Mann erklärt Frauen auf Twitter, wie sie auszusehen haben - doch erntet dafür einen Shitstorm

Ob er wohl ernsthaft überrascht ist, dass seine "Wie man eine schöne Frau wird"-Liste nicht ganz so gut ankam?

Es gibt zahlreiche Anleitungen im Internet, für die wir überaus dankbar sind (wie man ein pochiertes Ei macht zum Beispiel; oder wie man sich bei Excel zurechtfindet). Dann gibt es aber auch Anleitungen wie die folgende, die wirklich keiner gebraucht hat:

"Wie man eine schöne Frau wird

- dünn sein

- kochen können

- lange Haare haben

- Make-up tragen

- feminin sein

- anmutig sein

- sinnlich sein

- sich rasieren (sollte selbstverständlich sein)

- stylish sein

- Pink und weibliche Farben tragen

- Männer lieben

- Männern zuhören

Bleibt classy, Mädels!"

An dieser Stelle ist uns leider schlecht vom vielen mit-den-Augen-Rollen. Ernsthaft, man könnte quasi an jedem einzelnen Punkt ansetzen und ihn derart auseinandernehmen, dass von dem Tweet quasi nur noch die Satzzeichen als logisches Ganzes übrig blieben. Da wird mit dieser Ansicht nicht alleine sind und viele Frauen (und Männer) nicht auf den hundertsten mental im 18. Jahrhundert festhängenden Typen gewartet haben, der ungefragt sein völlig unhaltbares Frauenbild in die Welt hinausposaunt, erntete der Verfasser auf Twitter einen mächtigen Shitstorm – doch auf den war er gefasst und legte (leider) gleich noch nach:

"Du kannst diese Liste benutzen, um Frauen zu untersuchen.

Wenn du ihnen die Liste zeigst und sie sauer werden, kannst du darauf schließen, dass sie Harpyien sind, mit denen du dich niemals vermehren willst. 

Und dass sie furchtbare Mütter wären.

Bleibt wachsam, Kings."

Aha, wer also nicht für ihn ist, ist gegen ihn und automatisch auch eine schlechte Mutter. Wir sind keine Image-Berater und eigentlich ist das Kind sowieso schon in den Brunnen gefallen, aber spätestens an dieser Stelle will man dem Guten einfach raten, ein Snickers zu essen und sich mal ein wenig zu beruhigen. Am besten an einem Ort jenseits jeglicher Zivilisation, vielleicht dem Mars oder so.

Hätte er mal auf uns gehört. Stattdessen ergreift er schon wieder das Wort:

Auf das negative Feedback anderer Nutzer reagiert er mit:

"Ich sehe, dass viele von euch Frauen verzweifelt meine Bestätigung und Aufmerksamkeit möchten. 

Hier ist ein Selfie, dass ihr benutzen könnt, um eure Fantasien zu befriedigen:"

Das ist wohl eher das Selfie, dass wir bei Duden einreichen, damit sie es unter das Wort 'Vollidiot' drucken. 

Aber hey, er wäre nicht er, wenn es nicht noch dreister ginge …

"Basierend auf diesen Antworten klingen viele von euch armen Frauen als wären sie unterf****. 

Das ist bedauerlich.

Wenn ihr den Anweisungen der Liste folgt, könnt ihr zu einer Frau werden, die maskuline Männer anziehend finden. 

Kontaktiert mich, um zu lernen, wie man schön wird."

Dann heißt es aber auf einmal in einem nächsten Tweet:

"Ich habe eine persönliche Regel, die besagt, dass ich nur mit Frauen spreche, die eine 8 oder höher auf einer Skala von 10 sind. 

Wenn ich eure Antwort ignoriere, fühlt euch also nicht schlecht. [...]"

Nö, wer würde sich denn da schlecht fühlen. Da kann man sich nur wünschen, eine 1 auf der Skala zu sein, um niemals mit dem Typen reden zu müssen. Das stoppt allerdings nicht seine weiteren Tweet-Monologe (leider):

"Eines Tages wollt ihr vielleicht heiraten.

Euer Wert als Ehefrau wird zählen. Dafür gibt es auch eine Anleitung."

Danke, wir verzichten. Darauf folgen noch mindestens fünf oder sechs weitere Tweets, die alle denselben schwachsinnigen Inhalt haben. 

Daher also hier lieber die grandiose Antwort einer Nutzerin: "Ich hab sie gefunden. Ich habe deine perfekte Ehefrau gefunden" – samt Foto einer Gummipuppe.

Alternativ würden wir dem Guten auch gerne mal ein paar Listen zukommen lassen. Wie wäre es mit: "So lösche ich meinen Twitter-Account in 10 Sekunden" oder "Wie werde ich von einem absoluten Vollidioten zu einem akzeptablen Typen, der Frauen so sein lässt, wie sie sind?".