Nährstoffmangel: Satt, aber nicht gesund

Worauf die Welthungerhilfe aufmerksam machen will

Ein Viertel der Weltbevölkerung hat zwar genug zu essen, ist aber nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Darauf macht die Welthungerhilfe aufmerksam.

Nährstoffmangel: Satt, aber nicht gesund

Gesunde Ernährung hat unterschiedliche Bedeutungen

Während die Probleme mit gesunder Ernährung in Europa hauptsächlich darauf basieren, dass wir uns aus dem Überangebot von Lebensmittel die falschen heraussuchen, stehen Menschen in anderen Teilen der Welt – insbesondere in Afrika und Asien – einfach nicht genügend nährstoffreiche Lebensmittel zur Verfügung.

Verborgener Hunger

Zwei Milliarden Menschen (das ist mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung) litten laut des im Oktober 2014 veröffentlichten Welthungerindex' am sogenannten “verborgenen Hunger”. Das bedeutet, dass die Menschen zwar satt werden, ihnen fehlen aber lebenswichtige Nährstoffe wie Zink, Jod, Eisen oder Vitamine.

Diesen Nährstoffmangel sieht man den Betroffenen in der Regel nicht so stark an wie Unterernährung – darum nennt man ihn “verborgenen” Hunger – er hat aber schwerwiegende Folgen für geistige und körperliche Gesundheit und kann sogar zum Tod führen.

Nährstoffmangel: Satt, aber nicht gesund

Maßnahmen gegen den Nährstoffmangel

Um gegen den Nährstoffmangel vorzugehen, schlägt der Bericht folgende Lösungsmöglichkeiten für die Betroffenen vor:

- Steigerung der Ernährungsvielfalt zum Beispiel durch das Anlegen von Hausgärten.

- Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Nährstoffen. Erfolgreichstes Beispiel ist jodiertes Speisesalz, aber auch Mehl und Öl könnten mit Vitaminen angereichert werden.

- Züchtung von Pflanzen mit höherem Nährstoffgehalt. Dies kann durch konventionelle oder gentechnische Methoden geschehen. So gibt es bereits mit Eisen angereicherten Reis und Vitamin A-Süßkartoffeln.

- Kurzfristig könnten auch Nahrungsergänzungsmittel helfen.