression, Burnout, Angststörungen und Panikattacken“, erklärt er. Jahrelang stand er in der Öffentlichkeit, erlebte Höhen, Hypes und großartige Momente, doch gleichzeitig vergaß er, Pausen einzulegen: „Falsche Menschen und schlechte Berater haben mich zu oft davon abgelenkt, worum es wirklich geht.“ Der Druck wuchs, bis er körperlich und mental zusammenbrach. Nach seinem unfreiwilligen Ausstieg aus der RTL2-Serie im Jahr 2012 suchte Leyk Hilfe, lernte, sich neu zu finden und auf sich zu achten. Damit will er anderen Mut machen: „Ich weiß, dass jeder da draußen sein Paket zu tragen hat. Meines wurde mir ein bisschen zu schwer, aber wenn ich hier und heute etwas Ballast abwerfen kann, dann kannst du das auch.“

Jessica Haller spricht in einem Video öffentlich über ihre Erlebnisse.
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#10 Jessica Haller

Wochenlang war es Anfang 2025 ungewöhnlich still um Influencerin Jessica Haller. Einige Zeit später machte die ehemalige „Bachelorette“ dann den Grund öffentlich: Sie litt an schweren Depressionen und verbrachte ganze drei Monate in einer Klinik. Lange habe sie versucht zu funktionieren, als Ehefrau, Mutter und Unternehmerin. Eigene Gefühle habe sie verdrängt. „Ich habe mir immer eingeredet, ich darf mich nicht schlecht fühlen, denn ich habe ja alles“, sagte Haller in einem selbst veröffentlichten YouTube Video. Doch der innere Druck wurde zu groß. „Ich konnte das nicht mehr halten. Ich konnte nicht mehr die fröhliche Jessi sein.“ Über Monate weinte sie fast täglich, später kamen dann noch Angstzustände und körperliche Schmerzen hinzu. Schließlich entschied sie sich freiwillig für einen Klinikaufenthalt, weit weg von zu Hause. Anfangs sei das schwer für sie gewesen, heute nennt sie es aber „die beste Entscheidung meines Lebens“. Sie blickt mittlerweile nach vorn: „Ich bin mir sicher, dass das der Tiefpunkt meines Lebens war – und dass er zu etwas Gutem geführt hat.“

Auch Evgeny Vinokurov hat mit Problemen zu kämpfen.
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#11 Evgeny Vinokurov

Evgeny Vinokurov, bekannt als Profitänzer bei „Let’s Dance“, hat im Sommer 2025 auf Instagram sehr persönliche Einblicke in eine schwere Zeit seines Lebens gegeben. Vor seinen Follower*Innen spricht er über seine psychische Erkrankung: „Ich war zwei Jahre lang in einer schweren Depression“, schreibt er. In dieser Phase habe er sich professionelle Hilfe gesucht und gelernt, anders mit sich selbst umzugehen. Heute wisse er: „Stärke zeigt sich nicht im Aushalten, sondern im Annehmen.“ Besonders wichtig sei für ihn die Erkenntnis gewesen, „dass Schwäche zeigen die größte Stärke ist“, denn genau dort beginne „echte Veränderung“.

Isabell Horn spricht 2026 offen über ihren Kampf mit Depressionen.
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#12 Isabell Horn

Auch Isabell Horn spricht über ihre langjährigen Erfahrungen mit Depressionen. Im Podcast „Raus aus der Depression“ erzählt die Schauspielerin Anfang 2026 über drei Lebensphasen, die ihre psychische Gesundheit besonders belasteten. Die erste depressive Episode erlebte sie, als ihr Vertrag bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ nicht verlängert wurde. „In den schlimmsten Phasen habe ich nicht mal geschafft, mir die Haare zu waschen oder einkaufen zu gehen“, erinnert sie sich. Sie lag oft im Bett, konnte nichts essen und hatte „sehr düstere Gedanken“.

Weitere Tiefpunkte folgten nach der Geburt ihrer Tochter in Form einer Wochenbettdepression sowie während der Corona-Pandemie. Damals lebte sie mit zwei kleinen Kindern im Lockdown. „Ich bin eine Macherfrau und ich möchte funktionieren. Und da habe ich wirklich gemerkt, es geht nichts mehr“, sagte sie. Im Jahr 2026 blickt sie aber endlich zuversichtlich nach vorn: „Ich weiß jetzt, es gibt einen Weg da raus.“ Mit ihrer Offenheit möchte sie anderen Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu holen.

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