Pille: Hersteller müssen jetzt auf Suizidrisiko hinweisen

Die Nebenwirkungen der Pille sind schon seit Jahren bekannt. Doch nun gehört auch eine erhöhte Suizid-Gefahr zu den Folgen, auf die extra im Beipackzettel hingewiesen werden soll.

Pille: Hersteller müssen jetzt auf Suizidrisiko hinweisen

Die Anti-Baby-Pille wurde erstmals 1960 zugelassen und gilt seitdem als das Verhütungsmittel, das am meisten verwendet wird. Zu damaligen Zeiten war die kleine Pille, die es der Frau erlaubt selbst über ihre Empfängnis zu entscheiden, eine echte Revolution. Neben diesem Hauptzweck bringt sie zusätzlichen Nutzen, wie eine reine Haut oder eine größere Oberweite. 

Somit wurde dieses Verhütungsmittel bald zu einer Selbstverständlichkeit für die meisten Frauen. Dass es sich hierbei jedoch um ein Medikament mit entsprechenden Nebenwirkungen handelt, wird oft unter den Tisch gekehrt. Zu diesen zählen harmlosere Dinge, wie Übelkeit und Migräne. Doch auch schwere Erkrankungen, kann die Pille begünstigen.

Alles über die schwerwiegenden Nebenwirkungen, erfahrt ihr auf der nächsten Seite...

Pille: Hersteller müssen jetzt auf Suizidrisiko hinweisen

Wer denkt, ein bisschen Kopfschmerzen und Erbrechen wären die einzigen Probleme, der irrt gewaltig. Es ist nachgewiesen, dass die Anti-Baby-Pille das Risiko für Thrombose, einen Schlaganfall und sogar Brustkrebs erhöhen kann. Doch damit nicht genug.

Erst jüngste Studien haben den Zusammenhang zwischen der Einnahme der Pille und einer Depressionserkrankung nachgewiesen. Demnach leiden Frauen, die mit der Pille verhüten, häufiger an depressiven Störungen und sollen aufgrund dessen auch ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken haben. 

Damit diese Problematik auch wirklich ernst genommen wird, sind nun alle Hersteller dazu angewiesen, die Gefahr eines Selbstmordes im Beipackzettel kenntlich zu machen. 

Doch wie hoch ist dieses Risiko tatsächlich? Das verraten wir euch auf der nächsten Seite...

Pille: Hersteller müssen jetzt auf Suizidrisiko hinweisen

Grund für diese Maßnahme, ist eine Studie von 2017 aus Dänemark. Frauenärzte von der Universitätsklinik in Kopenhagen untersuchten insgesamt 500.000 Frauen. Dabei wurde festgestellt, dass die Anzahl der Suizidversuche bei hormoneller Verhütung fast doppelt so hoch war, wie bei Frauen, die noch nie hormonell verhütet haben. 

Dieses Ergebnis veranlasste die Europäische Arzneimittel-Agentur dazu, verstärkt auf diese Problematik hinzudeuten. 

Sollten sich nun alle Frauen, die mit der Pille verhüten, Sorgen machen? Nein. Wichtig ist, dass man das Risiko kennt und vor allem sich selbst. Wenn man eine Verhaltensveränderung bei sich feststellt, oder sogar zu langfristig depressiver Stimmung neigt, sollte man dies auf keinen Fall ignorieren. Sprich in diesem Fall unbedingt mit deinem Frauenarzt. 

Solltest du bereits Suizid-Gedanken haben, dann findest du unter diesen Nummern kostenlose Hilfe: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.