So (un)gesund ist Kokosöl wirklich!

Wie super ist das Superfood?

So (un)gesund ist Kokosöl wirklich!

Wir leben im Zeitalter der "Superfoods": Chiasamen, Açaí-Beeren, Quinoa... Begriffe, die vor fünf Jahren noch kaum jemand kannte. Heute versprechen sie Schönheit, Gewichtsverlust, Gesundheit - gegen ordentlich Aufpreis, versteht sich. Ein solches Superfood ist auch Kokosöl, das noch vergleichsweise günstig zu haben ist. Doch wie gesund ist das gehypte Pflanzenfett wirklich?

War Kokosöl früher noch ausschließlich in Bio-Läden zu finden, hat es mittlerweile seinen Weg in Drogerien und Supermärkte gefunden. "Bio", "vegan" etc. sind Trend, und das Kokosöl ist beim Kochen und Backen für viele die vermeintlich gesündere Alternative zu Butter, Olivenöl und Co. geworden. Noch dazu kann es der Schönheit helfen: Es soll die Haare stärken, das Hautbild verbessern, sogar Krankheiten heilen und die Pfunde purzeln lassen. Aber was ist dran an dem Glauben, Kokosöl sei ein echtes Rundum-Wundermittel - und ist es vielleicht sogar ungesund? 

Wir verraten es dir - auf der nächsten Seite!

So (un)gesund ist Kokosöl wirklich!

Zuallererst ist ein Unterschied sehr wichtig: Kokosöl und Kokosfett sind zwei verschiedene Dinge.

Kokosfett enthält nämlich im Gegensatz zu Kokosöl kaum Nährstoffe und verliert außerdem bei der Zubereitung seinen Geschmack. Es wird meist zum Frittieren benutzt. Kokosöl hingegen kannst du zum Kochen, Backen oder eben auch für die Schönheits- und Körperpflege verwenden.

Wer sich allerdings schon einmal mit gesunder Ernährung auseinandergesetzt hat, wird wissen, dass gesättigte Fettsäuren kein allzu hohes Ansehen genießen - doch das Kokosöl ist voll davon. Da stimmt doch was nicht...?

Ungesättigte Fettsäuren, die man meist in pflanzlichen Produkten findet, können einen positiven Einfluss auf den Cholesterin-, also den Blutfettspiegel, haben. Gesättigte Fettsäuren hingegen erhöhen ihn und wirken sich daher negativ auf unsere Gesundheit aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb, gesättigte Fettsäuren, die insbesondere in tierischen Produkten vorkommen, nur in geringen Mengen aufzunehmen (7 - 10% des täglichen Energiebedarfs). 

Kokosöl jedoch besteht zu über 80% aus gesättigten Fettsäuren, weswegen die American Heart Association nun einen Appell an die Superfood-Fans richtet: Aufgrund der wenigen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die positive Wirkung von Kokosöl sollte durch dessen Anteil an gesättigten Fettsäuren zugunsten der Herz- und Kreislaufgesundheit darauf verzichtet, und stattdessen zu anderen pflanzlichen Produkten (wie z. B. Olivenöl) gegriffen werden. 

Aber Kokosöl muss nicht unbedingt verzehrt werden. Wie du das Öl dennoch für deine Schönheit einsetzen kannst, liest du auf der nächsten Seite!

So (un)gesund ist Kokosöl wirklich!

Kokosöl muss nicht unbedingt in der Pfanne oder im Ofen landen. Wie wäre es denn zum Beispiel in deinen Haaren?

Die gesättigten Fettsäuren können sich zwar negativ auf deinen Cholesterinspiegel auswirken - aber an den kommen sie nicht heran, wenn du es nicht verzehrst. Denn Kokosöl kann wunderbare Effekte in Haut & Haaren haben.

In den Haaren angewendet spendet es Feuchtigkeit, repariert das Haar und regt sein Wachstum an. Insbesondere für diejenigen, die nicht viel Geld für teure Produkte aus der Drogerie ausgeben möchten und naturbelassene Pflege bevorzugen, ist Kokosöl eine günstige und gut duftende Alternative. Verwende es einfach wie eine reguläre Haarmaske: Massiere es insbesondere in die Spitzen gut ein und lasse es gut einwirken. Für den vollen Effekt gib dem Öl die Chance, seine Pflegekraft auch über Nacht zu entfalten. Auch gegen Schuppen und Haarverlust soll Kokosöl wirken: Dazu einfach regelmäßig in die Kopfhaut einmassieren.

Wer unter Akne, Pickeln oder frühzeitigen Falten leidet, kann ebenfalls auf Kokosöl zurückgreifen. Auf die Haut aufgetragen reduziert es Entzündungen und strafft das Bindegewebe. Auch gegen Augenringe soll das Öl helfen.

Wer gerade keine Bodylotion zur Hand hat, kann sich auch mit Kokosöl einreiben und sich an glatter, weicher Haut erfreuen. Nur bitte nicht damit in die Sonne legen!