Haare ohne Shampoo waschen: So gelingt es

Einige Aspekte sind zu beachten

Haare waschen ohne Shampoo? Der Trend aus Hollywood, der No-Poo heißt, will Haare nur mit Wasser waschen. Denn in vielen Shampoos sind schädliche Chemikalien enthalten, die Spliss und schnell fettende Haare begünstigen. Um sich die Haare nur mit Wasser zu waschen, ist einiges zu beachten. 

Die Haare sollten mit einem möglichst harten Wasserstrahl und lauwarmem Wasser kopfüber nach unten ausgespült werden. Dabei ist es wichtig, einzelne Haarsträhne direkt abzubrausen. Die Haare müssen immer wieder Büschel für Büschel angehoben werden. Im Nacken und an den Seiten solltest du besonders gründlich sein, damit der Talg von der gesamten Kopfhaut und aus den Haaren rausgespült werden kann. 

Dabei ist es wichtig, dass du deine Haare nicht zusätzlich massierst. Sonst produzierst du weiter Talg, der deine Haare weiter fetten lässt. 

Nach und nach werden sich die Haare durch das lange Ausspülen schwerer anfühlen. Nach einer Zeit geben sie einen weißlich bis gräulichen Schaum ab, den du im Ausfluss sehen kannst. 

Zum Schluss solltest du deine Haare kalt abbrausen. Dabei zieht sich die Kopfhaut zusammen. Außerdem fällt das Kämmen leichter, nachdem sich die Hautschuppen geglättet haben. 

Nach dem Waschen solltest du deine Haare mit einem Handtuch trocken tupfen, ohne sie dabei zu verstrubbeln. Am besten lässt du die Haare lufttrocknen. Solltest du keine Zeit haben, kannst du die Spitzen anföhnen, aber die Hitze sollte dabei möglichst nicht an die Kopfhaut gelangen, da dies die Talgproduktion anregt.

Bei kalkhaltigem, also mittelhartem bis hartem Wasser kann in der Anfangsphase der zähe Talg mit dem Kalk verkleben und nur erschwert ausgespült werden. Das Haar bleibt nach dem Waschen also sehr fettig. Es hilft: eine Spülung mit drei bis fünf Esslöffeln Wein- oder Apfelessig auf einen Liter Wasser. Danach sollten die Haare deutlich geschmeidiger sein.