Hygiene in der Küche: 7 Regeln, die du beachten solltest

Beim Kochen kann man in Sachen Hygiene viel falsch machen und das kann sich auf die eigene Gesundheit auswirken. Wie sollte man sich in der Küche verhalten

Die eigene Küche kann schnell zur Keimfalle werden.
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Im Umgang mit Lebensmitteln kann man mehr falsch machen als man denkt, nicht nur beim Einfrieren oder Erwärmen, sondern schon beim Wegpacken und beim Kochen selbst. In der Küche sollte man sich nicht nur zur Corona-Zeit an wichtige Hygieneregeln halten, sondern immer. Deshalb haben wir die 7 wichtigsten Regeln für die Hygiene in der eigenen Küche für euch zusammengefasst, damit ab jetzt weniger schief geht und du dich einem geringeren Risiko aussetzt: 

Bevor man in der Küche irgendetwas tut, sollte man sich die Hände waschen.
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#1 Hände waschen!

Hygiene bedeutet nicht gleich stundenlanges Putzen. Viele der Regeln sind ganz schnell umsetzbar und sollten zu einer Routine werden. Bevor du in der Küche hantierst, solltest du deine Hände waschen. Egal, ob du nach dem Einkaufen nur schnell Lebensmittel in den Kühlschrank räumst oder du anfängst zu kochen. So vermeidest du schon mal als allererstes, dass viele Bakterien, Keime und Krankheitserreger den Weg in deine Küche finden! 

Gutes Hygieneverhalten ist auch bei Küchenutensilien wichtig.
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#2 Kochutensilien sauber halten 

Nicht nur die Hände sind wichtig, sondern auch das, was beim Kochen mit den Lebensmitteln in Berührung kommt. Also so etwas wie Messer, Kochlöffel, Schneidebretter und so weiter. Diese sollten vor allem nach dem Kochen richtig gereinigt werden. Ganz wichtig ist das, wenn sie mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind. Wenn du die Sachen regelmäßig mit der Hand abwäschst, solltest du auch darauf achten, dass du deine Schwämme und Geschirrhandtücher regelmäßig austauschst, denn die feuchte Umgebung ist sonst ein Hotspot für Bakterien! 

Auch im Kühlschrank ist Sauberkeit wichtig.
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#3 Hygiene im Kühlschrank 

Zum einen sollte ein Kühlschrank etwa alle 4 Wochen ausgewischt werden, damit man Krankheitserreger möglichst keine Chance gibt und zum anderen ist es wichtig, wie man seine Lebensmittel lagert. Sogenannte "Kreuzkombinationen" sollten vermieden werden: dass bedeutet, dass rohe Lebensmittel nicht mit schon gekochten in Berührung kommen sollten, damit zweitere nicht von Keimen befallen werden können.

Allgemein sollte der Kühlschrank nicht so überfüllt werden, da sonst nicht alle Lebensmittel ausreichend gekühlt werden können, vor allem wenn zu viele Lebensmittel vorher eher warm waren, weil sie zu lange draußen waren. Außerdem wird empfohlen Gemüse und Fleisch an unterschiedlichen Orten aufzubewahren, damit keine Bakterien übertragen werden. Es lohnt sich sogar, unterschiedliche Messer und Schneidebretter zu verwenden besonders, wenn das Fleisch noch roh ist! 

Für rohes Fleisch gilt ganz besonders auch die nächste Regel:

Fleisch muss gründlich angebraten werden, damit Bakterien absterben.
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#4 Genug Hitze für rohes Fleisch! 

Wer Fleisch anbrät, sollte eine gewisse Geduld mitbringen. Denn die meisten Bakterien werden zwar zwischen 70 und 100 Grad abgetötet, aber trotzdem sollte man besonders bei Hühnchen und Hackfleisch darauf achten, dass das Fleisch komplett durch ist. Fisch sollte auch von beiden Seiten angebraten werden, damit keine Krankheitserreger überleben können. 

Damit Fleisch die notwendige Hitze erreichen kann, muss es vorher komplett aufgetaut werden. Dabei sollte man darauf achten, dass die Flüssigkeit, die beim Auftauen entsteht, direkt in den Ausfluss fließt - denn die Bakterien, die darin enthalten sind, können für unsere Gesundheit zum Risiko werden und sollten deshalb auch mit nichts anderem in Berührung kommen.

Die Kühlkette sollte nach dem Einkaufen eingehalten werden.
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#5 Direkt in den Kühlschrank 

Manchmal dauert es eine Zeit bis wir den Weg vom Supermarkt nach Hause hinter uns gebracht haben. Besonders wenn man tiefgefrorene Lebensmittel kauft, ist es aber wichtig auf die sogenannte "Kühlkette" zu achten. Deshalb sollte man eine Kühltasche oder eine Kühltüte vom Supermarkt verwenden. Wenn die Lebensmittel warm werden oder sogar anfangen aufzutauchen, können sich die Keime wunderbar verbreiten und das kann für unsere Gesundheit gefährlich werden, besonders, wenn wir sie dann einfach wieder einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt auftauen. 

Wer krank ist, sollte aus Hygienegründen nicht kochen.
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#6 Bitte nicht kochen, wenn man krank ist 

Gerade, wenn man mit anderen Personen zusammen wohnt, sollte man wirklich darauf achten, dass man keine Mahlzeiten zubereitet, wenn man krank ist. Auch wenn man alleine wohnt, kann es gefährlich sein, da sich die Krankheitserreger möglicherweise länger in den Lebensmitteln halten. 

Auch kleinere Verletzungen an den Händen sollten mit wasserfesten Pflastern behandelt werden, damit keine Keime in die Wunde oder auch an die Lebensmittel geraten können.

Lebensmittelmotten sollten in der Küche gründlich bekämpft werden.
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#7 Was tun, wenn man Motten hat? 

Als letzte kleine Regel geht es darum, wie man sich verhalten sollte, wenn man Lebensmittelmotten in der Küche hat. Dass die Motten kommen, hat an sich nicht so viel mit Hygiene zu tun. Man kann sie aber versuchen zu vermeiden, indem man seine Lebensmittel wie Haferflocken, Müsli, Nudeln und so weiter versucht, geschlossen zu halten. 

Wenn man nun aber doch Motten in der Küche hat, muss man sie wirklich gründlich entfernen, denn sie können zum Problem werden. Die betroffenen Lebensmittel müssen entsorgt werden, die Schränke gründlich gereinigt werden, vorzugsweise mit Essigwasser. Schlecht erreichbare Stellen von Regalen oder Ecken können drei Minuten mit dem Föhn bestrahlt werden, um Mottennester zu bekämpfen.