Für diese einfache Sache brauchst du bald einen Personalausweis

Wichtige Gesetzesänderung ab Juli

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Als deutscher Bundesbürger ist jeder von uns dazu verpflichtet, immer einen Personalausweis bei sich zu tragen. Man braucht ihn für Behördengänge, bei vielen Vertragsabschlüssen und wann immer man seine Identität nachweisen muss. Auch beim Alkohol- oder Zigarettenkauf achten die Verkäufer normalerweise streng auf das Alter der Jugendlichen. Wir sind also daran gewöhnt, den Ausweis zu zeigen, doch ab Juli gibt es ein neues Gesetz, das bei einem bestimmten Kauf ebenfalls den Ausweis verlangt. Was das ist, und was das für Konsequenzen hat, erfährst du auf der nächsten Seite.

Die Prepaid-Karte ist auf dem Bild zu sehen, die man für ein Handy benötigt
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Prepaid-Karte nur noch mit Personalausweis

Wer sich in Zukunft eine Prepaid-Karte für sein Handy kaufen möchte, muss seinen Personalausweis vorzeigen. Bisher ging das immer anonym und relativ unkompliziert. Mit dieser Änderung sagt die Bundesregierung Terrorismus und Kriminalität den Kampf an. Touristen, die für längere Zeit nach Deutschland kommen oder Einwanderer sind die wichtigsten Kunden für das Prepaid-Geschäft. Sie wollen sich die hohen Telefonkosten sparen und für kleines Geld eine deutsche Nummer erwerben. Der Vorteil daran: Die Kunden müssen keinen Vertrag abschließen und laden die Karte mit einem beliebig hohen Geldbetrag auf. Wenn das Guthaben leer ist, bekommen sie eine Benachrichtigung und können es wieder aufladen. Dabei haben sie also immer die volle Kostenkontrolle.

In Terrorismus-Kreisen funktioniert die Kommunikation nur so gut, da unter anderem mehrere Prepaid-Karten benutzt und anschließend weggeschmissen werden. Die Besitzer kann man nicht nachweisen und daher reagiert die Bundesregierung jetzt mit dem neuen Gesetz. Folglich wird es schwerer, sich mehrere Identitäten aufzubauen und kriminelle Straftaten zu begehen.

Lies auf der nächsten Seite, wie du in Zukunft eine Prepaid-Karte erwerben kannst. 

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Schutz vor Kriminalität

Wenn du eine Prepaid-Karte kaufen möchtest, musst du ab Juli deinen Personalausweis vorlegen. Doch damit ist noch nicht genug: Zusätzlich musst du deine Identität beim Freischalten der Karte bestätigen. Der Einzelhandel macht sich über diese Veränderung große Sorgen, da ein wichtiges Geschäft einbrechen wird. Momentan sind in Deutschland rund 60 Millionen SIM-Karten aktiviert. Diese Zahl wird ab Juli laut Experten deutlich einbrechen. Immerhin haben viele den Kauf einer Prepaid-Karte bevorzugt, weil der Prozess schnell und einfach geht. Das wird in Zukunft nicht mehr der Fall sein.

Der Bundesregierung liegen mehrere Fälle vor, in denen Hintermänner der Terrororganisation "Islamischer Staat" tausende anonyme Prepaid-Karten gekauft haben und dadurch Verbrechen leichter organisieren konnten. Ob die Sicherheitslücke so geschlossen werden kann, bleibt allerdings unsicher. Die Ausweispflicht gilt nämlich nicht in allen EU-Ländern und so könnten Betrüger weiterhin zum Beispiel in den Niederlanden oder in Österreich Prepaid-Karten kaufen. Ob sich die Situation also wirklich verbessert, bleibt abzuwarten.