Deshalb sollten wir keine Frauenzeitschriften mehr lesen

Ab damit ins Altpapier

Deshalb sollten wir keine Frauenzeitschriften mehr lesen
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Sie befinden sich am Kiosk, in Wartezimmern und in unzähligen Handtaschen. Wo Frauenzeitschriften aber wirklich hingehören, ist das Altpapier.

Deshalb sollten wir keine Frauenzeitschriften mehr lesen
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1. Du fühlst dich dadurch mies

Eine Studie der University of Missouri-Columbia hat herausgefunden, dass sich Frauen schon nach drei Minuten schlecht fühlen, wenn sie sich Models in Werbeanzeigen anschauen. Kein Wunder, schließlich wird in Hochglanzmagazinen fast ausschließlich ein Typ Frau gezeigt: weiß und schlank.

Wer nicht in diese Kategorien passt, hat entweder Pech gehabt – Schwarze Frauen suchen in diesen Magazinen vergebens nach Haarpflege-Tipps – oder wird mal mehr mal weniger subtil darauf hingewiesen, dass ihr Aussehen abstoßend ist. Beispiel Speckröllchen: Die meisten Frauen haben sie, man könnte sie also als normalen Teil des (weiblichen) Körpers sehen, aber wenn man den Hochglanzmagazinen glaubt, müssen wir alles tun, um sie loszuwerden.

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2. Jedes, wirklich jedes Bild ist retuschiert

“Erzähl mir was Neues”, denkst du jetzt vielleicht, denn schließlich wissen wir alle längst, dass den Models die Speckröllchen wegretuschiert wurden und dieses Lächeln erst nachträglich mit Photoshop so weiß geworden ist. Trotzdem gehen wir nach dem Lesen in den Laden und kaufen genau die Whitening-Zahncreme, die das Lächeln beworben hat. “Man kann es ja mal probieren, meine Zähne könnten schließlich eine leichte Aufhellung vertragen.” Das Ergebnis: Wir sind fünf Euro ärmer und unsere Zähne sind trotzdem nicht so weiß, wie wir uns das gewünscht haben.

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3. Du musst einen Mann finden – und halten

Achtung, jetzt wird’s ironisch! Mit unseren nicht ganz so weißen Zähnen fühlen wir uns natürlich verunsichert (womit wir wieder bei Punkt 1 wären), denn schließlich wissen wir aus eben diesen Zeitschriften, dass wir mit einem strahlenden Lächeln das Herz unseres Traumtypen gewinnen können. Und einen Mann zu finden, ist ja für die moderne Frau von 1950 … äääh 2016 … das Allerwichtigste.

Wenn sich dann endlich jemand deiner und deines unperfekten Lächelns erbarmt hat, tue alles, um den Mann zu halten. Dein Typ verbietet dir, dich mit männlichen Freunden zu treffen? Akzeptiere das, verbiete ihm aber auf keinen Fall, sich weiterhin mit seinen Freundinnen zu treffen. Auch sexuell solltest du alles tun, um deinen Mann zufriedenzustellen. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären.

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4. Sie wissen, was Männer wollen

Praktischerweise suchen, wollen und stehen nach Ansicht der Magazine alle Männer auf genau das Gleiche. Deshalb können wir in einem zweiseitigen Blowjob-Guide alles lernen, was man über die orale Befriedigung des Mannes wissen muss. Blowjobs findest du zum "Kotzen" (im wahrsten Sinne des Wortes)? Da hilft nur eins: üben, üben, üben!

Die Zeitschriften wissen aber nicht nur, was Männer wollen, sondern auch, was du nicht mögen solltest: so ziemlich alles an deinem eigenen Körper. Pass also auf, dass du während des Sex nicht zu sehr schwitzt oder deine Vagina irgendwelche Geräusche macht, das ist nämlich echt eklig.

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5. Sie empfehlen völlig überteuerte Produkte

Die meisten Frauenzeitschriften haben eine Sektion mit Style- und Beauty-Tipps. Da wird dann schon einmal eine Handtasche für 3000 Euro und ein Rouge für 80 Euro empfohlen. Für die meisten Leserinnen sind diese Produkte natürlich unerschwinglich. Warum empfehlen die Magazine sie dann? Ganz einfach, weil sie von den Herstellern dafür bezahlt werden oder die Produkte zu Testzwecken zugeschickt bekommen.