Stars, die an Panikattacken leiden

Diese Stars leiden an Panikattacken und Angststörungen. Statt still zu leiden, sprechen öffentlich über ihre Erkrankungen.

Viele Stars leiden unter Panikattacken.
Quelle: IMAGO / Waldmüller

Egal, ob plötzliche Attacke oder jahrelanger Kampf gegen Angsterkrankungen: Auch Stars leiden an Panikattacken und Angststörungen. 

Wann ist eine Panikattacke eine Angststörung?

Eine Panikattacke ist ein plötzlich und oft ohne Vorwarnung auftretender Anfall von extremer Angst und körperlichen Symptomen, während eine Angststörung ein länger anhaltender Zustand von übermäßiger, dauerhafter Sorge oder Furcht im Alltag ist. 

Lesetipp: Wie lebt man mit einer Angststörung?

Wir verraten, wer heute offen darüber spricht und wie es das Leben der Betroffenen verändert hat.

Bill Kaulitz

Bill Kaulitz erlitt eine Panikattacke.
Quelle: IMAGO / PIC ONE

Auch bei Bill Kaulitz macht sich Stress durch Panikattacken bemerkbar. Im Podcast „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ sprach er mit seinem Bruder Tom Mitte Oktober 2026 über die mentale Belastung der Vorbereitungen einer Tour.

„Stress ist ein ganz, ganz unnötiges Gefühl“, erklärt Bill. „Es ist wie Angst. Angst führt nirgendwo hin, Stress bringt dir gar nichts.“ Besonders offen schildert der Sänger: „Ich bin heute mit einer Panikattacke aufgewacht.“ Ausgelöst worden sei sie durch einen Traum: „Die wird bei mir getriggert durch einen Traum.“

Das Gefühl beschreibt Bill als „ganz schlimm“ und als „ein richtiges Kribbeln vor Stress“. 

Lola Weippert

Lola Weippert bricht Weltreise ab – und spricht über Panikattacken.
Quelle: IMAGO / APress International

Lola Weippert hat im Mai 2025 ihre Weltreise nach nur rund anderthalb Wochen überraschend abgebrochen. Die Moderatorin meldete sich in einem Instagram-Video bei ihren Fans und sprach offen über starke körperliche und psychische Belastungen.

„Es ist so krass, wie mein Körper auf die aktuelle Stresssituation reagiert“, sagte Weippert. Sie habe „plötzlich wieder Panikattacken“ und außerdem eine Kiefersperre, die sie so noch nie erlebt habe. Auch Herzflattern, Krämpfe und Schlafprobleme belasten sie. „Ich bin heute Morgen plötzlich hochgeschreckt, morgens um sieben und wusste nicht mehr, wo ich bin“, schilderte Weippert.

Warum sie die Reise genau abbrechen musste, erklärte sie nicht vollständig. In der Bildunterschrift schrieb sie aber: „Wie ihr jetzt wisst, hat es mir ziemlich den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich musste die Weltreise abbrechen, um mich jetzt um alles selbst zu kümmern.“

Katharina Hartlieb

Katharina Hartlieb erlitt im Sommerhaus eine Panikattacke.
Quelle: RTL

Im RTL-Format „Das Sommerhaus der Stars“ erlebten die Zuschauer*innen 2026, wie Teilnehmerin Katharina „Kathy“ Hartlieb eine Panikattacke erlitt. Auf die Frage, warum sie wissentlich an dem Format teilgenommen habe, obwohl sie unter dieser psychischen Einschränkung leide, antwortet Kathy auf Facebook:

„Warum gehe ich ins Sommerhaus der Stars, obwohl ich Panikattacken habe? Weil ich diese Krankheit nicht mein Leben bestimmen lasse. Ich hatte viel zu oft Momente, wo ich aus Angst zu Hause geblieben bin, mich gequält habe und auch Sachen verpasst habe. Aber wisst ihr was? Dadurch wurde es nicht besser. Jedes Mal wenn ich mich dagegen gewehrt habe und trotzdem raus gegangen bin, habe ich mich besser gefühlt und gemerkt dass es mir hilft.“ Der Realitystar betont: „[...] die Angst vor der Angst ist das Schlimmste, sie befeuert die Gefühle, lähmt dich und bringt dich letztendlich zur Panikattacke. Da nehme ich doch lieber am Leben teil und riskiere, dass es passiert, als es nicht zu tun.“

Doch sie weiß, dass nicht alle Menschen die Option haben, sich dafür zu entscheiden: „Ich weiß, dass das nicht immer eine aktive Entscheidung ist, manche da noch nicht sind auf ihrer ‚Reise‘ und viele durch die Angst an Zuhause gebunden sind.“ Sie fühlt sich in ihrer Entscheidung bestärkt, trotz der Erkrankung in das TV-Format gegangen zu sein. „Das sind meine Erfahrungen und mir hat das sehr geholfen.“

Kevin „Flocke” Platzer

Kevin „Flocke” Platzer leidet unter Panikattacken.
Quelle: IMAGO / STAR-MEDIA

Kevin „Flocke“ Platzer kennt man aus Formaten wie „Temptation Island VIP“ meist mit lockerem Spruch und guter Laune. Bei der „Night of Realitystars“ in Berlin zeigte er im RTL-Interview im Oktober 2025 aber eine verletzliche Seite. Der Reality-Star beschreibt das Geschäft als hart: „Es ist einfach nur eine Ellenbogen-raus-Gesellschaft. Jeder gegen jeden. (...) Das macht keinen Spaß.“ Neben Konkurrenzdruck belasten ihn auch Kommentare auf Instagram. „Mich nimmt alles mit. Diese Schutzbarriere kriege ich irgendwie nicht hin.“

Um Gefühle zu überspielen, habe er Partynächte mit viel Alkohol erlebt. Irgendwann holten ihn die mentalen Probleme ein: „Ich habe Panikattacken bekommen. Und das mit Alkohol zu überspielen, ist nicht der richtige Weg“, sagt Platzer. Inzwischen will er anders damit umgehen und sich professionelle Hilfe holen. Seine Botschaft: „Wenn du Schwächen zeigst, bist du eigentlich viel stärker als alle anderen.“ Außerdem wünscht er sich mehr ehrliches Nachfragen im Umfeld, zum Beispiel mit einem simplen „Wie geht’s dir denn gerade?“

Amira Aly

Amira Aly leidet unter Panikattacken.
Quelle: IMAGO / Panama Pictures

Amira Aly leidet seit Jahren unter Panikattacken. Vor allem enge Räume oder extreme Belastungssituationen setzen ihr zu. 2025 berichtete sie auf Instagram von einer Panikattacke im Urlaub – und davon, wie ihr fünfjähriger Sohn ihr half, die Angst zu überwinden. Die Moderatorin verbrachte mit ihren Kindern einige Tage in Salzburg und besuchte dort einen Rutschenpark.

Für ihre Söhne war das kein Problem. Aly sagte: „Meine Söhne rutschen natürlich, die sind furchtlos. Also die rutschen jede Rutsche!“ Für sie selbst sah das anders aus: „Ich kann ja seit meiner ersten Panikattacke nicht mehr in so geschlossene Rutschen rein.“

Die 33-Jährige erklärte, sie habe „panische Angst“, stecken zu bleiben oder zu ersticken. Als ihr ältester Sohn unbedingt mit ihr rutschen wollte, sagte sie: „Schatz, Mama hat aber Angst und ich traue mich nicht.“ Dann reagierte der Junge so, wie sie es sonst bei ihm macht: Er beruhigte sie. Mit einem Fingerschwur sagte er: „Komm, Mama. Es passiert nichts. Vertrau mir.“ Aly war bewegt: „Er hat genau das mit mir gemacht, was ich mit ihm mache in so einer Situation. Es war so schön!“ Am Ende rutschte sie mit – und hatte Spaß.

Pietro Lombardi

Immer mehr Stars sprechen über ihre Panikattacken.
Quelle: IMAGO / Panama Pictures

Pietro Lombardi hat seine Fans Ende Oktober 2010 mit beunruhigenden Zeilen überrascht. Der Sänger schilderte auf Instagram: „Der Moment, wenn du mitten in der Nacht aufwachst, keine Luft kriegst und dich einfach übergeben musst. Ohne Grund, ohne Vorwarnung.“ Lombardi schrieb weiter, er habe so etwas noch nie erlebt. „Ich krieg' kaum Luft, der ganze Rachen ist zu und brennt. Hatte für einen kurzen Moment echt innerlich Angst und so eine richtige Panik.“ Zwar habe sich sein Körper später beruhigt, dennoch spüre er dass „irgendwas nicht stimmt“.

Lombardi ließ sich daraufhin im Krankenhaus untersuchen und postete ein Foto aus dem Bett. Dazu schrieb er: „Bin zur Untersuchung im Krankenhaus. Macht euch keine Sorgen“. Später erklärte er, er habe „sehr hohen Blutdruck und ein paar andere Dinge“ gehabt, die inzwischen unter Kontrolle seien. Bis Sonntag wolle er offline bleiben.

Nicholas Müller

Nicholas Müller, Ex-Sänger von Jupiter Jones, leidet unter Angst.
Quelle: IMAGO / BOBO

Nicholas Müller war Frontmann der Band Jupiter Jones. Die erfolgreichste Veröffentlichung ist die Single Still mit über 330.000 verkauften Einheiten. Die Band gewann Preise und Platinauszeichnungen – bis ihn eine Angsterkrankung 2014 zum Ausstieg zwang. Im Gespräch mit Stern 2017 verriet er: „Ich war nicht mehr in der Lage, in einer Band oder in einer anderen Position zu funktionieren.“

Besonders belastend waren die Panikattacken. „Irgendwann hat sich die Panik leider auf die Bühne geschlichen, ein Ort, den ich eigentlich immer als Komfortzone empfunden habe“, erinnerte sich Müller. Bei einem Auftritt bekam er Herzrasen und Schweißausbrüche, sang zunächst im Sitzen weiter und musste später abbrechen. „Das Singen fällt (…) schwer, wenn man gerade hyperventiliert“, sagte er.

Neben Panikattacken litt Müller an einer generalisierten Angststörung. „Ich dachte, ich würde angestarrt. Als wäre ich ständig unter Beobachtung.“ Besonders quälend sei die Angst vor der Angst gewesen: „Ich steckte in einem Teufelskreis.“

Als Auslöser nennt er den Tod seiner Mutter und Großmutter. Heute tritt Müller wieder auf und will Betroffenen Mut machen: „Niemand muss sich für seine Krankheit schämen.“

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Paulina Ljubas

Paulina Ljubas spricht über Panikattacken und Depressionen.
Quelle: IMAGO / Panama Pictures

Paulina Ljubas hat im Februar 2026 in der Sendung „deep und deutlich“ offen über ihre psychischen Belastungen gesprochen. Seit ihrer Jugend leidet die Reality-Bekanntheit an Angstattacken und Depressionen. Schon mit 15 habe sie heftige Panikattacken erlebt: „Es fühlte sich so an, als ob ich paralysiert war. Ich konnte mich gar nicht mehr umdrehen in meinem Bett.“

Besonders verletzend waren für sie Reaktionen in der Schule. Ihre Klassenlehrerin habe damals gesagt: „Paulina, tu dir und uns einfach den Gefallen und melde dich einfach ab. Wir sind ja hier kein Rehazentrum.“ Nach einer Panikattacke auf Klassenfahrt hätten Mitschüler*innen in ihrer Tasche gewühlt, ihre Medikamente gegoogelt und sie ausgelacht. „Paulina ist verrückt“, hätten sie gerufen. Kurz darauf kamen Depressionen hinzu. Zwischen 17 und 21 sei es „richtig, richtig schlimm“ gewesen. Therapie und Medikamente halfen ihr. Doch nach drei Realityshows hintereinander spürte sie erneut, dass etwas nicht stimmte: Antriebslosigkeit, Gefühllosigkeit und Rückzug bestimmten wieder ihren Alltag.

Shania Geiss

Shania Geiss spricht über Panikattacken.
Quelle: Imago / pictureteam

Shania Geiss hat in einer Folge von „Die Geissens“ im Januar 2025 offen über ihre gesundheitlichen Probleme gesprochen. Während eines Bali-Aufenthalts mit Carmen, Robert und Davina Geiss traf die Familie eine spirituelle Trainerin. Dabei erzählte die damals 20-Jährige, dass sie seit einem Jahr unter Panikattacken leidet.

„Es kommt einfach so. Mir wird innerlich eiskalt und ich merke, ich muss da raus“, sagte Shania. Sie habe außerdem eine Klaustrophobie entwickelt und meide deshalb bestimmte Situationen: „Darum gehe ich auch nicht mehr in Clubs.“

Die Beschwerden waren offenbar so stark, dass sie mehrfach im Krankenhaus war. „Einmal habe ich mich über zwölf Stunden übergeben, aber sie haben gesagt: ‚Du hast nichts‘“, berichtete sie. Körperlich sei nichts festgestellt worden. Besonders abends trete die Angst auf, weshalb sie ungern allein sei: „Früher wollte ich nicht mit meiner Schwester und meinen Eltern leben und jetzt brauche ich wirklich jemanden, der an meiner Seite ist und das können nur sie.“

Trotz Skepsis bleibt Shania hoffnungsvoll: „Am Ende des Tages wird es irgendwann mal weggehen. Ich denke positiv!“

Felix von Jascheroff

Felix von Jascheroff hat 2025 über seine Angststörung gesprochen.
Quelle: IMAGO / Future Image

Felix von Jascheroff hat 2025 in einem RTL-Interview über seine Angststörung gesprochen. Bei dem Schauspieler wurde offenbar bereits vor vielen Jahren Agoraphobie diagnostiziert. „Es geht hier nicht um enge Räume, wie es bei den meisten ist, sondern um Menschenmassen“, erklärte er.

Ausgebrochen sei die Angst Anfang der 2000er. Besonders prägend war für ihn ein Konzert 2004 vor 20.000 bis 30.000 Menschen. Nach der Show gab er Autogramme, als sich plötzlich große Teile des Publikums in Bewegung setzten. „Du weißt nicht, wo ist vorne, wo ist hinten, wo ist links und rechts, oben, unten. Und dann hat es irgendwie 'klick' gemacht. Die Tür ist zugegangen und ich habe angefangen zu weinen“, erinnerte sich von Jascheroff.

Trotzdem meidet er Veranstaltungen nicht komplett. Bei Konzerten oder im Kino achtet er darauf, nah am Ausgang zu bleiben. Auch seiner Partnerin Sophie sagte er früh: „Pass auf, ich habe ein Ding weg. Damit musst du klarkommen“. Inzwischen geht er offen damit um: „Das gehört zu mir. Und ich mache mir meinen Spaß draus“.

Robbie Williams

Robbie Williams litt stark unter Agoraphobie.
Quelle: IMAGO / Daniel Scharinger

Robbie Williams hat in einem Interview 2019 mit Sun über eine schwere Phase seiner psychischen Gesundheit gesprochen. Der ehemalige Take-That-Star litt demnach besonders zwischen 2006 und 2009 stark unter Agoraphobie. Die Angststörung machte es ihm schwer, das Haus zu verlassen – und kostete ihn große Karrierechancen.

Williams schilderte: „Meine Karriere entwickelte sich stratosphärisch und brachte mich bis zum Mars, aber ich brauchte ein wenig Zeit, um mein Gleichgewicht zu finden und wieder auf die Füße zu kommen.“ Sein Körper und Kopf hätten ihm signalisiert, „dass ich nirgendwo hin gehen soll“.

Die Folge: „Ich saß einfach herum und wartete. Das war von 2006-2009. Diese Jahre verbrachte ich nur im Kaschmir-Kaftan und aß Chips. Ich ließ mir einen Bart wachsen und blieb einfach zuhause.“

Auch beruflich hatte das Folgen. Williams erinnerte sich an ein Angebot über 15 Millionen Pfund als möglicher Nachfolger von Simon Cowell bei „American Idol“. Aus der Krise halfen ihm unter anderem Therapie, die Take-That-Reunion – und der Killers-Song „Human“.