Wie kommen eigentlich die Federn in den Federweißen?

Das Geheimnis unseres Lieblingsgetränks der Sommersaison

Es ist wieder Federweißer-Zeit! Und diesen jungen, leicht prickelnder Wein lieben wir einfach. Vielleicht auch, weil er nur für kurze Zeit nur erhältlich ist und wir dann wieder ein ganzes Jahr warten müssen. 

Normalerweise beginnt die Ernte der Weintrauben Mitte August. Die frisch geernteten Trauben werden gleich gepresst und kommen kurz darauf in den Verkauf.

Wie kommt die Feder in den Wein?

Der Name Federweißer bezieht sich auf die Hefe, die wie kleine Federn im Wein schwimmen. Sie sind auch für den leicht prickligen Geschmack des Getränks zuständig. Federweißer ist weißer Traubenmost, der sich noch in Gärung befindet. Alternativ gibt es den seltenen Federroten, der aus rotem Traubenmost hergestellt wird. Das optimale Getränk besitzt eine gute Balance aus Süße, Alkohol und Fruchtsäure; es ist kein Traubensaft mehr und noch kein Wein.

Rauscher, Blitzer oder Sauser

Am Ende der Gärung wäre der süffige Tropfen ein trockener Wein, der anfänglich durch die Hefen noch trüb aussieht. Diese setzen sich jedoch nach und nach am Boden ab. Im Gegensatz zum Tafelwein werden für Federweißer aromatische, süße Trauben mit mehr Fruchtsäure verwendet. Alternative Namen für das prickelnde Getränk sind in manchen Gebieten Rauscher, Blitzer oder Sauser.

Achtung beim Transport

Da Federweißer noch gärt und somit ständig Kohlensäure entweicht, sind die Flaschen nicht luftdicht verschlossen. Daher dürfen sie nur aufrecht transportiert werden. Achte im Supermarkt darauf, dass der Wein nicht auf dem Kassenband liegt, sondern steht. Würde man die Flaschen übrigens komplett verschließen, könnten sie durch den Druck der Kohlensäure platzen. Daher sind Sektflaschen auch immer aus dickerem Glas als Weinflaschen.

Gleich probieren

Der süffige Wein sollte frisch getrunken werden. Kurz nach dem Einkauf ist er wahrscheinlich noch ziemlich süß. Für die weitere Reifung stelle ihn warm (Zimmertemperatur) und probiere möglichst einmal pro Tag. So kannst du selbst schmecken, wie der Wein immer trockener wird. Stelle ihn kalt, wenn er deinen Geschmack trifft und fertig gereift ist. Bei einem Alkoholgehalt von etwa vier bis fünf Prozent schmeckt Federweißer richtig gut. Im Kühlschrank ist er noch etwa eineinhalb Wochen haltbar.

Das saisonale Getränk passt zu herzhaftem Essen wie Zwiebelkuchen oder Laugenstangen. Auch lecker: Probiere doch mal Federweißer mit Minze und Limette gemixt.