Frauenarztbesuch: 16 Dinge, die du lieber nicht machen solltest

Der Frauenarztbesuch gehört für Frauen zum Pflichtprogramm, doch viele wissen nicht, welche Dinge man lieber nicht machen sollte

Frauen sollten regelmäßig ihre Gynäkolog*innen aufsuchen, doch dabei sollten einige Dinge nicht passieren.
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Ganz ehrlich: Der Gang auf den gynäkologischen Stuhl gehört für die wenigsten Frauen zu den absoluten Lieblingsterminen. Obwohl die jährliche Vorsorge für unsere Intimgesundheit wahnsinnig wichtig ist, schleicht sich bei vielen vor dem Termin ein unschönes Gefühl im Magen ein. Die gute Nachricht vorweg: Frauenärzte und -ärztinnen haben in ihrer Laufbahn garantiert schon alles gesehen, falsche Scham ist hier also völlig fehl am Platz. Trotzdem gibt es im Praxisalltag ein paar Fettnäpfchen und Verhaltensweisen, die den Behandlungsablauf unnötig kompliziert machen oder sogar Diagnosen verfälschen. Damit du perfekt vorbereitet bist, zeigen wir dir, welche Dinge du beim nächsten Besuch lieber vermeiden solltest.

Etwas näher zu rutschen kann schon sehr unangenehm sein, ist aber dennoch wichtig.
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#1 Auf dem Stuhl im „Sicherheitsabstand“ verharren

Es ist völlig verständlich, dass der gynäkologische Stuhl erst einmal einschüchternd wirkt. Aus reinem Reflex rutschen viele Patientinnen instinktiv so weit wie möglich nach hinten, um emotional Distanz zu schaffen. Für die Untersuchung ist das allerdings kontraproduktiv. Der Satz „Rutschen Sie bitte noch ein Stück weiter vor“ gehört zum absoluten Standard-Repertoire in Praxen. Mach es für dich und das Gegenüber am besten kurz und schmerzlos: Geh direkt so weit an die Kante heran, dass dein Becken optimal gelagert ist. Je besser die Position, desto schneller, sanfter und schmerzfreier ist die Untersuchung für dich erledigt.

Den Kontrolltermin solltest du lieber alleine und ohne Partner*in wahrnehmen.
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#2 Partner*innen mitbringen

Natürlich ist es schön, eine*n unterstützende*n Partner*in an der Seite zu haben. Doch beim ganz normalen, jährlichen Kontrolltermin sorgt der Freund im Behandlungszimmer meistens eher für eine verkrampfte Atmosphäre. Die Intimsphäre leidet, und oft trauen sich Patientinnen im Beisein gar nicht, sehr private Fragen zu stellen. Eine ganz klare Ausnahme ist natürlich die Schwangerschaftsvorsorge. Hier gehören sie absolut dazu, um den Ultraschall zu sehen. Bei der Routineuntersuchung gilt jedoch: Regel das lieber alleine. 

Erzähle nicht, welche Symptome du schon gegoogelt hast.
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#3 Erzählen, welche Symptome ihr schon gegoogelt habt

Wir alle tun es: Sobald es irgendwo zwickt oder juckt, werfen wir die Suchmaschine an. Das Problem ist nur, dass laut Internetrecherche selbst die harmloseste Hautreizung meistens direkt als lebensbedrohliche Erkrankung eingestuft wird. Mit diesen Schreckensszenarien im Kopf die Praxis zu stürmen und zu erklären, was man im Netz gefunden hat, bringt niemanden weiter. Mediziner*innen haben jahrelang studiert, um Symptome im Gesamtbild zu betrachten. Vertrau auf die echte Expertise vor Ort und versuch nicht, das medizinische Personal von deiner nächtlichen Internet-Recherche zu überzeugen.

Bitte komme gepflegt, aber übertreibe es nicht!
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#4 Übertriebene Intimhygiene kurz vor dem Termin

Natürlich gehört eine normale Körperpflege vor dem Arztbesuch zum guten Ton und sorgt dafür, dass man sich selbst wohler fühlt. Ein fataler Fehler ist es jedoch, den Intimbereich kurz vor der Untersuchung mit parfümierten Duschgels, Intimsprays oder feuchten Tüchern regelrecht zu sterilisieren. Diese aggressiven Produkte zerstören kurzfristig den natürlichen pH-Wert der Scheidenflora. Wenn der oder die Ärzt*in dann einen Abstrich macht, um Bakterien oder Pilze zu bestimmen, kann das Ergebnis komplett verfälscht werden. Eine ganz normale Dusche mit klarem Wasser und eine frische Unterhose reichen völlig aus.

Verschweigst du Symptome, kann dir dein Frauenarzt oder deine Frauenärztin nicht helfen.
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#5 Aus falscher Scham Symptome verschweigen

„Ach, das ist bestimmt nichts Schlimmes“ oder „Das ist mir jetzt irgendwie zu peinlich“ – mit diesen Gedanken schlucken viele Frauen wichtige Beschwerden einfach hinunter. Ob ungewöhnlicher Ausfluss, Schmerzen beim Sex oder ein verändertes Gefühl im Unterleib: Für das Praxisteam sind das keine Tabuthemen, sondern tägliche Routine. Selbst vermeintlich kleine Veränderungen können wichtige Hinweise auf Infektionen oder hormonelle Verschiebungen sein. Geh offen mit deinem Körper um. Nur wenn man alle Fakten kennt, kann man dir auch wirklich schnell und gezielt helfen.

Bitte setze deine Verhütung nicht ohne Absprache ab!
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#6 Die Pille heimlich und schlagartig absetzen

Du hast keine Lust mehr auf die hormonelle Verhütung oder planst sowieso demnächst Nachwuchs? Das ist absolut deine Entscheidung. Du solltest die Pille oder andere Verhütungsmittel jedoch niemals mitten im Zyklus und ohne ein Wort an deine Praxis absetzen. Der plötzliche Hormonentzug kann nicht nur zu heftigen Zwischenblutungen und Hautproblemen führen, sondern bringt oft auch den gesamten Zyklus durcheinander. Sprich deine Pläne oder Bedenken einfach kurz an. Deine Ärztin kann dich beraten, wie du den Übergang am besten gestaltest und welche hormonfreien Alternativen für dich infrage kommen.

Du solltest immer offen mit Gynäkolog*innen über Schmerzen oder Unwohlsein sprechen.
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#7 Die Untersuchung schweigend über sich ergehen lassen

Eine gynäkologische Untersuchung lebt von der Kommunikation. Wenn du während des Tastbefundes oder beim Ultraschall Schmerzen spürst, solltest du das sofort laut aussprechen. Es bringt überhaupt nichts, die Zähne schweigend zusammenzubeißen. Ein plötzlicher Schmerz an einer bestimmten Stelle ist für die Diagnose ein extrem wichtiges Signal. Zudem kann das medizinische Personal die Untersuchung sofort vorsichtiger gestalten oder kurz innehalten, wenn du dich unwohl fühlst. Du bist keine passive Statistin auf dem Stuhl, sondern deine Rückmeldung steuert die Behandlung.

Du solltest dich nicht davor drücken, deine Termine in der Praxis wahrzunehmen.
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#8 Den Termin nur bei aktiver „Liebeszeit“ wahrnehmen

Es hält sich immer noch der hartnäckige Mythos, dass man Frauenärzt*innne nur dann braucht, wenn man auch im Bett aktiv ist. Wenn im Bett gerade absolute Eiszeit herrscht oder du Single bist, neigen viele dazu, die Termine schleifen zu lassen. Das ist extrem riskant. Bei der jährlichen Vorsorge geht es in erster Linie um Krebsfrüherkennung (wie den Gebärmutterhalskrebs-Abstrich) und das Abtasten der Brust und der Eierstöcke. Diese Erkrankungen entwickeln sich völlig unabhängig davon, ob du gerade GV hast oder nicht. Trag dir den Termin also fest einmal im Jahr in den Kalender ein.

Du solltest deinen Termin während der Periode nur absagen, wenn du unter starken Schmerzen und Blutungen leidest.
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#9 Termin wegen Periode absagen

Du wachst am Morgen des Termins auf und merkst, dass deine Tage eingesetzt haben? Kein Grund zur Panik. Wenn die Periode gerade erst beginnt oder nur noch eine leichte Schmierblutung da ist, ist das für die Untersuchung überhaupt kein Problem. Praxen sind darauf vorbereitet und machen ihre Arbeit ganz normal weiter. Einzig und allein, wenn du dich mitten in deiner stärksten Phase mit heftigen Blutungen und Krämpfen befindest, solltest du kurz in der Praxis anrufen und den Termin verschieben, da das Blut im Labor den Abstrich unlesbar machen kann. Bei akuten Beschwerden gilt aber: Trotz Periode sofort hin!

Es ist völlig egal, ob und wie du im Intimbereich rasiert bist.
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#10 Wegen fehlender Rasur entschuldigen

„Tut mir leid, ich bin heute nicht frisch rasiert“ – diesen Satz hören Gynäkolog*innen fast täglich, und sie würden ihn am liebsten komplett aus den Köpfen ihrer Patientinnen streichen. Wie du deine Behaarung im Intimbereich trägst, ob komplett glatt, getrimmt oder naturbelassen, ist reine Geschmackssache und medizinisch vollkommen irrelevant. Das Praxisteam schaut bei der Untersuchung ausschließlich auf deine Gewebegesundheit, die Schleimhäute und die Organe. Niemand führt dort Buch über deine Rasurgewohnheiten. 

Man sollte nicht auf eigene Faust irgendwelche Medikamente nehmen.
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#11 Selbst Medikamente verschreiben

Es juckt oder brennt im Intimbereich, und der erste Gedanke lautet: Bestimmt ein Hefepilz! Viele Frauen marschieren dann sofort in die nächste Apotheke und besorgen sich frei verkäufliche Kombi-Präparate. Das Problem: Die Symptome eines Pilzes ähneln stark den Anzeichen einer bakteriellen Vaginose oder einer allergischen Reaktion auf Waschmittel. Wer nun auf eigene Faust mit der falschen Creme therapiert, lindert das Problem oft nicht, sondern verschleppt die eigentliche Infektion nur. 

Gynäkolog*innen sollte man wirklich alle Fragen stellen.
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#12 Angst vor Fragen

Die Praxis ist genau der Ort, an dem du jede Frage stellen darfst, die dir auf der Seele brennt, völlig egal, wie intim oder vermeintlich peinlich sie dir vorkommt. Ob es um Verhütungspannen, Fragen zum Orgasmus, Trockenheit oder Gerüche geht: Für das medizinische Personal gibt es keine Unwissenheit, für die man sich schämen müsste. Sie sind dafür da, dich aufzuklären und dir die Angst zu nehmen. Wenn du vor lauter Aufregung im Sprechzimmer oft alles vergisst, schreib dir deine Fragen vorher einfach als Notiz auf das Smartphone.

Du wirst auf jeden Fall gefragt werden, wann deine letzte Periode war. Vergiss deinen Kalender nicht.
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#13 Den Menstruationskalender zu Hause vergessen

Die Frage nach dem ersten Tag der letzten Periode kommt garantiert Es ist der Klassiker bei jedem Gespräch: „Wann war der erste Tag Ihrer letzten Periode?“ Wer dann ins Stottern gerät und wild anfangen muss zu schätzen, macht es der Praxis schwer. Das genaue Datum deines Zyklusbeginns ist ein essenzieller Indikator, um zu sehen, ob deine Hormone im Takt sind oder ob Auffälligkeiten beim Ultraschall zum aktuellen Zyklusstand passen. Gewöhn dir am besten an, deine Periode in einer App auf dem Handy zu tracken. So hast du das genaue Datum bei der Anmeldung sofort parat und musst nicht peinlich berührt raten.

Für den Besuch in der Praxis solltest du dich eher gemütlich anziehen.
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#14 Unbequeme Kleidung für die Untersuchung wählen

Der Moment, in dem man sich untenrum freimachen muss und barfuß durch das Behandlungszimmer zum Stuhl läuft, fühlt sich für viele Frauen besonders nackt und unangenehm an. Hier kannst du dir mit der richtigen Outfit-Wahl selbst einen riesigen Gefallen tun. Lass die enge Jeans oder das komplizierte Jumpsuit-Outfit an diesem Tag lieber im Schrank. Wenn du stattdessen ein längeres Oberteil, eine Tunika, einen Rock oder ein Kleid anziehst, bist du auf dem Weg zum Stuhl perfekt bedeckt und fühlst dich während der gesamten Untersuchung deutlich wohler und geschützter.

Du hast das Recht darauf, die Praxis zu wechseln, wenn du dich nicht wohl fühlst.
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#15 Den Wechsel aus Bequemlichkeit hinauszögern

Die Chemie zwischen dir und deiner Frauenärztin oder Arzt stimmt einfach überhaupt nicht, du fühlst dich abgefertigt oder mit deinen Sorgen nicht ernst genommen? Viele Frauen bleiben trotzdem jahrelang in derselben Praxis, weil sie den Aufwand eines Wechsels scheuen oder denken, es gehöre sich nicht. Doch gerade in der Gynäkologie ist ein felsenfestes Vertrauensverhältnis das A und O für eine gute medizinische Versorgung. Wenn du dich unwohl fühlst, zögere nicht, dir eine Zweitmeinung einzuholen oder die Praxis komplett zu wechseln. Du hast ein Recht darauf, dich gut aufgehoben zu fühlen.

Worauf solltest du bei deinem nächsten Termin achten?
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Die wichtigsten Do‘s und Don‘ts für deinen nächsten Termin

Damit beim nächsten Besuch in der Praxis alles absolut entspannt und reibungslos abläuft, kommt hier deine kompakte Übersicht:

Das machst du ab jetzt genau richtig:

  • Ganz nach vorne rutschen: Mach es kurz und rück auf dem Stuhl direkt bis ganz an die Kante heran.
  • Normale Hygiene: Eine Dusche mit klarem Wasser am Morgen reicht vollkommen aus – die natürliche Flora dankt es dir.
  • Periode im Blick: Hab das Startdatum deiner letzten Menstruation dank App immer griffbereit.
  • Das richtige Outfit: Ein langes Shirt oder ein Rock nehmen das Gefühl von Nacktheit auf dem Weg zum Stuhl.
  • Offenheit: Stell jede Frage, die dir auf dem Herzen liegt – Scham ist hier komplett fehl am Platz.


Das solltest du in Zukunft lieber lassen:

  • Dr. Google glauben: Lass dich von Online-Diagnosen nicht verrückt machen, sondern vertrau den echten Profis.
  • Rasur-Panik: Du musst dich für deine Körperbehaarung weder rechtfertigen noch entschuldigen.
  • Eigendiagnosen: Geh bei Juckreiz oder Brennen in die Praxis, statt mit falscher Creme alles schlimmer zu machen.
  • Termine schleifen lassen: Geh auch dann einmal im Jahr zur Vorsorge, wenn du gerade Single bist oder keinen S*x hast.
  • Schmerzen herunterschlucken: Sag sofort laut Bescheid, wenn dir bei der Untersuchung etwas wehtut.
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