Frau aus deutschem Fitnessstudio geworfen – weil ihr Outfit zu freizügig ist

Angeblich lenkte sie die Männer im Gym zu sehr ab

Frau aus deutschem Fitnessstudio geworfen – weil ihr Outfit zu freizügig ist

Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber, wie viel Haut man im Fitnessstudio zeigen sollte: Die einen finden es völlig legitim, wenn der hart erarbeitete Body in knappen Outfits zur Schau gestellt wird, wohingegen andere sich wiederum von so viel Zeigefreude leicht überrannt fühlen.

Doch während es völlig in Ordnung ist, seine eigene Meinung in dieser Frage beizubehalten (und, wenn ungefragt, sie für sich zu behalten), ist die folgende Story definitiv nicht in Ordnung: Eine Frau wurde nun wegen ihres Outfits buchstäblich aus einem deutschen Gym geworfen – und das, obwohl sie nicht einmal viel Haut zeigte, wie du auf der nächsten Seite siehst ...

Das Bild, das erstmals auf Twitter gepostet wurde, sammelte in Windeseile Likes, Retweets und Kommentare, sodass sogar einige ausländische Medien auf den Fall aufmerksam wurden. Kein Wunder, denn darauf zu sehen ist eine junge Frau, die in absolut normalen Gym-Klamotten posiert: einer engen Tights und einem Oberteil, das einen minimalen Streifen Haut am Bauch freigibt. Wirklich absolut unprovokativ – und doch bat man die Frau, das Studio in Konstanz (Baden-Württemberg) zu verlassen, wie sie in einem Kommentar zum Tweet preisgibt: 

"Ich wurde gerade aus dem Gym geworfen, da meine Klamotten zu 'freizügig' sind (siehe Foto) und ich die Männer im Studio ablenken würde. In welchem Jahrhundert sind wir noch mal? Super traurig."

Wie der 'Standard' berichtete, war die 22-Jährige gerade auf dem Laufband, als eine weibliche Trainerin sie darauf hinwies, dass sie so nicht trainieren könne. "Sie sagte: Du kannst nicht im Sport BH trainieren", erzählt Marny. 

Doch wie reagierte sie auf diesen Hinweis?

Marny antwortete der Trainerin, dass das kein Sport BH sei – und selbst wenn, was sei so schlimm daran? Daraufhin sagte man ihr, sie lenke die anderen Gäste im Gym ab. 

Marny hat ihre Mitgliedschaft nun beendet, will den Namen des Fitnessstudios jedoch nicht verraten, da es ihr nicht darum geht, den kleinen Laden zu ruinieren: Sie wolle bloß Aufmerksamkeit auf die ungerechten Zustände lenken, die in einigen Studios herrschen. Während Männer trainieren dürfen, wie sie wollen, kritisiert man Frauen aufgrund ihrer Outfit-Wahl.

Doch abschließend geht Marny mit einem positiven Gefühl aus der unangenehmen Situation: "Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen den Post sehen würden [...] Ich bin für jeden einzelnen netten Kommentar sehr dankbar, in dem ihr betont, dass es nicht mein Fehler war. Dank euch fühle ich mich viel besser und verstanden."