Vater warnt vor Herpes-Schäden bei Babys

Für seinen Sohn war es zu spät ...

Vater warnt vor Herpes-Schäden bei Babys
Quelle: Unsplash

Lippenherpes gilt als ungefährlich – aber nicht für alle

Jeder, der schon einmal von einem fiesen Lippenherpes heimgesucht wurde, wird es bestätigen können: Die Bläschen sind unschön, teils schmerzhaft und in jedem Fall etwas, das wir lieber vermeiden würden – vor allem, wenn bald ein Date ansteht. Medizinisch gesehen sind sie jedoch nicht mehr als das Symptom einer Infektion mit dem sogenannten Herpes-simplex-Virus Typ I, der für Erwachsene im Normalfall nicht gefährlich ist. Demnach sind Komplikationen wie eine Wundinfektion nach ausgiebigem Kratzen oder weitere Symptome wie ein generelles Gefühl von Abgeschlagenheit die schlimmstmöglichen Folgen. 

Anders sieht es jedoch bei Kleinkindern und vor allem auch bei Säuglingen aus: Da deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist, kann eine Infektion deutlich schlimmere Folgen mit sich bringen. Wie drastisch sich der Virus tatsächlich auf ein Kind auswirken kann, zeigt nun ein Vater aus Hamburg: Er teilte das tragische Schicksal seines Sohnes John, um andere Eltern vor der versteckten Gefahr zu warnen. 

Quelle: Twitter

Folgenden Post teilte Johns Vater Thorsten auf Facebook, damit sich das tragische Schicksal seines Sohnes nicht wiederholt:

"Auf dem Bild seht ihr meinen Sohn John.Auf den ersten Blick wirkt er fast wie jeder andere Säugling, doch John hat in seinen ersten zwei Monaten schon mehr mehr durchgemacht als ich in meinen 34 Jahren.Ca. 14 Tage nach seiner Geburt begann John unruhig zu werden, sich zu überstrecken und in leichten Schüben zu zittern.Die Hebamme nahm an, dass es sich um eine durch die schnelle Geburt hervorgerufene Blockade handelte und empfahl uns am nächsten Tag zum Arzt zu gehen.Abends war es dann so schlimm, dass wir ins Krankenhaus fuhren."

Dort angekommen stellte sich schnell heraus, dass John nicht einfach an einer geburtsbedingten Blockade litt, sondern ein ganz anderer Grund hinter den merkwürdigen Symptomen steckte – den erfuhr die Familie vier Tage später, wie du auf den nächsten Seiten siehst ...

Vater warnt vor Herpes-Schäden bei Babys
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"Er kam sofort auf die Neugeborenenintensiv und bekam prophylaktisch Antibiotika und antivirale Mittel. Nach mehreren Untersuchungen und vier Tagen ungeduldigen Wartens kam die Diagnose: Herpes Encephalitis.John hatte irgendwo einen Herpesvirus abbekommen, welcher durch die noch nicht ausgebildete Blut-Hirnschranke ins Gehirn wandern konnte und dort begann große Teile des Gehirns zu entzünden und zu zerstören.Nach fünf Wochen aggressiver antiviraler Mittel, Hirnstrommessungen (EEG), Ultraschall und MRT die harte Wahrheit:

- Große Teile seines Gehirns sind schwer geschädigt und zerstört.

- John wird nie wie sein großer Bruder aufwachsen.

- Die Entzündung im Gehirn scheint, trotz der vernichteten Viren, weiter zu brennen, die Ärzte können nichts dagegen tun.- John muss nun alleine kämpfen und niemand kann sagen ob er es schaffen wird oder ob ihm noch Jahre, Monate, Wochen oder Tage bleiben bis sein Gehirn versagt."

Eine unglaublich tragische Nachricht für Johns Eltern, deren Baby-Glück so früh von der Schock-Diagnose überschattet wurde. Trotzdem oder genau deshalb wollten sie ihr Schicksal teilen, wie sie verrieten: 

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"Fast jeder Mensch trägt das Herpesvirus in sich, doch nur bei wenigen bricht es aus.Wir wollen niemanden stigmarisieren, wir möchten euch folgendes ins Gedächtnis rufen:Herpesbläschen sind potentiell ansteckend.Haltet euch von Babys fern, schaut nicht mal in den Kinderwagen, ihr könntet das Kind anstecken, auch wenn es nicht mehr ganz frisch ist.

Für John ist es zu spät.Er wird nie wieder gesund.

Wir möchten kein Beileid, wir wünschen uns etwas Wichtigeres:Nehmt euch diesen Post zu Herzen und teilt ihn.Herpes wird heutzutage als lästige Begleiterscheinung eines stressigen Lebens abgetan, die Gefahren sind kaum bekannt.Wer darauf achtet rettet vielleicht einem Kind das Leben, erspart ihm Leid.Wir werden es nie erfahren, doch dann hat Johns schwerer Weg einen Sinn bekommen."

In diesem Sinne haben wir auf der nächsten Seiten eine Liste mit Dingen zusammengestellt, die du unbedingt beachten solltest, um deinen Nachwuchs vor einer Infektion zu schützen: 

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Das sollten Eltern beachten, um ihre Kinder vor Herpes zu schützen

Generell gilt Herpes als hochansteckend und wird hauptsächlich durch Schmierinfektionen übertragen. Neben dem Übertragungsweg Mensch-Mensch kann jedoch auch das Teilen einer Flasche oder eines Glases sowie das Benutzen desselben Bestecks oder mit Speichel kontaminierten Spielzeuges zu einer Infektion führen. 

Wenn du aktiv von Fieberbläschen geplagt bist, solltest du daher auf verschiedene Dinge achten: Verzichte aufs Küssen und Herzen deines Neugeborenen – auch wenn es schwer fällt. Nicht selten wird Eltern auch zum Tragen eines Mundschutzes geraten, der bei Müttern insbesondere auch beim Stillen zum Einsatz kommt. Benutze andere Handtücher, Waschlappen und natürlich auch anderes Besteck (also bitte auch nicht beim Füttern vorkosten!). Und, last but not least, achte darauf, dir besonders häufig die Hände zu waschen und deine Hygiene-Standards weiter nach oben zu setzen, als sowieso schon. 

Eine Infektion muss nicht immer so tragisch verlaufen, wie in Johns Fall – aber darauf ankommen lassen willst du es sicherlich nicht, oder?