Clevere Tricks in der Werbung

Zum Glück nicht handgemacht

Wer erwartet bei Ware aus dem Supermarkt schon handgemachte Produkte, die, bevor sie ins Regal kamen, liebevoll gerührt, belegt und gebacken wurden? Das sind wohl die Wenigsten unter uns. Trotzdem wird uns genau dieses Bild in der Werbung suggeriert. Wir verraten dir, wo ganz offensichtlich ein bisschen geschummelt wird.

Clevere Tricks in der Werbung

Jetzt mal ganz realistisch…

Wenn wir uns einmal an dem orientieren, was uns von den Herstellern in der Werbung versprochen wird, ist ganz schnell klar: Wäre das die Realität, wären unsere Supermärkte leer. Würde sich eine Person der Hanuta-Produktion widmen und die Zutaten verrühren sowie die Waffeln frisch backen, dann könnte sie ungefähr 130 Hanutas pro Tag produzieren.

Nimmt man alle Ferreromitarbeiter in Deutschland zusammen, hieße das, dass jedes Lebensmittelgeschäft pro Tag nur etwas mehr als eine Packung Hanuta verkaufen könnte.

Gut geschwindelt ist halb gewonnen

Die unrealistische Werbung der Hersteller ist zumeist sehr erfolgreich. Viele lassen sich gerne eine “heile Welt” verkaufen. Dass bei Landliebe die Kakaobohnen für die Produktion des Schokoladenpuddings nicht handverlesen werden und der Frischkäse nicht von Almette im Fass beim Bauern angerührt wird, dürfte jedem klar sein.

Aber warum kaufen wir die beworbenen Produkte trotzdem? Psychologen gehen davon aus, dass unbewusste Bedürfnisse nach Idylle und mit Sorgfalt hergestellten Produkten angesprochen werden. Und auch, wenn wir uns der Realität bewusst sind, verbinden wir diese beworbenen Bedürfnisse mit einer höheren Qualität des Produkts und sind so bereit, mehr Geld auszugeben.