Was kann man tun, damit das Risiko einer Frühgeburt vermindert wird?

Eine Schwangerschaft dauert in der Regel 40 Wochen. Während sich manche Babys ein paar Tage mehr Zeit lassen, können es andere kaum abwarten und wollen sich schon früher auf den Weg machen.

Die Gefahr der Frühgeburt: Ein Baby liegt im Brutkasten. In Deutschland werden rund neun Prozent aller Babys wenige Wochen vor Ablauf von Schwangerschaftswoche 36 geboren.

Du fürchtest dich vor einer Frühgeburt? Nun, lass dir erst einmal gesagt sein, dass die Wahrscheinlichkeit dafür nicht sehr groß ist. In Deutschland werden rund neun Prozent aller Babys wenige Wochen vor Ablauf von Schwangerschaftswoche 36 geboren. Die meisten Frühchen kommen dann nach SSW 31 und etwa ein Prozent vor Schwangerschaftswoche 27 zur Welt.

Wenn du aber dennoch alles Mögliche tun möchtest, um der Gefahr vorzubeugen, haben wir hier ein paar Tipps für dich, wie du dich zum Ende deiner Schwangerschaft mehr entspannen kannst.

Eine Schwangere fürchtet eine Frühgeburt: Um eine Frühgeburt zu verhindern, muss man zunächst wissen, welche Faktoren diese begünstigen.

Mögliche Ursachen für eine Frühgeburt

Um eine Frühgeburt zu verhindern, muss man zunächst wissen, welche Faktoren diese begünstigen. Seelische und körperliche Belastungen können den Körper schwächen und machen ihn anfälliger. Auch schon vorhandene Krankheiten oder Fehlbildungen können die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt erhöhen.

1. Infektionen:

In der Schwangerschaft ist der Körper leichter geschwächt und so schneller Opfer von Infektionen. Viren, Pilze und Bakterien können eine Infektion im Intimbereich auslösen. Dein Gynäkologe kann sie durch einen Abstrich erkennen. Eine ähnliche Wirkung können Zahnfleischentzündungen haben, die Bakterien streuen, die über den Blutkreislauf den Mutterkuchen erreichen und Wehen auslösen können. Bei dem Verdacht auf Parodontitis solltest du schnell zum Zahnarzt gehen. Auch eine Blasenentzündung kann eine Frühgeburt auslösen, selbst wenn sie keine Beschwerden verursacht.

Eine Frau erwartet ihr Kind

2. Diabetes

Wenn du unter Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit) leidest, solltest du dich während der Schwangerschaft von einem Spezialisten untersuchen lassen.

3. Gestosen

Unter dem Begriff Gestose werden mehrere Krankheitsbilder zusammengefasst, die durch eine Schwangerschaft hervorgerufen oder verstärkt werden können, wie zum Beispiel ein Bluthochdruck. Wenn du an einer gestörten Schwangerschaft (Gestose) leidest, erhöht sich das Risiko für eine Frühgeburt.

4. Gebärmutteranomalie oder Myome:

Weist die Gebärmutter eine Fehlbildung in ihrer Struktur auf, kann es schwieriger werden, das Kind volle neun Monate auszutragen. Gutartige Wucherungen der Gebärmutter können während der Schwangerschaft größer werden und eine Frühgeburt auslösen, weil das Baby dann keinen Platz zum Wachsen hat.

Eine Schwangere steht draußen im Wald und hat Angst vor einer Störungen der Plazenta oder der Fruchtwassermenge

5. Störungen der Plazenta oder der Fruchtwassermenge:

Eine ungünstige Lage der Plazenta, wie zum Beispiel, wenn der Mutterkuchen in der Nähe des Geburtskanals liegt, eine vorzeitige Plazentaablösung oder eine Fehlfunktion können ebenfalls eine Frühgeburt auslösen. Eine Plazentainsuffizienz kann durch Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes und auch Nikotinkonsum entstehen.

Eine erhöhte Fruchtwassermenge macht sich dagegen durch einen großen Bauchumfang bemerkbar. Der zu hohe Druck in der Gebärmutter kann vorzeitige Wehen auslösen.

6. Zervixinsuffizienz:

Der Gebärmutterhals ist in der Schwangerschaft etwa 4 Zentimeter lang. Kurz vor einer Geburt verkürzt sich der Gebärmutterhals. Wenn sich der Muttermund durch eine Gebärmutterhalsschwäche vorzeitig öffnet, besteht die Gefahr einer Frühgeburt.

Eine Schwangere versucht durch Entspannung keine verfrühte Geburt zu erleiden

Was du zur Vorbeugung tun kannst

1. Entspannen

Verrichte keine schwere körperliche Arbeit in der Schwangerschaft, auch keine schweren Einkäufe alleine tragen. Vermeide unnötiges Heben von Gewichten.

2. Nicht rauchen

Während der gesamten Schwangerschaft solltest du aus vielen Gründen auf Nikotin verzichten. Einer davon ist, dass Babys von Raucherinnen meist kleiner und zu früh auf die Welt kommen und dann eher an plötzlichem Kindstod sterben, als Kinder von Nichtraucherinnen.

3. Drogenmissbrauch

Generell solltest du keinen Alkohol und keine anderen Drogen zu dir nehmen.

Vorsorgeuntersuchungen: Eine Frau wird mit einem Ultraschallgerät untersucht und so kann sie vor einer Frühgeburt gerettet werden

4. Gute Ernährung und entspannte Bewegung

Gut und genug zu essen, ist besonders wichtig in der Schwangerschaft. Viel frisches Obst und Gemüse, Brot, Pasta, Reis und Kartoffeln gehören auf einen ausgewogenen Speiseplan. Trinke genug und viel Wasser oder Tee, geh spazieren und sorge für eine gute Umgebung für dich und dein Baby, damit du dich sicher und geborgen fühlen kannst.

5. Regelmäßige Arzttermine

Geh immer zu den Vorsorgeuntersuchungen. In der Gynökologie-Praxis kann durch Routineuntersuchungen eine drohende Frühgeburt erkannt und die Schwangerschaft vielleicht erhalten werden.

Nicht vergessen: Es gibt viele Gründe, weshalb eine Fehlgeburt ausgelöst werden kann. Wenn das passiert – auch bei Mehrlingsschwangerschaften – solltest du dich nicht dafür fertigmachen.