Die Geschichte dieser 23-jährigen geht unter die Haut

Ihre Krankheit brachte sie beinahe um ihr Leben!

Heute hat die 23-jährige Hannah Koestler ihr Lachen endlich wieder gefunden! Doch vor nicht allzu langer Zeit war ein herzliches Lächeln auf ihren Lippen unvorstellbar. Eine Krankheit kostete die wunderschöne junge Frau beinahe das Leben: Sie war kurz davor, den Hungertod zu sterben. Die schlimmste Tatsache daran ist jedoch, dass ihr eigner Kopf und ihre Gedanken sie dazu getrieben hatten!

Das Ganze hat bereits angefangen, als Hannah noch weitaus jünger war. Während ihre Familie immer wieder den Wohnort wechselte, fühlte sie sich einsam und war auf der Suche nach Stabilität. Doch dabei wechselte ihre Familie nicht nur die Wohnorte innerhalb eines Landes, wie es meist geläufig ist. Vielmehr hat die in Österreich geborene Hannah bereits in China, in den USA, in Südkorea und sogar Japan gelebt.

Heute ist sie der Meinung, dass genau diese Unstetigkeit der Auslöser für ihre Krankheit war.

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I often get asked what the key to my recovery was, and here it is: I still remember that day everything changed; the day the apartment was broken into by my grandpa and the police, and immediately being brought to the nearest hospital in an ambulance with blue light. I was sectioned under the mental health act as I was a threat to my own health and safety. Upon my arrival at the hospital, I was in a semi-comatose state, developed refeeding syndrome, all my organs had started failing, I was given blood transfusions, etc. I was admitted on a Friday afternoon and would not have survived the weekend. When the doctors told me this it served as a big wake-up call. I knew I had to change something because what I was doing wasn’t sustainable, but I couldn’t justify recovering for myself yet as I had no self-worth. So I started recovering for my family, as I didn’t want to cause them so much suffering and pain. I told myself I’d give 'recovery a go' and see how it goes – I mean if I didn’t like it when I was done, I could always go back to my destructive ways. I thought it was worth a shot; I had nothing to lose. Recovery is without a doubt the hardest battle I have ever faced, yet with every kilo that I gained and every additional day of actively fighting against my eating disorder, I got stronger. In the depths of your eating disorder, you are a slave to the voice inside of you, and in recovery, you begin to slowly get the real you back. I started to experience short glimpses of life without an eating disodrder– my first genuine laugh, eating a spontaneous piece of food that someone offered me– and slowly I started to realise how valuable and precious life is. You realise that you are worthy, just like everyone else, and that you deserve to live a free and fulfilled life as well. The most important thing I learned in recovery is to give it time. You will not recover overnight, nor in a week or even a month. I took 2 entire years off after high school to focus on recovery and taking care of myself. Yes it was scary not to go to university straight away as that’s seen as the appropriate thing to do in today’s society, but this was the best (cont. 👇🏻)

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Vor allem für Jugendliche ist es besonders schwierig, den Wohnort so häufig zu wechseln, da es dadurch sehr schwer ist, Freundschaften zu knüpfen. Man kommt neu in eine Klasse und alle kennen sich bereits, feste Freundeskreise haben sich bereits gebildet und es ist nicht einfach, in solch einer Situation seinen „Platz“ zu finden. Die „Neuen“ haben es nie leicht. Vor allem auch deshalb, weil sich die meisten oftmals bereits aus Kindertagen kennen. Und gerade am Anfang wird man ganz genau unter die Lupe genommen.

Doch Hannah entwickelte ihre ganz eigene Methode, um Stabilität in ihr Leben zu bringen:

Hannah beginnt ihre Essgewohnheit zwanghaft zu kontrollieren. Der erste Schritt war dabei, Fastfood komplett aus dem Ernährungsplan zu streichen. Sie strebte immer mehr und mehr danach, so gesund wie nur möglich zu essen. Die Waage wird daraufhin zu ihrem besten Freund. Die ersten Kilos fallen schnell, doch das reicht der jungen Frau noch lange nicht. Sie verzichtet auf Fett, dann auf Kohlenhydrate. Am Ende kommt nur noch gedünstetes Gemüse sowie Tofu auf den Teller.

Schnell ist klar, dass es sich um Anorexia Nervosa, bekannt als Magersucht, handelt!

Im Alter von 17 Jahren und einer Körpergröße von 1,80m zeigt die Waage gerade mal 53kg an. Ihr Gesicht sieht erschöpft aus, die Haare fallen aus.

Daraufhin ziehen ihre Eltern einen Schlussstrich und gehen mit Hannah zu einem Arzt. Doch die Reaktion ist nicht die, die sich die Eltern erhofft haben.

Die Ärzte rieten ihnen lediglich dazu, mehr zu kochen und dabeizusitzen, wenn sie isst. Doch leider hilft das nicht.

Hannah rastet aus, wenn sie das essen soll, was sie ihrer Meinung nach nicht essen darf! So kommt es auch, dass sie ihrer Mutter sogar den Teller ins Gesicht wirft, weil sie Parmesan über die Nudeln gestreut hat. Dennoch nimmt sie langsam wieder zu und auch ihr BMI normalisiert sich. Für Hannah bedeutet dies einen riesigen Schritt nach vorne, weshalb es ihr nicht schwer gefallen ist, ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie stabil genug sei, wieder allein in Österreich zu leben.

Zur Sicherheit soll ihr Großvater ein Auge auf sie haben, denn er lebt in der Nähe. So kommt es, dass ihre Eltern wieder nach Japan fliegen, wo sie auch arbeiten.

Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Hannah nun völlig außer Kontrolle gerät!  

Erneut schränkt sie ihr Essen ein. Doch dieses Mal in einem deutlich größeren Ausmaß! Es kommt so weit, dass sie täglich nur noch 3 Reiswaffeln und 1 Glas Wasser zu sich nimmt. Sie magert auf 30 Kilo ab und trägt die Kleidergröße einer 10-jährigen.

Als ihr Großvater mehrere Tage nichts mehr von ihr hört und sie auch an der Tür nicht antwortet, ruft er einen Notarzt. Sie brechen die Tür auf und finden ein qualvolles Bild vor sich. Hannah liegt auf dem Boden. Sie besteht nur noch aus Haut und Knochen.

Daran erinnert sich Hannah nicht mehr. Sie weiß nur noch, dass sie schließlich in einem Krankenhausbett aufwacht und an Schläuche angeschlossen ist. Ganze fünf Monate dauert es, bis sie das Krankenhaus endlich verlassen darf. Um ihre Behandlung anzutreten, wird sie in eine Tagesklinik verlegt. Zehn Monate lernt sie, wie sich normales Essverhalten anfühlt und welche Nährstoffe essentiell sind.

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Back in my favourite city in 3 weeks ✨

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Sie nimmt zu und bekommt ihr Essverhalten langsam wieder in den Griff. Endlich kann sie Essen wieder genießen! Doch ihr Kampf ist noch nicht vorbei. Um sich weiterhin zu motivieren, lädt sie immer wieder Fotos von sich und leckeren veganen Gerichten hoch.

Sie ist sich bewusst, dass sie noch einen langen Weg vor sich hat, doch sie ist bereit, diesen zu gehen!