Trennkost - Ein Märchen aus alten Zeiten?

Wir zeigen dir, woher sie kommt und wie das Prinzip wirklich funktioniert

Trennkost - Ein Märchen aus alten Zeiten?

Trennkost ist immer noch in aller Munde. Während einige darauf schwören, tun es andere als veraltete Ernährungslehre ab. Wir zeigen Dir, woher sie kommt und wie das Prinzip wirklich funktioniert.

Trennkost - Ein Märchen aus alten Zeiten?

Trennkost - ein altes Prinzip

Auch nach 100 Jahren hat die Trennkost nichts von ihrer Faszination verloren. Viele schwören darauf, andere halten die Form der Ernährung für grenzwertig. Erfunden hat die Trennkost der New Yorker Arzt Howard Hay. Nachdem er seine Ernährung aufgrund einer Nierenerkrankung vollkommen auf die Trennkost umgestellt hatte, reduzierte sich sein Übergewicht und er überwand seine Krankheit. Vom Erfolg überwältigt, propagierte er seine Ernährung fortan als Trennkost. Sie heilt laut ihm nicht nur einen Großteil aller Zivilisationskrankheiten, sondern führt auch zu einem gesunden Gewicht.

Trennkost - Ein Märchen aus alten Zeiten?

Eiweiß und Kohlenhydrate: alleine gut, zusammen schlecht

Regel Nummer Eins ist die strikte Einordnung von Lebensmitteln in die drei Kategorien Kohlenhydrate, Eiweiße und Neutrale. Nun wird getrennt: Eiweißhaltige Lebensmittel dürfen laut Trennkost nicht mit Kohlehydraten zusammen verzehrt werden. Die Theorie von Mr. Hay besagt nämlich, dass der Darmtrakt nicht in der Lage ist, beides zusammen zu verdauen und so bilden sich schädliche Säuren. Der Großteil aller Obst- und Gemüsesorten gehört zu den neutralen Lebensmitteln und darf sowohl mit eiweiß- als auch kohlenhydrathaltigem Essen kombiniert werden.

Klingt einfach? Ist es aber nicht immer. Obst gehört nämlich laut Mr. Hay in die Eiweißgruppe während eiweißreiche Lebensmittel wie Quark oder Joghurt neutral sind. Hülsenfrüchte sind sogar komplett verboten. Und was machen wir mit dem Eiweißbrot? Etwas Einlesen in das Thema ist also von Nöten.

Trennkost - Ein Märchen aus alten Zeiten?

Regel Nummer Zwei

Während die erste Regel noch recht einfach zu befolgen scheint, wird es bei Regel Zwei schon härter: Alle Mahlzeiten sollen zu 75 Prozent aus Basen bildenden Lebensmitteln bestehen. Das heißt im Klartext nicht nur, dass ab heute Lasagne und Currywurst mit Pommes der Vergangenheit angehören, sondern auch dass Du dich zu zwei Dritteln von Gemüse, Obst und Salat ernährst. Irgendwie wundert es nicht, dass man damit sein Übergewicht abbauen soll, Trennen hin oder her…

Trennkost - Ein Märchen aus alten Zeiten?

Hardcore-Diät

Die Trennkost hält sich nicht ohne Grund so lange in der Popularitäts-Skala der Diäten ganz oben. Wer sich strikt an den Plan hält, wird mit Sicherheit über kurz oder lang abnehmen. Andererseits fordert die Trennkost korrekt ausgeführt auch ein Durchhaltevermögen epischen Ausmaßes. Wissenschaftlich hat bis heute niemand beweisen können, dass Säuren den Körper krankmachen und „Basenbilder“ vor Übersäuerung schützen können. Das viele Gemüse und Obst ist ernährungstechnisch schon fast zu viel des Guten, es fehlt langfristig einfach an Nährstoffen aus Getreide und Milch.