Neuer Intim-Trend sorgt für Furore

Er soll angeblich die Lady Parts straffen – doch stimmt das auch?

Frau liegt in intimem Setting auf dem Bett

Mädels, Hand aufs Herz: Wir alle haben uns im Laufe unseres Lebens schon mindestens einmal Gedanken darüber gemacht, ob unser ganz persönliches Down Under "normal" aussieht. Meist ereilen uns solche Zweifel, wenn es mit einem neuen Partner zur Sache geht oder der nächste Besuch beim Gynäkologen ansteht. Dass dieses Thema mit ebenso viel falscher Schamhaftigkeit behaftet ist, wie es gesellschaftlich tabuisiert wird, tut sein Übriges, um Komplexe und damit zweifelhafte Trends zur "Selbstoptimierung" voranzutreiben. Statt uns zu akzeptieren, wollen wir "da unten" möglichst perfekt, unauffällig und prototypisch aussehen.

Vielleicht erklärt gerade das den folgenden kuriosen Intim-Trend, der gerade das Netz erobert. Worum es sich genau handelt und was wirklich dran ist, liest du bei uns:

Zahnbürste mit Zahnpasta, wobei letztere gerade für einen kuriosen Intim-Trend genutzt wird

Medien auf der ganzen Welt, darunter "The Sun" und "Focus Online", berichten von einem neuen Intim-Trend, bei dem Frauen sich Zahnpasta in ihr Geschlechtsteil schmieren. Ihren Ursprung scheint die kuriose Bewegung in den sozialen Netzwerken wie YouTube und Twitter zu finden, wo teilweise propagiert wird, dass Zahnpasta die Lady Parts straffen und verengen kann. Das soll ein besseres Liebesleben schaffen und nebenbei für einen frischen Geruch sorgen.

Was im ersten Moment noch wie ein harmloser Fail klingt, zieht zu Recht die geballte Aufmerksamkeit von Frauenärzten weltweit auf sich, die eindringlich davor warnen, dem zweifelhaften Trend zu folgen.

Andernfalls könnte das Ganze schwerwiegende Folgen haben: 

Eine Frau hält sich mit Schmerzen den unteren Bauch

Gegenüber "The Sun" erklärt die britische Gynäkologin Vanessa Mackay: "[...] Sich Zahnpasta in den Intimbereich zu schmieren, ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schwere Schäden anrichten und die natürliche Bakterienflora zerstören." 

Auch der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, warnt vor der Durchführung des Trends. Andernfalls könne es durch die gestörte Bakterienflora zu einer Vermehrung von Keimen kommen, die Entzündungen auslösen. Auf lange Sicht, so verriet er "Focus Online", könne dies unter Umständen zu Unfruchtbarkeit oder einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung führen. 

Folgen, die du keinesfalls in Kauf nehmen solltest. Wer sich im Bett wirklich mehr Spaß und Durchhaltevermögen wünscht, kann mit Beckenbodenübungen auf Dauer weitaus bessere Erfolge erzielen – und zwar ohne seine Gesundheit zu gefährden!