Der Body-Mass-Index soll überhaupt nicht aussagekräftig sein

Du brauchst ihn nicht mehr zu berechnen!

Seit 1832 teilt der Body-Mass-Index die Menschen in "Normalgewichtige" und weniger normale ein. Dabei ist der Index für die Berechnung von Übergewicht überhaupt nicht aussagekräftig.

Der Body-Mass-Index soll überhaupt nicht aussagekräftig sein
Quelle: Pexels

Was ist der BMI?

Hast du Übergewicht? Rechne doch schnell deinen Body-Mass-Index (BMI) aus und finde es heraus.

Berechne Körpergewicht (in Kilogramm) durch Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Liegt das Ergebnis zwischen 18,5 und 25, bist du “normalgewichtig”. Liegt Dein Wert über 25, hast du Übergewicht. Ganz einfach, oder? Ja, etwas zu einfach.

Nicht detailliert genug

Der BMI zieht nur zwei Faktoren – Körpergröße und Körpergewicht – heran, um Über- beziehungsweise Untergewicht zu diagnostizieren. Andere wichtige Faktoren lässt er aber völlig außer Acht:

1. Fett oder Muskeln? Eine Person kann schwer sein, weil sie viel Körperfett hat, oder weil sie sehr muskulös ist. Wer viel trainiert und viel Muskelmasse hat, gilt mit dem BMI schnell als übergewichtig.

2. Wo sitzt das Fett am Körper? Bauchfett ist gesundheitsgefährdend. Fettpölsterchen an Armen, Po und Oberschenkeln sind hingegen harmlos.3. Hat die Person “schwere” Knochen? Große Knochendichte und -durchmesser führen zu einem höheren Körpergewicht.4. Wie aktiv ist die Person? Aktive “Dicke” leben gesünder als unsportliche “Schlanke”.

Diagnose nur vom Arzt

Also vergiss die ganzen BMI-Rechner, die dir im Internet angepriesen werden. Es gibt einige neue Indizes, wie den ABSI, der mehr Faktoren einbezieht. Wenn du aber wissen willst, ob du gesundheitsgefährdendes Über- oder Untergewicht hast, kann das sowieso nur ein Arzt diagnostizieren.