Ungewissheit steigert die Anziehungskraft

Sich rar machen

Ungewissheit steigert die Anziehungskraft

Wer kennt sie nicht: die berühmte Drei-Tages-Regel! Man lässt ihn zappeln und verwehrt sich jeden Kontakt, obwohl man an nichts anderes denken kann und im Minutentakt immer wieder auf das Handy starrt, ob er sich nicht doch schon gemeldet hat – und wenn der Angebetete dann endlich anruft, tut man leicht unterkühlt. Was total albern klingt, hat wohl schon jede Frau einmal erlebt – und das Gute daran: Es funktioniert tatsächlich! Aber was ist wirklich dran am „hard-to-get“-Effekt? Sollte sich eine Frau wirklich absichtlich rar machen, um das Interesse eines Mannes zu wecken?

Wie sagte einst die Großmutter zu uns, als wir ihr mit unserem Liebeskummer in den Ohren lagen und einfach nicht verstehen wollten, wieso der süße Typ vom Pausenhof einfach kein Interesse an uns hat: „Willst Du gelten, mach Dich selten!“ Und auch heute noch ist der Ratschlag von Oma so etwas wie ein Dauerbrenner im Dating-Zirkus. Doch lässt sich Mr. Right wirklich nur mit Spielchen erobern oder verzocken wir damit vielleicht eher unser Liebesglück?

Sich unnahbar geben, ein bisschen unentbehrlich – und immer ein bisschen desinteressiert wirken. Schon lange Zeit besteht die Meinung, dass eine Frau sich auf genau diese Art interessant macht und ihre Chance auf das große Liebesglück steigert. Schließlich besagt auch das Jahrtausende alte Spiel zwischen Frau und Mann: ER wirbt, SIE wählt aus. Fest steht: Je knapper und unerreichbarer ein Gut, desto mehr Aufwand betreiben wir, um es zu kriegen. Und das gilt bei weitem nicht nur für die dauerausverkauften Schuhe oder die limitierte Nagellack-Edition, sondern eben auch in der Liebe.