Vater erklärt, warum er für seine Kinder keinen Unterhalt zahlt und prahlt damit im Fernsehen

Unfassbar.

Detlef Bräuning  auf seinem Youtube-Kanal

Detlef Bräuning gilt als Deutschlands bekanntester Unterhaltpreller. Der Mann, der auch einen Blog und einen Youtube-Account innerhalb der "Männerechte-Szene" unterhält, gibt öffentlich damit an, dass er für seine Kinder keinen Lebensunterhalt zahlt. Nicht, weil er es finanziell nicht schafft, für seine Kinder zu sorgen, sondern, weil er es nicht will. Der Ingenieur hat zwei Kinder und hätte ihnen in den letzten zwölf Jahren rund 300.000 Euro zahlen müssen. 

"Warum soll ich die Hälfte von meinem Lohn abgeben. Das macht einfach überhaupt keinen Sinn", sagte er im "Sat.1 Frühstücksfernsehen". Er sagt: "Ich darf meine Kinder nicht sehen, das ist das primäre, und weil ich meine Kinder nicht sehen darf, belohn ich das auch nicht mit Unterhalt."

Einkommensnachweis für Väter

In 2,6 Millionen Haushalten in Deutschland leben Kinder mit nur einem Elternteil. In 89,3 Prozent der Fälle von getrennt lebenden Eltern, wachsen die Kinder bei der Mutter auf, so eine Statistik des Bundesamtes für Familien. 

Rechtlich sind die nicht erziehenden Eltern, meistens die Väter, in Deutschland meist dazu verpflichtet, Unterhalt zu zahlen. Männer wie Bräuning weigern sich jedoch, ihre Kinder finanziell zu unterstützen. Der fehlende Unterhalt wird dann von den Steuerzahlenden beglichen. 1,8 Milliarden Euro wird jährlich für versäumte Unterhaltszahlungen aus solchen Geldern bezahlt. 

Schnelles Auto

Bräuning hat wegen des Unterhaltprellens offenbar kein schlechtes Gewissen. Im Gegenteil, er hat sogar Tricks auf Lager, um den Staat davon abzuhalten, den ausgelegten Unterhalt wieder zurückholen. Bräunings neues Auto gehört offiziell einem Freund, die Wohnung am Bodensee bewohnt er nur zur Untermiete. Sein Verdienst liegt nach eigenen Angaben bei nur 800 Euro im Monat. Ein Bankkonto habe er nicht. So muss weiter der Staat für sein Versäumnis aufkommen.

Das Verhalten liegt leider im Trend. Die Rückzahlungen von Vätern an den Staat sinken seit Jahren. Im Jahr 2018 wurden nur 13 Prozent der Unterhaltsforderungen zurückgeholt.