Trash-TV: Die größten Skandale aus der Welt der Reality-Stars
In der Welt der Reality-Stars gibt es nicht wenige Skandale oder Aufreger. Was passiert hinter den Kulissen der bekannten Reality-Shows?
„Das Dschungelcamp“,„Ex on the beach“, „Are You The One“, „Love Island“, „Adam sucht Eva“, „Temptation Island“, „Das Sommerhaus der Stars“, „Kampf der Reality Stars“... you name it. Wir lieben Trash-TV und das sagen wir voller Stolz. Nirgendwo gibt es so viel zwischenmenschliches Drama und so viele ausgeplauderte Geheimnisse und Neuigkeiten wie in solchen Shows. Doch immer wieder sorgen die Reality-Stars auch während der Ausstrahlung und auch hinter den Kameras für Skandale. Und manchmal gehen die Handlungen einzelner Kandidat*innen auch so weit, dass dies nichts mehr mit Unterhaltung zu tun hat.
Triggerwarnung: In diesem Text wird toxisches, respektloses oder manipulierendes Verhalten gegenüber anderen thematisiert. Er kann verstörend oder belastend wirken. Bitte achte auf dein Wohlbefinden und überspringe den Inhalt, falls er für dich emotional belastend ist.
„Temptation Island VIP“: Wiedersehen zwischen Aleks Petrovic und Vanessa Nwattu sorgt für Wirbel
Dass Reality-TV-Formate immer wieder Grenzen überschreiten, ist längst bekannt. Doch die sechste Staffel von „Temptation Island VIP“ sorgte Ende 2025 und Anfang 2026 für besonders große Empörung. Das Konzept der Show: Paare ziehen in getrennte Villen ein, in denen jeweils Singles des anderen Geschlechts darauf warten, die vergebenen Kandidat*innen zu verführen.
Beim finalen Lagerfeuer der 6. Staffel von „Temptation Island VIP“ kam es zum Bruch: Während Aleks unter Tränen um die Verlobung kämpfte, blieb Vanessa eiskalt. Sie erklärte die Beziehung für beendet, da sein Verhalten in der Villa ihr gezeigt habe, dass er kein Partner auf Augenhöhe sei. Die Eskalation folgt jedoch erst beim großen Wiedersehen. Während Aleks zunächst Reue zeigt, lässt sich Vanessa davon nicht beirren. Nach eigenen Angaben kam Aleks’ Einsicht erst beim dritten Lagerfeuer. „Ja, weil du erwischt wurdest“, hält Vanessa dagegen und erinnert an den Off-Cam-Moment, in dem er sich besonders abfällig über ihre fehlende Bereitschaft zur Intimität geäußert hatte. Aleks beteuert, er habe sein Verhalten zutiefst bereut. Doch Vanessa widerspricht erneut: „Und deswegen hast du danach auf Social Media weitergemacht …“, wirft sie ihm vor. Hier hatte der 34-Jährige tatsächlich immer wieder während der Ausstrahlung eine Auseinandersetzung via Instagram-Story mit Vanessa ausgefochten.
Doch es geht noch weiter:
„Emotionaler Missbrauch“: Vanessa erhebt schwere Vorwürfe gegen Aleks
Moderatorin Janin will im Streit zwischen Vanessa und Aleks für Klarheit sorgen: Warum war es Vanessa so wichtig, dass Aleks nicht zu viel Alkohol trinkt? Vanessa erzählt: „Im betrunkenen Zustand hat er mich in der Vergangenheit schon einige Male mit ‚ganz krassen Schimpfwörtern‘ beleidigt. Er wurd' dann auch ab und an mal 'n bisschen aggressiver.“ Vanessa geht ins Detail: Körperliche Gewalt habe es nicht gegeben, „aber: Es gab mehrere Türen, die bei uns zu Hause kaputt waren.“ Auch eine Glasscheibe sei einmal zu Bruch gegangen. „Es gab da einiges – und das werd' ich nicht mehr verheimlichen.“ Sie beschreibt Aleks’ Verhalten als „emotionalen Missbrauch“. Janin fragt weiter: Warum sei sie dann überhaupt mit ihm zusammen gewesen? Vanessa antwortet weinend: „Weil ich manipuliert war, weil ich kein Selbstbewusstsein hatte.“
Aleks versucht sich zu verteidigen: „Wenn ich so der krasse Manipulator bin, warum hab' ich's dann nur geschafft, einmal im Monat Intimität zu manipulieren?“ Vanessa entgegnet: „Das ist absolut widersprüchlich! Wer so etwas schon mal erlebt habe, wisse, warum man sich aus solch einer manipulativen Beziehung so schwer lösen könne.“ Sie schildert, dass es in der Beziehung mehrere grenzüberschreitende Szenen gegeben, sie Aleks aber immer „auch fürs Außenbild“ geschützt habe.Sie durfte nie mit jemandem über die Beziehung sprechen und musste teils Instagram-Posts löschen, die gezeigt hätten, dass es ihr schlecht ging. „Ich musste immer für die Kamera lachen …“
Damit nicht genug:
„Lange dachte ich, dass ich ganz allein damit bin“: Vanessa Nwattu spricht im Interview über die Beziehung
Mit ihren Vorwürfen hat der Reality-Star auch außerhalb des Trash-TV für viel Wirbel gesorgt. Dem stern gab sie kurz nach der Show ein Interview über ihre ganz persönliche Geschichte. „Lange dachte ich, dass ich ganz allein damit bin. Jetzt erkenne ich, dass es vielen Menschen so geht, wie mir. Das ist erschreckend“, so die 25-Jährige. Wenn ihr Ex-Partner Alkohol getrunken hat, sei es besonders schlimm gewesen, denn da „hatte er sich nicht mehr im Griff“. Weiter erzählt sie: „Er hatte oft Wutausbrüche. Auf meinen Körper hat er nie Gewalt ausgeübt. Aber er hat seine Faust direkt neben meinem Kopf in die Wand geschlagen, Türen zerstört oder Sachen durch die Gegend geschmissen. Ich glaube, dass er mir damit Angst machen und seine Macht demonstrieren wollte. Wenn er Alkohol getrunken hatte, fühlte ich mich nicht sicher.“ Dennoch würden viele Menschen ihr nicht glauben oder ihr den „emotionalen Missbrauch“ absprechen. Dazu sagt sie: „Es ist schwer zu erklären, was bei emotionalem Missbrauch passiert, aber er führt auf jeden Fall dazu: man schafft es nicht, zu gehen. Ich wünschte mir, dass mehr Menschen für emotionalen Missbrauch sensibilisiert werden und aufhören, Opfern Vorwürfe zu machen.“
Dann eine Meldung:
RTL verkündet Teilnahme von Aleks & Vanessa bei „Prominent getrennt“
Kurz nach dem Wiedersehen verkündet RTL offiziell: Vanessa und Aleks ziehen „als letztes Ex-Paar in die ‚Villa der Verflossenen‘!“ Daraufhin nutzt Aleks diese Bekanntgabe, um Vanessas Vorwürfe des emotionalen Missbrauchs zurückzuweisen. Seiner Ansicht nach würde sich niemand, der sich als Opfer fühlt, freiwillig gemeinsam mit dem Ex-Partner im Fernsehen zeigen: „Opferrolle und gemeinsame Bettkante passen nicht zusammen. Außer, wenn Gage, Reichweite und Aufmerksamkeit wichtiger sind als Prinzipien und Selbstschutz“, findet er. Vanessa kontert und liefert eine Erklärung: finanzielle Abhängigkeit durch den Job und der Wunsch, die eigene Wahrheit endlich unzensiert zu zeigen. Sie betont, dass sie sich bei „Temptation Island VIP“ nicht frei äußern konnte und nun die Gelegenheit nutzen möchte, sein ‚wahres Gesicht‘ zu enthüllen.“ Weiter meint sie in ihrem Statement auf Instagram: „Was ich sehr schwierig finde, ist, dass sofort verurteilen, ohne meine Beweggründe zu kennen. Nur weil ich an einem Format teilnehme, heißt das nicht, dass keine emotionale Manipulation stattgefunden hat. Prominent getrennt ist ein geschützter Rahmen: Ich war nicht allein, ich habe nicht alleine mit ihm in einem Zimmer geschlafen (auch nicht in einem Bett), es gab Kameras und andere Mitkandidaten. Genau das hat mir Sicherheit gegeben.“
Wie das Paar in der nächsten Show interagiert, bleibt abzuwarten. Bei „Temptation Island VIP“ hat sich Aleks jedenfalls nicht mit Ruhm bekleckert:
„Temptation Island VIP“: Szenen sorgen für Skandal
Schon eine Folge im November 2025 sorgte bei den Zuschauer*innen für Wirbel: In der sechsten Folge unternehmen die männlichen Teilnehmer gemeinsam mit den Verführerinnen einen Bootsausflug – und dort eskaliert die Situation.
Zunächst fordert Reality-Star Marwin, dass die Frauen sich vor ihm hinknien, damit er ihnen Sekt auf die Brüste spritzen könne. Als sie sich weigern, geht Aleks Petrović noch weiter: Er spuckt den Frauen mit Sekt ins Gesicht. Auf die empörten Reaktionen antwortet er abwertend: „Ja, sorry, ihr seid Verführerinnen, was soll ich machen?“ und weiter: „Das ist euer Job, ihr müsst verführen.“ Eine der Frauen entgegnet daraufhin: „Was ist mein Job? Mir von dir ins Gesicht spucken zu lassen? Ich denke nicht!“ Eine andere bezeichnet die Aktion als „abwertend“ und „niveaulos“. RTL ließ die Szenen unkommentiert – ebenso wie eine Passage, in der Petrović erzählt, wie er seine Verlobte nach dem Heiratsantrag dazu drängte, mit ihm zu schlafen, obwohl sie das nicht wollte. Er habe „nur gezahlt“, würde dafür aber nichts „kriegen“, beschwerte er sich. Zudem zeigte RTL eine Szene, in der nur die Tonspur zu hören ist. Offenbar dachten die Kandidaten in dem Moment, sie wären unbeobachtet. Hier spricht Aleks einen Angler an, der ein wenig deutsch versteht und meint: „Meine Frau. Kein S**. Wie diese Fische, kein S**. Schw***, nichts! Meine Frau gibt nicht, wie diese Fische, ja?“ Das Verhalten des 34-Jährigen löste eine Welle der Empörung aus:
Die Zuschauenden forderten ein Statement von RTL:
Nach Shitstorm: RTL reagiert
„Ich bin so schockiert! Mir fehlen die Worte für diesen Mann“, schreibt eine Userin auf Instagram. Eine andere stimmt ein: „Bin nicht mit ihm zusammen, würde ihn dennoch gerne verlassen.“ Viele forderten: „Er hätte aus der Show fliegen müssen!“ oder „Wirklich traurig, dass die Produktion nicht eingegriffen hat und dieses menschenverachtende Verhalten toleriert wird. Ihr gebt solchen Männern auch in anderen Formaten noch eine Plattform! Das ist ekelhaft.“ Schon in Shows wie „Kampf der Realitystars“ oder „Das Sommerhaus der Stars“ sorgte Aleks Petrović für negative Schlagzeilen. Er inszeniert sich als „maskuliner Mann“ und propagiert ein altmodisches Rollenverständnis.
Auch die Moderatorin des Formats reagierte. „Bezugnahme: Ein Nein ist ein Nein!“, schrieb Janin Ullmann auf Instagram und machte damit unmissverständlich deutlich, wie sie zu den Vorfällen steht. Später äußerte sich auch RTL mit eher zurückhaltenden Worten auf Instagram: „Wir verstehen, dass die Szenen in Folge sechs viele bewegen. ,Temptation Island V.I.P.’ zeigt echte Emotionen und Beziehungen in Extremsituationen“, heißt es in dem Statement. Anschließend verweist der Sender auf den weiteren Verlauf der Staffel: „Wie sich alles weiterentwickelt und kontextualisiert, wird bis zum Wiedersehen noch deutlich.“ Zum Schluss richtet RTL einen Appell an das Publikum: „Bitte bleibt immer respektvoll. Hass und Hetze haben hier und im realen Leben keinen Platz. Hinter jeder Geschichte stehen echte Menschen, die mitlesen und fühlen.“
Dann reagierte auch Aleks selbst:
Aleks Petrović bezieht öffentlich Stellung
Nach heftiger Kritik an seinem Verhalten meldete sich Aleks Petrović noch am selben Tag öffentlich zu Wort. In einer inzwischen gelöschen Instagram-Story zeigte er Reue und übernahm Verantwortung für sein Handeln: „Ich habe Dinge gesagt und getan, die verletzend und respektlos waren. Ich möchte mich ausdrücklich für die von meiner Seite getätigten Aussagen beziehungsweise für das an den Tag gelegte Verhalten entschuldigen.“ Er räumte außerdem ein, in bestimmten Momenten die Kontrolle verloren zu haben: „Ich war in gewissen Situationen mega unreflektiert, verletzend und habe aus der Emotion und Enttäuschung heraus gehandelt.“ Gleichzeitig wies er schwerwiegende Vorwürfe entschieden zurück: „Selbstverständlich ist es niemals zu sexuellen Übergriffen gekommen. Ich hoffe auch schwer, dass derartige Lügen und Beleidigungen nicht weiter verbreitet werden.“ Abschließend betonte er: „Ich sehe ein, dass sowas ein absolutes No-Go ist.“ Ein ausführlicheres Statement kam dann in der Wiedersehensshow, in der er sich nochmals entschuldigte.