Diesen Fehler macht fast jeder bei der Krankmeldung!

Du auch?

Diesen Fehler macht fast jeder bei der Krankmeldung!

Krank werden wir alle mal. Wer nicht gerade bloß unter einer Schniefnase leidet, sondern ernsthaft erkrankt ist, kann nicht zur Arbeit gehen - klar. Aber hältst du dich dabei auch an alle Vorschriften?

Wer der Arbeit länger als ein paar Tage aufgrund einer Krankheit fernbleibt, braucht eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, auch umgangssprachlich als "Krankschreibung" bekannt. Je nach Schweregrad der Erkrankung entscheidet darin der Herr Doktor, wie viele Tage man fehlen darf. Alles ganz easy, sollte man meinen - und doch unterlaufen den meisten Angestellten dabei große Fehler... was tragisch ist, da jeder von ihnen im Jahr durchschnittlich für drei Arbeitswochen krankgeschrieben ist.

Auf den folgenden Seiten erfährst du die größten Irrtümer zur Krankschreibung, damit zumindest du dabei keine Fehler mehr machst!

1. Irrtum: Eine Krankschreibung ist erst ab dem dritten Fehltag nötig.

Das stimmt leider nicht immer, denn deinem Chef steht es vollkommen frei, schon ab dem ersten Tag deines Fehlens eine Krankschreibung zu verlangen - insbesondere dann, wenn er vermutet, dass du nur so tust, als seist du krank. In jedem Fall bist du aber dazu verpflichtet, deinen Vorgesetzten schon zu Beginn der Arbeitszeit am ersten Fehltag über deine Krankheit zu unterrichten.

2. Irrtum: Nach einer Krankheit darf kein Urlaub folgen.

Quatsch: Wenn dein Urlaub schon vorher beantragt und genehmigt wurde, darfst du nach dem Ende deiner Krankschreibung natürlich unverzüglich deinen Urlaub antreten.

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3. Irrtum: Krank = arbeitsunfähig

Das stimmt leider nicht immer, und du solltest dich in der Hinsicht fair verhalten. Hast du eine gebrochene linke Hand, kannst du natürlich nicht als Schreiner arbeiten - aber im Büro vermutlich schon, sofern du nicht Linkshänder bist. Wenn dich deine Erkrankung in keinster Weise von der Arbeit abhält, solltest du deinen Arbeitgeber nicht hängen lassen - denn wenn der das rauskriegt, kannst du juristischen Ärger bekommen.

4. Irrtum: Wer krankgeschrieben ist, kann nicht gekündigt werden.

Leider ist das ein Irrglaube, denn eine Krankschreibung bedeutet nicht Kündigungsschutz. Wenn du sogar zu oft krank bist, kann dir gerade deswegen gekündigt werden! Mehr als sechs Wochen Fehlzeit im Jahr gelten als Kündigungsgrund, sofern keine Besserung in Sicht ist. 

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5. Irrtum: Wer krank ist, muss zu Hause bleiben.

Natürlich verbietet dir die Krankschreibung nicht, das Haus zu verlassen! Allerdings solltest du diesbezüglich vernünftig bleiben: Wenn dich eine Aktivität außer Haus nicht davon abhält, gesund zu werden - also z. B. ein Besuch im Kino, bei Freunden etc. -, ist sie erlaubt; wenn du allerdings z. B. auf wilde Partys gehst, dich betrinkst und die Nacht zum Tag machst, sehen deine Chancen auf eine unmittelbare Heilung eher schlecht aus, und wenn dein Chef das rausfindet, bekommst du Probleme. 

6. Irrtum: Wer noch während der Krankschreibung gesund wird, muss zu Hause bleiben.

Das ist Unsinn; dein Chef freut sich sicher sogar darüber, wenn du früher wieder zur Arbeit kommst als geplant. Tatsächlich bist du sogar dazu verpflichtet, zur Arbeit zu gehen, sobald du wieder fit bist. Gesundschreiben lassen musst du dich nicht, so etwas gibt es nicht. Findet dein Chef aber, dass du noch nicht wieder arbeitsfähig bist, ist er wiederum dazu verpflichtet, dir die Arbeit zu verbieten und dich wieder nach Hause zu schicken.

7. Irrtum: Krankschreibungen im Urlaub zählen nicht.

Das stimmt nicht - du hast dir deinen Urlaub hart verdient, und wenn er dir von einer Krankheit geraubt wird, zählt der Urlaub (bzw. die kranken Urlaubstage) als nicht angetreten, sofern du dich krankschreiben lässt.